Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816829
Valdes , 
Juan 
Don 
Valdes , 
J uan 
313 
genannt von Cordova, Ubedannd Baeza. In der Cathedrale zu 
Jacn sind vier Basreliefs von ihm, welche die Geburt Christi, die 
Epiphania, die Beschneidung und die Darstellung im Tempel vor- 
stellen. Hierauf wurde er zum Hauptmeister dieser Kirche ernannt, 
als welcher er alle rüsseren plastischen Werke derselben ausführte. 
Die prachtvolle Saiisristei der Cathedrale liefert einen Beweis sei- 
ner Iiunst in der Architektur, worin sich aber bereits ein gros- 
ser Hang zur Ueberladung ausspricht. Sein Sohn Andreas führte 
den Bau fort, wie wir im Artikel desselben angegeben haben. Dann 
fertigte Pedro auch den Plan zum Hospital und der Iiirche Sant- 
jago in Ubeda, welches der Erzbischof Don Diego de los Cobos 
von Jaen bauen liess. lm Jahre 1505 wurde der Grundstein ge- 
legt, und bald darauf starb der Meister, so dass seinem Sohne 
die Leitung des Baues anvertraut wurde. 
Don Antonio Ponz setzt diesen Künstler an Verdienst dem 
Bcruguete gleich. Er findet in den plastischen Werken Pedro's 
eine vollkommene lrienntniss der Anatomie, Grossartigkeit der For- 
men und der Charaktere. Auch in der Architektur ertheilt er bei- 
den gleiches Lob. Ponz legt aber dem Beruguete ein Bauwerk 
bei. welches C. Bermudez, Diccionario hist. V. 102, unserm Künst- 
ler vindicirt, nämlich die Casa de Ayuntamiento in Sevilla, eines 
der schönsten und reichten Gebäude des Benaissancc-Styles in 
Spanien. Beruguete starb 1561, in demselben Jahre, als der Bau des 
Bathhauses in Sevilla begann, und 1565 stand es vollendet da, so 
dass Valdelvira jetzt auch Musse gefunden haben kann, den Plan zum 
Spital und der Iiirclie in Ubeda auszuarbeiten. Der Bischof von 
Jaen hatte schon 1560 die Gründung beschlossen, und vielleicht 
wurde der Bau nur desswegen bis 1505 hinausgeschoben, weil der 
Künstler in Sevilla heschäftiget war. Die Facade ist mit Pilastern. 
Architraven und Friesen geziert, und die grottesken Ornamente 
sind so fein ausgearbeitet, als wären sie von Wachs. Dazwischen 
sind Medaillons mit Büsten, und die Balkone sind von Caryatiden 
getragen. Alles zeigt von einem cigenthümlichen Geschmack, der 
sich HI grussem lieichthum ausspricht, sowohl Aussen, als im 
Inneren. 
Ponz verinuthet auch, dass Valdelvira einalt habe. Er sah in 
Ubeda und zu Baeza Gemälde, welche in ärormen und Charakte- 
ren an die Sculpturen des Iiünstlcrs_erin11ern. Im Jahrhunderte 
desselben waren allerdings mehrere Bildhauer und Baumeister zu- 
gleich auch Maler. 
Ausser Andreas de Valdelvira hatte Pedro auch noch andere 
Sühne, welche seine Gehülfen waren. Francisco und Cristoval ar- 
beiten am Ayuntamiento-Gebiiude in Sevilla. Alles zeigt. da von 
geschickten Händen. Ein Architekt, Namens Alonso de Valdelvira 
schrieb nUn libro de cortes de piedravs aus welchem Juan de Tor- 
rijos vieles entnahm. Milizia ist über das Streben dieses Meisters 
nicht im lilaren, C. Bermudez l. c. kennt ihn näher- 
Villdßä, D00 Juan de, Iiumstliebhaber in MadriQ, bekleidete um 
1630 die Stelle eines Minislru de! consejo de Hacxenda. Er malte 
einige gute Bilder. 
I 
Valdes, Juan de, Iiupferstecher und Sohn des Lucas de Valdcs, 
war um 1750-V-40 in Sevilla thätig. Er stach verschiedene An- 
dachtshlälter und Büchcrtitel. Sie sind. mil dem Grahstichel aus- 
geführt, und nicht ohne Verdienst.
        

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