Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1815216
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Turanow. 
Tun-chi , 
Algssandro. 
TlllV-ÄUÜW; Maler zu St. Petersburg, ein jetzt lebender Künstler, ist 
durch trejfliche Portraite bekannt. E: hatte schon um 1357 ent- 
schiedenen Ruf. In einer unserer Quellen heisst der Künstler 
 Tyranow. 
Turbido , 
Torhido. 
Turcatty,  Maler zu Paris, ein jetzt lebender Künstler, 
ist durch Landschaften und Genrebilder bekannt. Seine Scenen 
erscheinen gewöhnlich in landschaftlicher Umgebun . Auf der Aus- 
stellung im Musce national 1848 sah man mehrere gilder von ihm. 
Turchetti, ZGPbIIIO, Bildhauer. war um 1603 in Orvetto thätig. 
Damals arbeitete er für den Dom. 
Turchi, Alessandro, Maler von Verona, (genannt Orbetto, war 
Anfangs Schüler von Brusasorci, welcher en talentvollen Jüng- 
ling in kurzer Zeit so weit heranbildete, dass er dem Meister 
gleich stand, wenn nicht denselben übertraf._ Orbetto musste da- 
her nach dem 1605 erfolgten Tod desselben (llO von ihm angefan- 
genen Bilder vollenden, wobei ihm Pascal Qttoni behülflich war. 
Auch seine eigenen Bilder aus jener Zeit sind lIl der trockenen 
und glatten Weise BrusasorcPs behandelt, nur bemerkt man zu- 
weilen in den Gesichtszügen seiner Figuren eine Nachahmung G. 
IlenPs, und im Colorite suchte er sich dem Correggio zu nähern. 
Von Verona aus begab sich der liiinstler nach Venedig, wo er 
unter C. CagliarPs Aufsicht arbeitete, und dann ging er nach Rom, 
wo er im Verlaufe der Jahre seine frühere Hunstweise Ganz ver- 
liiugnete, und zahlreiche Werke schuf, welche häufig bunt und 
manierirt sind, aber den Künstler auch von einer originellen, 
nicht selten graziösen Seite kennen lernen. Die Gemälde seiner 
bessten Zeit sind von brillanter und kräftiger Färbung, und be- 
sonders gefielen jene in einem rüthlichen, hellen Tone, welcher 
den Bildern grossc Frische verlieh, die aber etwas bunt erschei- 
 nen. In der Zeichnung, worin er später die römische Schule zum 
Vorbilde nahm, ist er nicht immer ganz correkt, obgleich man 
ein lobenswerthes Studium der Natur erkennt. Später strebte er 
nach stren erer Ausbildung der Form, darüber büsste er aber die 
warme Färgbung mehr oder minder ein, W35 auHhllend erscheint, 
da der Künstler in Anwendung und Behandlung der Farben mit 
grösster Sorgfalt verfuhr. Man glaubte ihn in dem Besitze benei- 
denswerther Geheimnisse, selbst m chemischer Bereitung der Far- 
ben. Dann sind seine Compositionen auch nicht immer streng 
durchdacht. Er machte keine ausführliche Zeichnung, keinen Vgl]- 
kommenen Carton, sondern setzte häufig nur auf der Leinwand 
eine Fi ur zur anderen hinzu, und brac te auf solche Weise ein 
ganzes liild zusammen, welches nicht als harmonisches Ganze zu 
betrachten ist, da in Stellung und Ausdruck der Figuren Mängel 
Zu erkennen sind. Oelskizzen kommen aber zuweilen vor. Orbetto 
lSf also ein graziiiscr, nicht selten origineller und geistreighep M3- 
lllßrist. Mehrere seiner kleinen Stalfeleibilrler sind auf Marmor 
und Achat gemalt. 
Turchi hatte in Rom seinen festen Wohnsitz, und nahm sich 
eine schöne Bömcrin zur Frau, die ihm, so wie später die Töch 
ter, zum Modelbdientep Seine meisten Bilder findet man aber in 
Verona. Er malte in der Hirchc della Coneezione zu Rom mit 
Sacchi und ßcrettini im Wettcifer, und selbst diese Meister konn-
        

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