Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817565
Vanni , 
Turino- 
Vannini . 
Otllavio. 
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vüllnl, TIIPIDO yMaler von Pisa, war nach Lanzi der Sohn-eines 
gleichnamigen Malers, der um 1509 thäzig war, und noch weiter 
herein ins 14. Jahrhundert. Die Bliithezeit des jüngeren Turino 
setzt der genannte Sehriltsteller um 1545. Neuere lassen ihn noch 
1390 leben. Urkundlich kommt er in Dr. Försteüs Beiträgen (Leip- 
zig 1855) vor, und ausserdem sprechen noch Werke von diesem 
trockenen und geistlusen Nachahmer des Giotto. In S. Paolo in 
riya (Wkrno zu Pisa ist eine Altar-tafel mit der thronenden Ma- 
dunna von mehreren Heiligen unxgeheil. ln der akademischen 
Sammlung daselbst wurde ihm ein Christus am Kreuze zugeschrie- 
ben. Die Gallerie des Louvre bewahrt von diesem Meister eine 
Madonna mit dem Iiinde und mit einigen Engeln, welche ver- 
schiedene Instrumente spielen, bezeichnet: Tvrinvs Vannvs de PisiS 
me pinxit. 
Vanlll, Vlülüntß, Iiupfersteclxerin zu Florenz, wird unter die Schii- 
lcrinnen des B. Strenge gezählt, welcher um 1760 in Florenz lebte. 
Sie könnte die Gattin oder Schwester des liunsthäxidlers Giuseppe 
Vanni seyn, in dessen Verlag einige ihrer Blätter erschienen. Die- 
ser soll selbst in Kupfer gestochen haben. Fiissly fand ihm eine 
Feier des Liehesgottes nach Corrcggio, und ein Blatt nach L0- 
renzo Lippi zugeschrieben. Das letztere s_ull tlen_Esa_u darstellen, 
wie er die Erstgeburt verkauft. Von der Richtigkeit dieser Angabe 
konnten wir uns nicht überzeugen. Violanta hinterliess mehrere 
schöne Blätter, welche an die Behandlnngsweise des B. Strange 
erinnern. Auch Radirungen finden sich von ihr. Sie starb um 1775. 
1) Hugo Dunellus , Bechtsgelehrter, als Titelkupfer für dessen 
Werke. Lucca 1762, 4. 
2) Marcus Antonius Franceschini, Bonon. pictor etc. Büste 
in Oval von zwei Kindern ehalten, das 'l'itelblatt zur Gal- 
lerie Gerini. Franceschini älatte dessen Palast mit Fresken 
geziert, welche auf 19 Blättern von Lorenzi, Violanta Vanni 
und Bartolozzi gestochen wurden, gr. fol. 
3) Bilclniss eines jungen Mannes, halbe Figur mit dem Schwert 
umgürtet, wie er in der Linken einen Brief hält. Nach A. 
Allori il Bronzino, für das flurexttinische Galleriewerk ge- 
stochen, gr. fol. 
4) Die Madonna della Sedia, nach Rafael. Quexn coeli capere 
etc. Radirt, kl. 4. 
5) Christus am Kreuze, nach Au. Garracci, fol. 
6) St. Franz von Assisi, nach Guereino, lt. 
7) Le Loggie della compagnia delP Sealzo, zwei Blätter nach 
A. clel Sarto, aus dem Verlage von Ginseppc Vanm. 
3) Ein alter lYlann und eine alte Frau, die um Almosen bit- 
ten, halbe Figuren, (i.    
g) Eine Ornithographie, mit radirten und colorlrlell hupfern, 
nach Fiissly um 1770 herausgegeben. 
Vannini , Giovanni, Maler, wird von Titi erwähnt, Ohne Angabe 
der Lebenszeit desselben. In S. Eligio de' Frau zu Rom sind zwei, 
historische Blldßf von ihm. 
Vanmm, Ottavxo, Maler von Florenz, war Anfangs Schüler von 
Mecatti und A. Fontebuono, und trat dann unter Leitung des 
Dom. Passignauo, welcher sich der Hülfe dieses liüusnlers zum 
Untermalen seiner Bilder bediente. Es finden sich aber auch viele 
Gemälde von Vannini, welche sich namentlich durch die schöne 
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