Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814029
T0 urniiare , 
Robert. 
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i) Das Bildniss des Architekten Leo Battista Alberti. für die 
französische Uebersctzung cles X-Verhes desselben, von Tri- 
chet du Fresne, dessen -wii' an seiner Stelle erwähnen. Ohre 
_Naiuen, einem G. Tournier beigelegt, ful. 
2) Eine heil. Familie, mit der Schrift: Qui non aceipiheru- 
ceni etc. 
5) lYlaclunnenhilder nach Guido Reni, und andere Darstellun- 
gen nach A. Cnrraeci. VVir finden diese Blätter nicht nä- 
her bezeichnet, wahrscheinlich Cupien nach diesen Meistern. 
Rost nennt den Stecher G. DI. Tournier. 
4) Landschaften nach Salvator Rosa, von Rost einem G. M. 
'l'ournier zugeschrieben.   
5) Eine ITolge von reich verzierten Vasen aus den Sammlun- 
gen Borgliese, Justiniani etc. Carl Errard del. Tournier se. 
Wenigstens 12 Blätter, fol. Dann eine andere Folge aus 
R0ssi's Yerlag, 6 Blätter, qu. ful. 
6) Eine Folge von Armaturen, nach Polidoro da Carravaggio 
mit Lochom raclirt, Ö Blätter, qu. fol. 
Die genannten Vasen fand Füssly einem Joh. Jakob 
Tourniei- zugeschrieben, Kost will sie einem G. M. Tour- 
nier beilegen. Errard zeichnete solche für die französische 
Uebersetzung des Tratattoydelle pittura von Leonardo da 
Yinei. Paris, lmprini. royale 1651, ful. Fiir dieses Werk, 
welches Abbildungen von 'l'r0pliiien (jene von P01idoro?), 
Ornamenten, Guirlanclcn, Figuren und Vignetten nach Er- 
mrdß Zeichnungen enthält, laönnte Tournier seine Blätter 
radirt haben, bis auf die Folge aus IlossPs Verlag, oder 
es sind auch diese dazu genommen, da drei Sammlungen 
von Vasen im Traitti de la peinture sich finden. 
7) Mehrere Blätter für eine Ausgabe des Vitrnvius.  
TOLIPDIÖTG, Bübßfli, Maler von Caen, genannt B. de la Haye, 
wurde von dem Carineliter Frere Luc in den Anfangsgriinden un- 
. terriehtet, und begab sich dann nach Paris, um unter Bon Bou- 
logne seine weitere Ausbildung zu erlangen. Dieser Meister liess 
durch ihn mehrere Gemälde vollenden, da Tourniere grosse tech- 
nische Fertigkeit besass, und Fleiss und_Geschmaek verband. In 
seinen eigenen VVei-lieil nahm er gewöhnlich Sehallsen und G. Dow 
zum Vorbilcle, und lieferte viele ldeine Bilder, die init meisterhaf- 
tcr Genauigkeit durchgeführt sind. Bei seiner 1705 erfolgten Auf- 
nahme in die Akademie überreichte er ein Gemälde, welches die 
'.l'ochter des Tbpfers Debutades vorstellt, wie sie beim Scheine 
des lierzenlichtes den Umriss ihres Geliebten zeichnet. Dieses Bild 
ist sehr schön in Schalkeifs Manier ausgeführt, es gefiel aber dem 
Jouvenet durchaus nicht, und er äusserte bei der Betrachtung des- 
selben, es sei nicht schwer, ein Geschichtsmaler zu werden, wenn 
man den Ruf eines solchen durch ein Liehtstiimpchen erlangen 
könne. Neben diesem Bilde überreichte Tourniere auch das schöne 
Porträt des Malers Miehel Corneille, welches jetzt in der histo- 
rischen Gallerie zu Versailles sich befindet. Tonrniere malte melv 
rere Bilder für den französischen Huf und für den Herzog von "Or- 
leans. In der Abteikirehe St. Genevieve sah man eine grusse alle" 
gotische Darstellung auf die Genesung des Königs Louis XV., die 
meisten seiner Bilder sind aber in kleinerem Formate, welche ohne 
Bezeichnung für Werke von Schalken, G. Dow und G. Drletsu 
genommen werden könnten. So befindet sich in der Sammlung 
zu Lutonhouse in England das Bild, eines Herrn und einer Dame 
NaglerCsHünstZer-Lcx. Bd. XIX. 3 
        

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