Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1816092
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Unfried , 
Scultetus 
VOR. 
Ulger n 
Christian. 
Unfrled: Scuhßtus V03; Architekt. machte seine Studien in Ber- 
lin, und gin dann als Pensionär des Königs von Preussen zu;- 
" weiteren Ausäildung nach Italien und Frankreich. Nach seiner 
Rückkehr wurde er Inspektor über die k. Bauten. Um 1706 baute 
 er die Tragheimer Kirche in Königsberg. Die evangelische Schluss- 
kirche daselbst zierte er aus. Der Altar, die Kanzel, der lsönig- 
liche Stuhl sind Muster des Roccocostyles.  
Ungaretto, Paolo , 
' Cosmas Piazza. 
der Familienname 
des 
und 
Malers  
Kapuziners 
Ungarn, Michele, Bildhauer, wird in D. MartineIlPs Ritratto d; 
Venezia erwähnt, ohne Zeitbestiunnung. In St. Pietro di Castellu 
zu Venedig sind acht Statuen und Ornamente in Marmor von 
ihm. 
Ungelter, Christoph, Medailleur, arbeitete Anfangs in Augsburg, 
imd kam dann nach Berlin, wo er 1688 zum Münzrath und zum 
Inspektor der k. Münze ernannt wuree. Im Jahre 1691 musste 
er dem Medailleur Falzen seine Stelle überlassen," undx starb 1691 
Wir haben von diesem Ungelter eine Denkmunze auf die Ge- 
hurt des kaiserlichen Prinzen Joseph 1678- 
Unger, Garl, Bildhauer, geb. zu Berlin 1779, genoss daselbst den 
Unterricht Sehadovfs, und arbeitete einige Zeit im Atelier dessel- 
ben. Später liess er sich in Breslau nieder, wo er den Ruf eine; 
geschickten Künstlers gründete. Er fertigte mehrere ähnliche Pur- 
traitbüsten, neben anderen 1802 jene des Staatsministers Grafen 
von Hoym für die Universität in Breslau. Nach Fiisslffs Bemer. 
kung behandelte Unger seine Büsten im antiken Style, und wusste 
die grösste Aehnlichkeit hineinzulegeu. Starb zu Berlin 1313. 
Unger, Christian, Bildhauer von Berlin, machte seine Studien 
unter Tassagft, und genoss _auch noch den Unterricht ScliaclQw,s_ 
Er machte sich durch zahlreiche drbeiten bekannt, sowohl in Gyips 
als in Marmor. Darunter sind viele Portraitbüsten, wie jene des 
Königs Friedrich II. , welche _er aber nach einem älteren Vorbilde 
behandelte. Im Jahre 1806 führte er eine solche in Marmor aus. 
Dann fertigte er auch die Büsten der Könige Friedrich Wilhelm 
II. und IIl. in Marmor, sowie jene der Königin und der Prin- 
zen des Hauses. Ueberdiess finden sich kleine und grössere my_ 
thologische Figuren und Gruppen von ihin. _Ume'r letzteren er, 
wähnen wir Abraham und lsaae auf Moria in Marmor. Dann 
behandelte er auch mythologische Stoffe 111 Basreliefia. Eine I-Ioqlb 
zeitfeier des Amor findet sich in lVIarmor. Ein grosses Werk die_ 
ser Art ist das 26 F. lange Basrelief der vorderen Fronte der Ar- 
tika des Brandenburger Thores, welches er mit Boy nach der Zeich- 
mmg B, Piode's ausführte.  
Unger wurde 1804 k- Blldhallßr, und starb zu Berlin 1827. 
Füssly erwähnt auch eines Bildhauers Unger, der 1775 Mit- 
glied der Akademie in Leipzig war, und früher durch einen nach 
einer Gemme gearbeiteten Herkuleskopf sich Ruf erwarb. Diese; 
Künstler, welcher mit dem obigen nicht Eine Person seyn kann , 
war 1782 in Berlin thätig, wo seine Arbeiten Lob erhielten, ob- 
gleich man bemerkte, dass es seinen Figuren an Hoheit und Adel 
fehle. Er führte in Saussouey mehrere Werke aus, und wanderte 
1309 in Folge eines lYlangel an Arbeit als fast 70 jähriger Greis
        

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