Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813739
Torres , 
Clementc 
Torrbs 
Matias 
Gericht gezogen und zur Tortur verurtheilt, unter welcher er 
hartnäckig läugnete. Im Jahre 1640 starb dieser Künstler. Es ist 
fast nur die Geschichte seines ärgerlichen Lebens der Nachwelt 
bekannt. Seine ohscüneil Bilder wurden aller Orten aufgesucht 
und verbrannt, und somit dürften sie äusserst selten seyn. Üeher- 
diess malte er Stillleben, Sanduhren, offene und geschlossene Bücher 
Schreihzeugc, Blumentöpfe, Federn, Teppiche u. dgl. Diese Ge- 
genstände sind auf Tischen ausgebreitet, und täuschend tlllvgß 
stellt. Carl I. von England lacsass einige Gemälde von ihm, (lau-un- 
ter das Bild eines nackten lYIannes, und ein Stillleben mit zwei 
Bechern voll Wein. 
Eines der im Stiche bekannten Bildnisse dieses Meisters ist 
nach Fiissly mit N. N. so. bezeichnet, oder ist vielmehr ohne "Na- 
men des Steckers. Iinorr stach es ebenfalls. Ferner findet nmn 
Sßill Bildlliss in den Werken von Sandrart, Wcyvrülflfl, Iilüllhfß- 
eken, Descamps und in den Aneedots of Painting. Theodor Schre- 
velius setzt ihm in der Historie van Harlem ein Denkmal seiner 
Schande.  
Torres, D. Clemente (10, Maler, geboren zu Cadix um 1665. 
war Schüler von Juan Valdes Leal, und gelangte durch sein Ta- 
lent zum Ruf eines der vorzüglichsten Maler seiner Zeit. Uebei- 
dem Hauptcingange des Klosters S. Pablo in Scvilla malte er den 
heil, Fernando in Frcsco, und in der Iiirche des Klosters sieht 
man in gleicher Weise die lebensgrossen Gestalten drcicr APOSWI 
mit (Einer Engelgruppe von ilun gemalt. Dann hinterlicss er in 
Sevilla auch mehrere schöne Bilder in Oel, worunter jenßS der 
Madonna von Belen und der beiden Johannes im Chore der Mer- 
cenarios calzados geriihmt werden. Später ging der KÜIISÜCP nach 
Madrid, wo er mit A. Paloinino Freundschaft schloss, auf Web 
chen er 1724 ein Lobgedicht machte, das zu Anfang des _0I'SlCn 
Bandes des Museo pictorico abgedruckt ist. Von Madrid aus 
kehrte der Iiiinstler nach Caclix zurück, wo man über dem Bogen 
der grossen Capelle in S. Felipe Neri den ewigen Vater von ihm 
 in Fresco gemalt sieht. In Andalusien {indet man in Privatsannn- 
hingen Oelbilder von ihm, so wie Zeichnungen in TuSCll 11115 
Aquarell.  G. Bermudez besass einige Zeichnungen und Skizzen 
 von Torres, die so eistreich und eorreht behandelt sind, dass man 
 sie für Murillcfs Axäxeit hielt. Dbkrgensville zählt ihn auch gerade- 
hin zu den Schiilernjcnes Meisters, was er nicht war. Starb zu 
Cadix 1750. 
TOITGS, 81 COIIÖG de 105, Kunstliebhabcr von Madrid, wird von 
Palomino als verständiger Maler gerühmt. Arbeitete um 1700. 
TOITGS, D. Gabriel de, der Bruder und Schüler des Matias de 
Torres, geb. zu Nladrid um 1'660, machte sich als Miniaturmalßr 
einen Namen. Er verzierte Chorbiicher und Büchcrtitel mit schü- 
nen Malereien. 
Torres: Matlas de; Maler, eboren zu Espinosa de los Monteros 
1651, War in Madricl-"Schiäer seines Oheims Thomas Torrinu, 
eines gewöhnlichen Malers, so dass er dem Besuche einiger Pri- 
W, vatakademicil und einem kurzen Unterriehte des Herrera el müzzu 
 das Meiste zu verdanken hatte. Fruchtbar in Erfindung compu- 
nirte er jetzt viele Bilder in würdigem Style, war aber in An- 
wendung der Farben nicht immer glücklich, so dass mehrere sei-
        

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