Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817526
Vanni , 
Gio. 
Andrea. 
Vanni , 
Gio. 
Batt. 
383 
Zweifelhafte Blätter. 
1) Die heil. Jungfrau sitzend en face, wie sie in der Linken 
das Buch zum Lesen elnporhebt, und mit der Rechten das 
auf ihrem Sehuosse schlafende liind unterstützt. Dieses Blatt 
lsnnnnt von einer wenig geübten Hand, und könnte als er- 
ster Versuch des F. Vanni zu betrachten seyn, da es im 
Geschmnclae desselben gezeichnet ist. H. 6 Z. 5 11-, Br. 
4  6 L. 
2) Der heil. Franz halb am Felsen liegend mit dem Crucifixe 
in den Händen. Oben sind drei rnusicirende Engel. Un- 
ter dem rechten Beine des Heiligen: F. Vannius 1'. H. 5 Z. 
4 L., m. 4 L. 2 L. 
Vanni, Ginvanm Andrea und Gxovamu Franzesco, Ma- 
1er, werden von Titi unter die Schüler des E'rancesco Vanni ge- 
ziilnlt. Er legt ihnen die Frescen zwischen den Altüren in S. Lo- 
rcnzu fuuri le Mura zu Rum bei. Diese Angabe scheint der Be- 
StäLLiguIIg zu bedürfen. 
Vanm: Glovanni Balltlsta, Maler, Baclirer und Architekt, wurde 
 159g zu Pisa geboren, wie die Schriftsteller über die liunst jener 
Stadt behaupten, während Baldimlcei einen Florentiner in ihm 
vermnthet. Er stand unter Leitung mehrerer Meister, worunter 
 Jacnpo da Emqnli, A. Lomi, M. Rosselli und (I. Bilivcrt genannt 
werden, und dann blieb er noch sechs Jahre bei C. Alluri,i wel- 
chen Vanni in Zeichnung und Färbung glücklich nachahmte, bis er 
in Venedig und Parma 'l'izian's und Correggids VVerlte kennen ge- 
lernt hatte. Allein was anderen vielleicht zum Vortheile gereicht 
hiitte, war liir ihn zum Nachtheile. Lanzi sagt, der liiiixstler 
habe eine lYIanier angenommen, welche ihn laintlerte, irgend et- 
was Classisclies zu leisten. Selbst seine gute Färbung soll er da- 
riiber eingebiisst haben, was aulfallend ist, wenn Vanni die Werke 
Tizian's, Curreggitfs, Purmesamfs u. A. 50 m: cupirte, wie Gua- 
rienti behauptet. Unter seinen eigenen Gemiäden wird die lVIarter 
des heil. Lorenz in S. Sirnone zu Florenz oben angestellt, welche 
aber das geringere der daselbst vorhandenen Bilder ist. Vann 
smrb 1660 in Florenz. 
Eigenhändige Radirungen. 
J. B. Vanni hat mehrere Blätter radirt, welche eine sichere 
IIand, aber wenig Abwechslung zu erkennen geben. Doch ist die 
Zeichnung nicht streng, in den Köpfen und in den Extremitäten 
herrscht sogar Nachlässigkeit. Die Schatten sind durch parallele 
Striche bewirkt, ohne lireuzschralfirung. Bartsch P. gr. XX. p. 
H4 E. beschreibt 17 Blätter von ihm, und glaubt, dass damit das 
VVerli vollständig sei.. WVir tilgen ein anderes bei, welches eben- 
falls von ihm herrühren könnte. 
i 
1 
 15) Die Himmelfahrt der Maria mit dem grossen Engel- 
Chor, von Correggio in der CupPel des Domes in Parma gg- 
malt. Folge von 15 Blättern, in alten Abdrücken von WVei- 
gel auf 8 Tlll. gewerthct. 
 5) Der oberste Tlieil der Cuppelgemälcle, mit den En- 
geln, welche die Heilige in den Minimal tragen, in 3 Blät- 
tern. Auf dem Blatte, welches (lIC llllliß Partie enthält, 
steht VannPs Dedicalwun an  L. Gujcciardini von 1642, 
und weiter: Gio; Jacomo Russl le Slgalnlwa in Rom; alla Pace.
        

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