Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1808680
T agpret , 
Peter. 
Taillasson , 
89 
dieser Altar-tafeln zeigt auf jeder Seite eine ganze Figur in i Le- 
benserösse, auf der einen den Erzengel mit der Lanze auf dem 
DIHCTICII, und die heil. Rosa mit dein Blulllellliilfbifllßll, auf der 
anderen den heil. Vitus mit dem Kessel und die heil. Ursula, alle 
auf Guldgrund gemalt. Nach der Angabe E. Mauclfs (Verhandlun- 
gen des Ulmer Vereines II. 18'151, S. 50) ist die Zeichnung der 
Hände und Füsse etwas mager und steif, die Draperie ziemlich 
einfach. Die Umrisse sind sehr kräftig, die Farhexi saftig und leb- 
haft, und die goldigen Ornamente schwarz schralfirt. 
Auch in der Sammlung des 18.15 verstorbenen Kaplan BuCli 
in Weingarten sollen mehrere Tafeln von Tngpiret seyn. Diese 
Sammlung kam durch Vermäehtniss in den Besitz der Gemeinde 
Altdorf-Weixlgarten und sollte veräussert werden. Verhandlungen 
etc. Ulm 18-15, S. Q0. 
Talg, Sebastwn, Maler von Nördlin en, war (lCP Sohn des Glas- 
malers Martin Taig von Lauingen, der aber nach keinem seiner 
VVerke bekannt ist. Sebastian malte 1516 liiiiali". Ilerlen und 
Hans SehaeufTelin den mit fünf Tafeln gezierten Huchaltar der 
Pfarrkirche in der genannten Stadt, und 1544 die Flügel der alten 
Orgel daselläst. Brulliot II. 2535 deutet die Buchstaben ST, wel- 
che sich auf Gemälden mit biblischen Darstellungen finden sollen, 
auf diesen Meister; allein das angebliche T. scheint eher ein C 
mit überlegteln Messerchen der Furinsciineider oder Schnitzer zu 
seyn. Taig scheint auch Bildschnitzer gewesen zu seyn; denn Pio- 
r'llo (Deutschland I. 355) sagt, dass dieser liiiustlu den Altar in 
Nördlingen gefasst habe. was wir von der bemalten Ilulzarlxeit ver- 
stehen. Dann kann Taig kaum ein Schüler des lYIichacl VVohl- 
gemuth gewesen seyn, wenn er, wie wir angegeben finden, noch 
1560 tliijtig war. 
Taia 
D n 
Martin , s_ 
den 
obigen 
Artikel. 
Tmuasson: Jean JOSCPÜ, Maler, geb. zu Blaye 1745, sollte Kauf- 
mann werden, oder den gelehrten Studien sich Wltltllßß, fand aber 
zur Theologie eben so wenig Lust, wie zur Jurisprupenz. Er 
schrieb an jede lNIauer mit grossen Buchstaben: Ich will Maler 
werden oder sterben, diess schwöre ich bei Rafael! Endlich durfte 
er Maler werden. Er trat zu Paris in Vien's Schule, wo er mit 
solchem Eifer der Kunst sich hingab, dass seine schwache Ge- 
sundheit litt. Dennoch konnte er hcinen Preis erlangen, und ging 
daher mit Unterstützung der Seinigen nach Rom, wo er jetzt im 
Verlaufe von vier Jahren die Antike und die Wcrhe Rafaehs stu- 
dirte, aber doch kein Rafael wurde. Nach seiner Rüchhehr über- 
reichte er der Akademie in Paris eine allegorische Darstellung auf die 
Geburt Ludwig?) XIIL, welche ihm den Titel eines Agree erwarb, 
und 1777 wurde er Ehrenmitglied der Akademie, wobei er das 
Bild überreichte, welches den Philolttet vorstellt, wie ihm Herku- 
les den Pfeil aus der Wunde zieht. Von dieser Zeit an lieferte er 
eine Anzahl von Gemälden, welche theilweise grossc Vorzüge be- 
sitzen , besonders in Hinsicht auf die Wahl der Gegenstände und 
auf das Streben nach Wahrheit des Ausdruckes. Wenn sich seine 
übrigens gut gezeichneten ]E'igui'en etwas theatralisch geberden, so 
ist diess der Erbfehler der französischen Schule. In der Technik 
steht er den besseren Meistern seiner Zeit nach, da er ängst- 
lich war, und nicht alle Thcile seiner Bilder mit gleicher liralt 
und Sicherhßil vollendete. Er machte auch wenig Glück, da der
        

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