Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816372
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Utrecht, 
Constantia 
Utrecht, 
Chr. 
lalld gingen sie, da solche Darstellungen zum Modeartikel wur- 
den. Gegenwärtig sind diese Bilder nicht mehr häufig zu finden, 
In der Gallerie zu Cupenhagen ist ein grosseä Fruchtstück mit 
 lebendigen Vögeln und Insekten. In derGallei-ie zu Cassel sich: 
man eine seiner Küchen, und in jener zu Dresden ein grusseg 
Gemälde mit einem Tische, auf welchem ein Iiorb mit ldriieh- 
ten, eine Pastete, ein Iiäse und ein gesottener ägrosser Htllll- 
mer zu sehen sind. Auf dem Boden liegen musiha ische Instrn_ 
lllenie und Notenbiieher, und dabei ist eine liatze und ein Hund, 
Im Museum zu Gent ist eine Fischhändlers Bude. 
A. van Utrecht starb 1651. J. Meissens malte sein Bildniss, 
und C. Waumans hat es gestochen. 
Ulifßßllll, Constantia van, Blumenmalerin, wird von Guarienii 
11-150 erwähnt. Nach der Behauptung dieses Schriftstellers sind 
ihre Bilder naturgetreu, und sie erwarben der Iiiinstlerin Allsg- 
lien. Er behauptet ein solches in Lissabon gesehen zu hahen_ 
Graf A. Raczynski (Les arts en Portugal. Paris 1846) land liei- 
nes vor.  
Utrecht, Christoph von, Maler, wurde nach Pulomino (Museo 
pietorico 1655) 1498 in Holland geboren. Dieser Schriftsteller- 
gibt uns zuerst Nachricht über ihn, da er ChristoplVs Spur in 
Madrid fand, wohin er den Antonio Moro begleitete. DemPalm 
mino schrieben Ci. Bermudez (Diceionario hist. Madrid 1800), dann 
Taborcla (Regras. da arte da pintura. Lisboa 1816) und Cyrillu 
Volkmar Machado (Collegäo de memorias relat. as vidas des pin- 
tores. Lisboa 1825) nach. Diese Schriftsteller sagen, Christoph 
sei Antonio Moro's Schiller gewesen, ohne zu. bedenken, dass 
letzterer 14  20 Jahre jünger war, als unser Kunstler. Die 
früheren holländischen Schriftsteller haben keine Kunde von ihm, 
woraus man sehliessen könnte, dass Christoph schon früh das Va- 
terland verlassen habe. Palomino weiss aber nicht, ivann er nach 
Spanien gekommen, und wie lange er in diesem Lande gelebt 
habe. Einige nehmenjedoeh an, dass Ch. von Utrecht 1552 mit dem 
portugisisehen Gesandten nach Lissabon gegangen sei, wo 11m 
König Johann III. in seine Dienste nahm; allein der liunstlur 
scheint früher nach Portugal gekommen zu seyn, und man bringt 
ihn wahrscheinlich ohne Grund mit Antonio lVloi-o zusammen, 
Letzterer wurde von der Iiönigin von Ungarn nach Lissabon ge- 
schickt, wo er 1552 für diese Fürstin das Bildniss des Königs 
Johann III. malte, wofür ihm nach einem Docnniente des k. Ar- 
ehives, auf welches Graf A. Baczynski (Les arts eii Portugal. PQ- 
ris 1346 p. 255) aufmerksam macht, 200000 Reis bezahlt wurden. 
Darauf stützt sich wahrscheinlich die Anääibe, dass Christoph 1552 
mit dem Maler A- Moro nach Lissabon ge ommen sei. Cyrillo I. c_ 
ä- 65 kommt aber sicher der Wahrheit näher, wenn er sagt, der 
'iinstler sei gegen die Mitte des Q6. Jahrhunderts an den portu- 
gigischen Hof gekommen, sei es mit Moro , oder wie andere wol- 
len, mit einem Gesandten. Damit stimmt auch Palomino's An_ 
gabe, dass Ch. von Utrecht 1550 vom Könige zum Ritter des 
Ghristusorclens ernannt worden sei. Guarienti (Abecedario pitto- 
rico cPQi-lanili p. 154), welcher von 1733  56 in Portugal war, 
üllßlimit unserm Iiunstler nicht ins Klare kam, weiss auch von 
dlßSem Ritterschlag, bestimmt aber die Zeit nicht. Er beruft sieh 
auf ein authentisches Document im Archive des Marchese (POrisol 
(de Luiirioal), in welchem auch bemerkt ist, dass der Honig dein 
Iiiinstler eine Präbende von jährlich 150,0 Ducaten gab. Guarienti
        

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