Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816267
Urbain , 
Uarie 
Anne 
de 
uns 
Urbani , 
Andrea. 
257 
wo der Künstler das dreifache Amt eines Ober-Architekten, eines 
Münzgraveurs und eines Inspektors über die päpstliche Münze 
versah. Er fertigte in Horn mehrere Miinzstempel, wie zu den 
schönen Scudi der Päpste lnnocenz XL, Alexander VIIL, Innn. 
cenz XII. und Clemens XI. Die Cardiniile Albergati und Ottoboni 
ertheilten ihm den Auftrag zur Anfertigung von Medaillen mit 
den Bildnissen der Päpste, welche sich aber nur auf 17 Stücke 
belaufen, indem der Künstler 1705 vom Herzoge Leopold von 
Lothringen nach Nancy berufen wurde. Er bekleidete unter die- 
sem Fürsten und seinem Nachfolger die Stelle eines ersten Me- 
dailleurs, so wie jene eines Ober-Architekten. Er fertigte noch 
mehrere schöne Schau-Münzen, deren man im Ganzen M0 
von ihm zählt. Ausser den päpstlichen Medaillen verdankt man 
ihm eine Folge der Herzoge von Lothringen, eini e Schaumün- 
zen auf das Haus Orleans, für Speier, die Churpfaäz, für einige 
italienische Fürsten, Cardinäle u. s. w. Dann fertigte er auch 
Medaillen auf Gelehrte und andere ausgezeichnete Männer. Auf 
seinen Geprägen stehen die Buchstaben F. D. S. V., S. V. O2. 
Ueberdiess lieferte er Pläne zu Kirchen und anderen Gebäuden, we 9 
che in Lothringen errichtet wurden. Im Jahre 1755 ernannte ihn 
Papst Clemens XII. zum Ritter des Christusordens, und 1738 starb 
der Künstler. Er war in Nancy 35 Jahre thätig, noch wenige 
Tage vor seinem Tode. 
In der Sammlung berühmter Medailleurs. Nürnberg 1778, sind 
Nachrichten über diesen Meister, aus einer eigenen Denkschrift: 
Die vornehmsten Lebensumstiinde des wegen seiner Kunst im Gra- 
viren hochberühmten Ritters F. de St. Urbain von F. E. (Exter  
Nürnberg 1770. S. Thomassin stach nach ihm das Bildnis; des 
Herzogs Leopold von Lothringen. 
Urbaln: Mama Anne de Samt, die Tochter des Obigen, bos- 
sirte ähnliche Bildnisse in Wachs, und war nicht minder im Stem- 
pelschneiden erfahren. Sie fertigte Denluniinzen auf den Kanzler 
de la Garlaizicre, auf den Maler Charles von Naucy, auf den 
König Stanislaus (1755) etc. Im Jahre 1757 ging sie mit ihrem 
Bruder C. A. de St. Urbain nach Wien, wo sie dem Kaiser ein 
Medaillun mit dessen Bildniss überreichte. Man liest auf ihren 
Gepriigen die Buchstaben M.  l_)iese Künstlerin war die 
Gattin des Capitaine I-I. de Vaultnn, mit welchem sie noch 176g 
in Nancy lebte. 
Urban , Anton , 
Schwaben.  
Miniaturmaler , 
lebte 
um 
1750 
Gmünd 
Urban, Architekt und Jesuit, hatte in der ersten Hälfte des 18. Jahr- 
hunderls Ruf. Er baute die Spitalkirche zu Düsseldorf, welche 
J. G. Bergmüllcr in Fresco ausmglte. 
Urbani, soll sich der Verfertiger einer Deukmünze 
von Spanien nennen. Es könnte darunter F. de 
verstehen" seyn. 
auf Phili p V. 
St. Urbagn zu 
Urbani, Andrea , Maler von Venedig, blühte um 1750  60. E: 
hatte als Ornamenteqmaler Ruf. Bossctti sagt, er habe neben an- 
deren das Haus Bnrrmi zu Padua verziert. päter malte er in Ve- 
nedig Theatcrdecoratiuxxen, und um 1750 war er in St. Petersburg 
thätig. 
Naglefs Künstler-Lax. Bd. XIX. 17
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.