Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814905
Trosche] , 
Hugo . 
Troschel , 
J ulius; 
121 
TFOSClIBl, Hugo, Zeichner und Iiupfersteclier von Berlin, stand 
um 133g unter Leltungi des Professors Buchhorn. Er widmete 
sich dem naturhistorisc en Fache, dehnte aber als eschickter 
Zeichner seine 'I'hätigkeit auch auf andere Zweige der iunst aus. 
Seine Zeichnungen sind gewöhnlich in Aquarell ausgeführt, und 
umfassen das gesammte Gebiet der Naturwissenschaften. Stiche 
von seiner Hand findet man in Ratzeburg? Werk über die Forst- 
insekten, und in anderen naturhistorischexl Schriften. Im Jahre 
1341 sah man von ihm neben vielen naturgeschichtlichen Zeich- 
nungen auch Zeichnungen nach goldenen Medaillons branden- 
burgischer Fürsten. 
TTÜSOheIa JfIROh, Maler von Nürnberg, war Schüler von Hans 
Juvenel und Alexis Linder. Er halte als liiiustler Ruf, so dass 
ihn König Sigmund III. nach Krakau berief. wo er Bildnisse 
und lliälwische Darstellungen malte. Panzer führt zwei Bildnisse 
dieSßS Meisters an.  
Jakob Troschel. Gebern in Nürnberg 1585, starb in Cracau 
A9- 1624. P. Troschcl fec., ß. 
Jakob Troschel, Pictor Reg. Pull. Aetat. 52. A0. 162i  
TIOSClIBl, dLlliUS, Bildhauer von Berlin, war Schüler des berühm- 
ten Rauch, und hatte schon als solcher Arbeiten geliefert, welche 
zu grossen Idcffnungen berechtigten. Dazu gehören einige Copien 
nach Werken des Meisters, Basreliefs nach eigener Composition, 
und ähnliche Büsten nach dem Leben., Unter diesen Jugendar- 
beiten nennen wir die Büste der Tänzerin Elsler, jene der Schau- 
spielerin v. Wrochem, ein Basrelieis in Thon nach SchinkePs Er- 
findung, eine kleine Statue der Ariadne, welche für den Berliner 
Kunstverein in Bronze ausgeführt wurde, und die Statuette eines 
Knaben. Im Jahre 1353 wurde ihm der grosse Preis der Sculplur 
zu Theil, mit dem Basrelicf, welches Telemachus vorstellt, wie 
er den Odysseus, welcher die Freier der Penelope dem Tode ge- 
vfeiht hatte, um das Leben des Sängers Pheimios bittet. Dieser 
liegt flehend zu den Füssen des Helden. Troschel componirte 
dieses Bildwerk im Geiste der homerischen Dichtun , und be- 
wies dabei ein für einen Jüngling seltenes Studium 5er mensch- 
licheniForm. Es wurde ihm daher vor allen anderen Bewerbern 
der Preis zuerkannt, welcher ein Reisestipendium nach Rom ver- 
band. Er reiste noch in demselben Jahre nach Italien, wo er den 
Ruf eines der ausgezeichnetsten Künstler seines Faches gründete. 
Im Palaste Torlonia zu Rom sind 14 Basreliefs von ihm. in wel-r 
chen er die Thaten des Kaisers Trajan nach Dio Cassius darstellte, 
Muster von Studien der Antike und genialer Freiheit im Compu- 
niren. Eine kleine Figur des Orestes führte er 1856 in Marmor 
aus. In diesem Jahre modellirte er auch eine lebensgrosse Statue 
des trauernden Ajax, welcher bis dahin als das gelungenste Werk 
des Meisters betrachtet wurde. Einen Gypsabguss sah man 1333 
auf der Kunstausstellung zu Berlin. Bei Gelegenheit der Feyer 
des Geburtsfestes Winkelnxannts 1857 fertigte er ein geistreiches 
Basrelief, dessen Genius vorstellend, wie er im Greife die nordi- 
sche, und in der Wölfin mit Ptumulus und Remus die Südliche 
Kunst und Mytbe bekriinzt. 1m Jahre 1840 bewunderte man seine 
im Lehnstuhl schlafende Spinnerin, und ein hetendes Märlchefßvl 
welches halb entlileidet dasteht, beide mitSorgfalt der Natur ent- 
nummen und von grosser Schönheit. Auch zweier Büsten müssen 
wir aus dieser Zeit erwähnen, jener des Grafen "Brühl und 465
        

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