Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1808714
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Talenti , 
F ra 
Jacopo. 
Talman , 
William. 
alten Charakteren: TAAEIAEZ EHOIEZEN. Bei Millin, Vases 
ant. II. tab. 61, ist eine Abbildung. Das Original befindet sich im 
Museum zu Berlin, wo es Gerhard (Antike Bildwerke, Nr. 685 
bekannt machte. Zu Millirfs Zeit war es in H0pe's Sammlung 
zu London. 
Derselbe Name kommt auch auf einer neuerlich in Griechen- 
land aufgefundenen Platte von Silber vor. Bullet. arch. Napulet. 
1345, Nr. XIV. p. 109. 
Talent]: Fra JÜCOPO, Architekt von Nepozzanu, gehörte dem Do- 
minikaner Orden an, und gilt in früheren Schriften als der Er- 
bauer von St. Maria Novella in Florenz, was noch Ticozzi, der 
Verfasser des Dizionario degli architetti etc. III. lVIilüllfI 1855 Wie- 
derholt. Cicognara, Storia della scultura I. 5d, setzt ihn gleich- 
zeitig mit Sisto und Ristoro, welche wir durch Marchese, Memo- 
rie dei piu insigni pittori _  Domenicani I. 57. H.) als die 
Baumeister der genannten Kirche-kennen; allein Fra Jacopo tritt 
erst nach dem Tode (1289) des Fra Sistu auf den Schauplatz, und 
gehört mit seiner Thiitigkeit der ersten Hälfte des 14. Jahrhun- 
derts au. Er fiilirte mit Fra Gio. da Campi den Bau von St. Ma- 
ria Novella zu Ende, und daher ist es gekummen, dass er als 
wirklicher Baumeister genommen wurde, wodurch die genannten 
ehrwürdigen Brüder der Vergessenheit anheim gefallen waren. J. 
da Talenti und G. da Cainpi bauten auch das neue Iiluster. Die 
elegante und grosse Capelle der Spanier im Chiostru verde ist das 
Werk des Fra Jacopo, und mit Fresken von der Hand des Tad- 
deo Gaddi und Simone Meinmi geziert. Ferner bauten sie die 
Brücke alla Carraja, welche ursprünglich ein Werk des Arnoliu 
di Lapu war, aber 1.355 bei einer Uebersehwemmimg einstürzte. In 
der Storia clel Duoino di Orvieto. Roma 1791 p. 271, erscheint ein 
Bildhauer Francescu Talenti von Florenz, der 1525 im Dome ge- 
arbeitet hat. 
Tüll, VIHCGHZO, soll das Titelkupfer von Ph. Marchiontfs Bellum 
divinum 1653 gestochen haben, fol. 
Talini, Giovanni, Bildschnitzer und Zimmermann zu Orvicto, 
war daselhst im Dome thäitig. Unter seiner Leitung wurden um 
1551 die eingclegien Holzarbeiten im Chere der Kirche gefertiget. 
Der Architekt Gio. Ammanati war damals der Ilauptmeister. Stu- 
ria del duumo, p. 275. 
Tallinger , 
Dallingcr. 
Tilllüt, JükOb, heisst in L. von Winkelmands Malerlexicon ein 
Maler, von welchem sich biblische Darstellungen finden. Es ist 
wahrscheinlich J. Callot darunter zu verstehen. 
Tülman, Vvllllam; Architekt von West-Lavington (Wiltshire), 
stand in Diensten Wilhelm III. von England, widmete aber seine 
Kunst auch den englischen Grussen, die Paläste und Landhäuser 
durch ihn erbauen liessen. Sein Werk ist der herrliche Palast des 
Herzogs von Devunshire in Chatswurth. Die schöne Fagade ist 
in dem damals üblichen italienischen Style erbaut, und hat einen 
von Pilastersiiulen getragenen Giebel Das Stiegenhans ist präch- 
tig und bequem , so dass Iient dasselbe beim Bau von Hnlkhzun 
liachahmte. 'l'alman begann den Bau 1681, und lieferte darin eines 
der. schönsten Muster der reichen englischen Palastarchitektur.
        

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