Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816780
Valckenburg. 
Egid v. 
Vaickenburg, 
Heinr. v. 
309 
annahm, welcher ihn mit der Technik der Malerei bekannt machte. 
Hierauf fand Valckenbnrg bei Jan Weenix Zutritt, und dieser 
Meister hatte auf seine weitere Richtung den entschiedensten Ein- 
fluss, indem Valckenburg, wie dieser, in Darstellung wilder und 
"zahmer Thiere excellirte. Seine Bilder, welche todtes Wildpret 
und Vögel vorstellen, wurden sehr gesucht, und.stehen noch im- 
mer in guten Preisen. Ueberdiess malte er schöne Bildnisse. 
Valckenburg wollte 1696 nach Italien reisen, blieb aber in 
Deutschland einige Zeit beim Baron von Knobel, nachmaligen 
Bischof von Eicbstädt. Dann malte ei- in Wien einige Bilder für 
den Fürsten von Lichtenstein. Später kehrte er wieder in das Va- 
terland zurück, und schlug selbst den vortheilhaliesten Ruf ins 
Ausland aus. So bot ihm der Prinz Ludwig von Baden vergeblich 
einen Gehalt von 20:0 Tbalern an. Der Künstler arbeitete damals 
für Wilhelm 111. von England. Nach dem Tode des Königs sullte 
er als Hulinaler nach Berlin gehen, zog es aber vor, in der Hei- 
math zu bleiben. Doch zuletzt quälte ihn seine Frau in dem Grade, 
dass er in Surinam eine Zuflucht suchte; allein das Clima zwang 
ihn nach zwei Jahren zur Heimkehr. Jetzt malte er nur mehr 
Bildnisse. P. van Gunst stach jenes des Arztes B. Nieuwentydfs, 
und J. Huubracken ein solches des Malers J. Goeree. Im Jahre 
1721 starb er. Descaxnps und van Goul erzählen mehr aus sei- 
nem Leben. 
Valckenburg , 
Egid 
van: 
Valckcnburg. 
Gilles v. 
Valcllenburg, Frlßtlflßh W111, Maler von Mecheln, war Schüler 
seines Vaters Lucas, und hatte als Künstler Ruf. Er malte histo- 
rische Darstellungen, Genrebilder und Landschaften. In der Gal- 
lerie zu Wien ist eine Dorlliirchweih mit vielen kleinen Figuren 
und der Jahrzahl 1595, und ein zweites Bild stellt einen Jahr- 
markt in einer Stadt dar, 1591 gemalt. Später begab sich der 
Künstler nach Nürnberg. Hier malte er 1612 die Ehrenpfurte, wel- 
che bei der Ankunft des Kaisers, Malhias errichtet wurde. P. Isel- 
burg hat sie nachher in Kupfer gestochen. Valclienburg starb zu 
Nürnberg 1625, wie Duppelmayer sagt. 
G. F. (Fenitzer) hat sein Bildniss geschabt. 
Valckenbnrg, Gllles van, Maler, wahrscheinlich Sohn von Lu- 
cas oder Martin v. Valckenbnrg, machte sich durch historische Bil- 
der bekannt, die aber selten zu seyn scheinen. In der Gallerie 
zu Salzclahlen war ein kleines Bild, welches das Heer des Sena- 
cherib vom Engel geschlagen vorstellt. Grösser ist ein Zwßitßi 
Gemälde, welches den Brand von Troja zeigt, wahrscheinlich Co- 
pie nach Martin v. Valckenburg. 
Valckenburg, Heinrich VOII, Maler von Augsburg. mndlite seine 
 Studien in Venedig unter A. Vassilachi, und scheint dagelbst län- 
gere Zeit gelebt zu haben. Er schickte mehrere Bilder dieses 1629 
verstorbenen Meisters nach Deutschland, welche theuer bezahlt 
wurden. Vassilachi vermachte ihm Zeichnungen, deren sich dann 
der liiinstler bei seinen Gemälden bediente. In Augsburg fand 
man ehedem viele Bilder von ihm. Andere gingen in das Aus- 
land, da der Künstler grussen Ruf enuss. Ridolfi Setzt seine Blü- 
thezeit um 1628. er lebte aber noCE 1635 in Augsburg. Zur hol- 
ländischen Familie der Valckenburg scheint er nicht zu gehören-
        

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