Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816234
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Unterberger, 
NU 
Unteutsch . 
Friedrich- 
und der Bruder des Malers Franz Unterberger. Michel Angelu 
besuchte in Cavalese die Schule des J. von Alberti, und ing dann 
nach Venedig, um unter Piazetta sich weiter auszubiilen. Die 
Werke aus, jener Zeit, und auch einige. welche er in Passau aus- 
führte, sind in der Weise Piazettaß behandelt, endlich aber schlug 
er eine andere Richtung ein, .su dass er zwischen der dainali- 
gen deutschen und italienischen Manier die lYIitte hielt. Er fand 
mit seinen Gemälden grossen Beifall, da sie alle Eigenschaften be- 
sitzen, welche zu seiner Zeit geschätzt wurden. Er hatte eine hlü- 
hende Färbung, die aber ins Bunte ausartet. Dann liebte er 
auch eine reiche Draperie, um seinen Gestalten ein grossartigus 
Ansehen zu geben. Als besonders reizend wurde sein Helldunlsel 
befunden, welches noch immer schimmerd erscheint. In der Tecli- 
nik stand er keinem der damaligen deutschen Meister nach, doch 
gehört er nicht zu den Schnellmalern, indem seine Bilder mit grus- 
sein Fleisse behandelt sind, besonders die kleineren.  
Unterberger lebte längere Zeit in Passau, wo er vieles für 
Klöster malte. Im Jahre 1738 begab er sich nach Wien, wo er 
init seinem Gemälde, welches die Verstossung der Hager vorstellt, 
den ersten Preis gewann. Nach dem Tode van Schuppeifs wurde 
fest esetzt, dass die Akademie durch einen von 5 zu 5 Jahren zu 
wiihiienclen Rector geleitet werden sollte, und von 1751 an wech- 
selte Unterberger mit Paul Truger im Direktoratc. Im Jahre 1754. 
nach Ablauf seiner ersten Periode, überreichte er der Altademic 
einen Engelsturz, welcher im Rathssaale der Akademie aufgestellt 
wurde, und durch den Stich von J. C. Schwab bekannt ist. Für 
den Hochaltar der Barnabitenkirchc zu Wien malte er den Erz- 
engel Michael, welcher zu den bessten Werken des Künstlers ge- 
hört. Auch der Tod der Maria aufdem Hochaltarc des Domes zu 
Brixen, die Heiligen Joseph und Theresia in der Iiirche zuÄViltau 
und die Legende vom hl. Rosenliranze mit St. Dominicus und The_ 
resia, ehedem bei den Duininikaxiern in Bozen, jetzt in der Hir- 
ehc zu Iialtern, gehören zu den Hauptwerken des Meisters. zu 
Cavalese findet man in Hiiuscril mehrere kleine Bilder, die sehr 
geschätzt sind. Im Ferdinandeiun zu Innsbruck sind zwei Bilder 
von ihm: der Tod des Adonis, und Diana bei Endymion. Im 
Sammler für Tirol III. 2. findet man Nachrichten über die Familie 
Unterherger. 
Ünterberger, N-, Maler, der Sohn des Christoph Unterberger. 
wurde 1730 geboren, u_nd nach dem Tode des Vaters _von V. Ca- 
nmccini in Rom unterrxchtet. Er lebt noch gegenwärtxg in Rom. 
als Custos einer Sammlung. 
Unterleitner, Josgph, Maler und Bildhauer, lebte um 1156m 
Freising, wo erafuv _Iiirchen arbeitete. Brulliot kennt historische 
Zeichnungen, die mit J. V. bezeichnet sind. 
Unterstainer, Johann Baptlßli, Maler zu Männchen, war Schü- 
1er von Andreas Wolf. Er malte historische und biblische Dar- 
Stellungen, meistens für Kirchen und Klöster. J. G. Wolfgang 
stach nach einem Iiünstler dieses Namens ein Bild des heil. Bem, 
in allegorischer Auffassung, gr. fol. Von J. A. Friedrich haben 
wir ein anderes Blatt, diev von der Dreieinigkeit gekrönte heil. 
Jungfrau darstellend, 4. G. Amling stach die Kreuzigung des lil. 
Andreas , gr. fol. 
T1 
Vnteutsch , 
Friedrich , 
Kunsttischier , 
war 
um 
1659 
in Frankfurt
        

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