Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816103
Unger , 
Christ. 
Fri e rlr. 
Unger , 
Georg 
Christ. 
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zu Fuss nach Paris. Hier fand er bei der Ausschmückung des 
Louvre, des Palastes des gesetzgebenden Corps u. s. w. unterge- 
ordnete Arbeiten, man nannte ihn aber noch immer einen geschick- 
ten Künstler. Im Jahre 18H kehrte der Arme wieder zu Fug: 
nach Berlin zurück. Vielleicht ist er der Vater unsers Christian 
Enger. 
Unger, Chyistian Friedrich, Maler, geb. zu Schneeberg 1197. 
machte seme _Studieu an der Akademie in Leipzig, und trat da- 
selbst als auslibcnder Künstler auf. Er malt Bildnisse und Genre- 
bilder. 
Unger, (lhrlstiansVVilhelm Jakob, gewöhnlich Wilhelm Ün- 
ger, Maler unil liupferstecher, wurde 1775 zu liirchlothhcim im 
Grossherzogthum Darmstadt geboren, und von seinen Oheimen 
Johann Heinrich und Heinrich Wilhelm Tischbein in Cassel unter- 
richtet. Hierauf wurde er Hofmaler des Fürsten von Waldeck in 
Arolsen, verliess aber nach einiger Zeit diese Dienste, und begab 
sieh nach Paris, wo er noch 1815 lebte. Später arbeitete der Künst- 
ler einige Jahre in Hamburg, und zuletzt in Neustrelitz. Er malte 
Bildnisse in Oel und Miniatur, welche sich durch grosse Aehn- 
lichlieit und schöne Behandlung auszeichnen. F. Ruscheweyh stach 
1854 nach seinem Gemälde das Bildniss des grossherzoglich Meck- 
lenburg-Strelitischen Staatsxninisters A. von Oertzen, fol. 
Unger radirte einige Blätter, und führte sie mit dem Grabsti- 
chel weiter aus. Auch in der Lithographie leistete er Gutes. 
1) Das Bildniss des Dichters Johann Heinrich Üoss, nach Tisch- 
bein lithographirt 1826, fol. 
2) Das berühmte Potteüsche Thierdrama in der Gallerie zu 
Cassel. den von den Thieren eingefangenen Jäger vorstel- 
lend. Sie bringen ihn mit seinem Pferde und seinen Hun- 
den vor den Löwen zur Bestrafung. Badirt und gestochen 
1804. Schmal gr. qu. roy. fol.  
3) Eine liegende Iiuh nach rechts, gut radirt, qu. 12. 
4) Ein Eber. von vier Hunden angefallen, nach P. Potter 11ml 
schön radirte Copie nach M. de Bye's Blatt. Ungcr fec., 
qu. 8.  
Unger, DaVid, Iiupferstecher, arbeitete in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrhunderts. Er stach Bildnisse, deren mit den Buchstaben 
D. V. bezeichnet sind. 
Unger, G3, Bildhauer zu Berlin, wahrscheinlich der Bruder des 
Christian Unger, war um 1800 thätig. Er führte den Beinamen 
des Jüngeren. Es finden sich Büsten von ihm. 
Ünger, Gßürg, Architekt, war Ilatlxsbaumcister m Nürnberg-jährte 
aber den Titel eines Steimnetzen. Er baute 1552 die grossexl run. 
den Thürme am Frauen-, Spittlcw, Laufer- und neuem Thor, wie 
die Gundlingisclme Chvunik mittheilt. Smrb 155g- 
Ungar , Georg Qhrxstlan, Architekt, geb. zu Bßireullx 1745, he- 
gann daselbst sexne Studien unter Ineitung des Ilaupunanns von 
Gontard, und wurde 1765 als Baualnts-Cvllllllktßu1' in Potsdam an- 
gestellt. Später zum la. Baninspelstor ernannt fand er Gelegenheit, 
auf mannigfaltige VVOISO seln Talent geltend zu machen. In Pots- 
dam haute er nxehrere Häuser, und auch das Galleriegebäude 1-1311- 
Naglerk Künstler-Lax. Bd. XIX. 16
        

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