Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1815758
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Udine , 
Giovanni 
rung, so dass Rieamatnre nicht "mehr an die Abreise denken 
konnte. Jm Jahre 1560 machte er, noch gesund an liürper und 
Geist, sein Testament, und verfügte über sein Vermögen. Seine 
irdischen Ueberreste sollten in S. Lucia zu Udine ruhen, wu die 
Iiinder seiner zweiten Ehe begraben lagen (Maniagu, Doc. XCIX), 
Im_ Testamente gedenkt er nur seines ältesten Sohnes liafel, wg]- 
cher Cauonicus in Cividale war. Hierauf begab er sich nach Rom, 
wo ihm der Papst den Auftrag ertheilte, die bereits beschädigte" 
Malereien in den vatikanischen Loggien zu restauriren. Von liunl 
schickte er sein Bildniss nach Udine, der Meister selbst aber kam 
nicht mehr zurück. Er starb in Rom 1554, und Würde im Pan- 
theon begraben, da wo auch die Gebeine des unsterblichen lis- 
fael ruhen. Sein Todesjahr bestimmt Vasari. Sicher ist, dass die 
Witlwe des Meisters bei der am 50. März 1566 erfolgten Eriiß". 
nung des Testaments bereits mit Bernardino Amadeo wieder ver- 
heirathet war. Mania o, Doc. CXV. 
Vasari gibt das Bädniss dieses Meisters, dann iinden wir es 
auch bei Sandrart I. tav.2., in der florentinischen Serie de ritratii 
V. 185, bei d'Argensville I. 129, bei Bullart I. 405-, bei Bottari 
III. 45., und einzeln von Baron gestochen. 
Stiche nach Werken dieses Meisters. 
Die Bundeslacle durch den Jordan getragen, reiche COmpuSL 
tion, wahrscheinlich von G. da Udine, in 4 Blätter von C. B0); 
1547, s. r. qu. fol. 
Die heil. Jun Frau mit dem Kinde auf Wolken von Engeln 
umgeben. Angeblich nach einer Zeichnung NannP s rüdirt, 
Ohne Namen, 3.  
Die Arabcskcn und Figuren in den vatikanischen Loggien 
ausgeführt, unter dem Titel: Parerga atque ornamenta, ex liaphae_ 
lis Sanctii prototypis, a J. Nannio Utinensi in Vaticani Palatii 
Xystis partim opere äilastico partiin colonbus expressa, 45 Blätter 
von P. S. Bartoli ra irt. Mit Dedication an den Cardinal Camillo 
Borghese, qu. fol. 
Die Folge der Arabesken, 20 Blätter von Agostino Veneziam, 
(2 von Jacopo Francia). A. Salamanea exc., kl. fol. 
Neuere Stiche nach diesen Ornamenten sind von Gio. Oma- 
viani. S. den Artikel desselben, und noch mehrere andere s. R3- 
fael Santi, XIV. 451. 
 Fries mit Cupido und einer Sirene, gest. von A. Venezianm 
Ant. Sal. exc. Bartsch XV. p. 53g. 
Arabeske, Ant. Sal. exc. Bartsch XV. 55. 56. Nr. i. 2. 
Spielende Amoretten,_ nach Rafael und Giov. da Ucline, gesh 
vom Meister mit dem Würfel. Bartsch 27. 
Zwei Blätter mit Grotesken, nach Zeichnungen radirt von 
Caylus, fiir CrozaPs Recueil. 
Die schönen Laub- und Fruchtgewinde im Saale mit der Fa. 
bel4der Psyche in der Farnesina. Die Stiche s. Rafael Santi, XIV_ 
S. 55. 
Ein Vogel mit einem Fisehknochen auf dem Baumaste, nach 
einer Federzeichnung aus dem Cabinet Howard von C. Knapton 
im Umriss gestochen, 1756! fül- 
Udme, Giovanni Martin! da, Male,- von Udine, war der Sohn 
eines Malers Martinas, und wird in den Registern der alten Bru- 
dersclxaft des heil. Christoph von 150i - 1519 immer nach diesem 
genannt (Giovanni dipinture üglio di Martina). Im Jahre 1521 
war dieser ältere Martina da Udine berexts todt, denn Graf M3.
        

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