Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816953
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Valcntini , 
Pietro. 
Valentini . 
Sebastinno 
er auch die Akademie besuchte. und im Zeichnen immer griislere 
Uebung erlangte. Im folgenden Jahre portraitirte er in seine, 
Weise den Herzog von Parxna und dessen Familie, und gleiche 
Ehre wurde ihm am Hofe des Grosshcrzogs Leopold in Fluren-L 
zu Theil. Hier besuchte der Künstler auch die Alaarleniie und die 
Öffentlichen Kunstsammlungen, und fertigte Zeichnungen nach 
Gemälden und Antiken, welche er an Liebhaber verkaufte. Eng, 
lieh ging er durch Unterstützung des Grafen Pries nach Rom, um 
sich in der Oelmalerei auszubilden; allein der bald darauf erfolgte 
Tod dieses Gönner; versetzte ihn wieder in seine frühere Lagß 
Er musste zum Lebensunterhalte Bildnisse zeichnen, und solche 
in Miniatur malen, nur lturzc Zeit blieb ihm zur Ucbung in der 
Oelmalerei. Im Jahre 1732 nahni ihn Tischbein mit sich nach 
Neapel, welcher damals sein "Vasemverlt herausgab. Valentini sollte 
Mitarbeiter werden, musste aber seine Zeit mit der liaufmiinni- 
sehen Currespundenz vertragen. Er_ ging dessvvegen 179-4 Wieder 
 nach Rom zurück, wo er jetzt sein erstes Bild in Oel malte, 
Amor und Psyche vorstellcnd, Figuren in halber Lebensgriisscn 
Hierauf verliess der liünstler Rom, und wurde 1795 Hufmalei- des 
Fürsten Lippe in Detmold. Von da aus unternahm er viele lleL 
sen, auf welchen er zahlreiche Miniaturbiltlnisse malte. Nur  
rend seines Aufenthaltes in Detmold malte er Bilder in Ocl, um; 
stens mythclr) ische und biblische Darstellungen, deren sich im 
Sehlosse zu getmuld befinden. Der Abschied Heliloüs irvirtl in 
Göthds Propyläen besprochen. In den letzteren Jahren malte er 
meistens Landschaften. Starb um 1820. 
Valentmi, Pietro, Maler und Kapuziner, war um 1690 in Rom 
thätig. Er malte Bildnisse. B, Fariat stach jenes eines ungenau", 
ten Cardinals. Füssly fand angegeben, dass Valentini die liutsullo 
des Cardinals von Este auf OBlättern radirt habe, und zwar nach 
derZeielinung von, Ciru Ferri. Dieser starb 1689. Auch 11 Blätter 
mit Ornamenten hat ein Valentini radirt, entweder unser Künstler 
oder Cesare Valentino.  ' 
Valentini, GOllthüPCl, Landschaftsmaler in WVien, ein jetzt leben- 
der Künstler, welcher mit seinen YVerhen Beifall findet. Seine 
Bilder sind mit Figuren und Bauliehlteiten geziert. 
Valßlltini, SGlOElStiitIlO dB, wird seit Zani jener seltene Meister 
genannt, welchen Barlseli,_P. gr. XVI.  DWAL. VT_ 
nennt. Bartsch hält ihn für einen venetianischcn Maler von Ver- 
dienst, und bedauert, dass die. Kunstgeschichte nichts von ihin 
melde. Zani, Encieluyetlia metodiea VI. 2. p. 57, war aber so 
glücklich, ein Blatt mit einer Darstellung aus der türkischen Ge_ 
schichte aufzufinden, welches bestättiget, dass der Iiiinstler aus 
Udine stamme, und Sebastianus de Valentinis oder Seb. Valemini 
heisse. Er verspricht in der Classe III. dieses Blatt niiher zu be- 
schreiben. Der vollständige Name auf dem Blatte Nr. 1. lleisst 
demnach: Sehastiano De Valentinis, und der Zusatz VT, auf 
Nr. 2. bedeutet Utinensis. Graf IYIaniagu, storia delle belle anti 
friulane, Udine 1825, weiss indessen nichts von einem liiinstler die- 
5c! Namens, es müsste denn Sebastianu Martini da Udine (s. Uiline) 
darunter zu verstehen seyn. Der Familienname des Meisters ist 
unbekannt; Seb. lVlar-tini nennt er sich nach seinem Vater lYIar- 
IiIIO da Udlnß- Dieser Sebastiano Martini scheint 1572 schon in 
höherem Mannesalter gestanden zu haben, und sumit dürfte er 
nicht jünger seyn, als der Vcrlertiger der folgenden Blätter.
        

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