Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1815916
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Uliviera. 
Ulm , 
Jacob 
VOD. 
Bildniss des Künstlers, und gestochen für die Serie de Ritratti dei 
nomini illpstri etc. Im Jahre 1704. starb der liünstlcr.  
Der Tod des Propheten Elisa im liloster del Carrnine ist von 
C. -Vascellini für M. LastrPs Etruria pittrice. CXIII. gßst- qu. ful. 
Cechi stach nach ihm zwei Darstellungen aus der Legend; des 
heil. Martin, lal. fol. C. Mognlli stach das Bild des heil Pere- 
grinus.  
Ulivicra , 
Olivieri- 
Ulloa, A. 8., nennt Füssly einen spanischen Iiupferstecher, der um 
1740 lebte. 
Die Madonna mit dem Iiinde, wie sie in der rechten einen 
Anker, und in der Linken einen Zweig mit drei Ilosen hält. lYlim- 
telmiissiges Blatt, kl. 8. 
Ullrich, 
Ulrich. 
Ulm, HÜUS VÜn; s. Hans Felber. Unter diesemNannen erscheinen 
zwei Architekten des 15ten Jahrhunderts. Fiurillo V. 515. 551 
nennt sie unter dqm Namen Hans von Ulm. 
Ulm, JaCOb VOU, Glasmaler, erwarb sich im 15ten Jahrhunderte 
 den Ruf eines grossen Künstlers und eines Heiligen. Sein Leben 
vmrde aber erst in der neueren Zeit genauer bekannt, indem ihn 
Leo XII; 1825 canonisirte. Diese Nachrichten wurden aus der 
Chronik des Frate Ambrogino da Soncino geschöpft, des Schülers 
und-mehrjährigen.Gehiilfen unsers beato Giaeomo da Ulme, wie 
die Italiener ihn nennen. Sein Vater 'I'heodorich war Iiaufniann 
in Ulm, wo auch Jacob 1407 geboren wurde. Er hatte besondere 
Anlage zur Mechanik, und befasste sich wahrscheinlich auch schon 
früh mit der Technik der Glasmalerei, so dass er schon vor m; 
ner 1452 erfolgten Reise nach Italien mit der [iiunst sich beschäf. 
tiget haben könnte. Aeltere Nachrichten sagen, sein frommer Sinn 
habe ihn nach llum gezogen, um am Grabe des Apostelfiirsten zu 
beten und zu weinen. Allein der Künstler entbehrte in Italien der 
Unterstützung, und sah sich zuletzt genöthiget, im Heere des liö- 
nigs Alfons von Aragonien Iiriegsdienste zu nehmen. Nach vier 
Jahren nahm ihn ein Bürger von Capua auf, und endlich gedachte 
er wieder in die Heimath zurückzukehren. Er nahm seinen Weg 
nach Bologna, hier aber empfing er das Gewand des heil. Domi- 
Hirns, und weihte sich von seinem 54. Jahre an dem Dienste der 
Kirche und der Kunst. Als Wanderer, Krieger und Mönch von 
dem unbescholtensten Wandel starb er den H. Oktober 1491 im 
Rufe der Heiligkeit. Ueber ihn als Mönch handelt Melloni in den 
Atti dei Santi Bolognesi, und Leandro Alberti in seinen E10- 
giis der Prediger Ordensrnänner. Fur uns ist er als Künstler 
von Bedeutung. Marchesi (Memoire dei piu insigni pittori etc, 
Domenicaui. Firenze 3845 1- 405) gibt darüber Aufschluss. 
 Die älteste Naßhrlßht über seine Werke ist von 1465, und 
 findet sich in einer Handschrift aus dem Kloster S. Domenico, 
jetzt im Archive zu Bologna. Darin sind die Iiosten des Baues 
 und der Aussclimiickung der Iiirche S. Domenico bemqkt. Bru- 
der Jakßb malte 1465 die Fenster der Kirche, und dann jene der 
Libreria, welche 146? bereits in Arbeit waren. Im folgenden Jahre 
erhielt Michele für die Zeichnung zum Iiappfenster B. (bolognini?) 
 sediei, so dass also der Künstler nach fremden Zeichnungen er-
        

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