Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813504
Torre 
oder 
Torri , 
F laminio. 
und markiger Färbung. Durch den Gebrauch des Steinöls sind 
aber einige seiner Bilder verdorben werden, wie eine Grablegung in 
S. Giorgio zu Bologna. Im Palaste Ratta sah Lanzi mehrere der 
besst erhaltenen Werke des Meisters. In der Gallerie zu Dresden 
ist von ihm eine Copie des Heilandes mit dem Zinsgroschen nach 
Titian, welche der Herzog von Modeua ungeheuer bezahlte, wie 
Malvasia sagt. Dann sieht man in Dresden von ihm die Mar- 
ter der heiligen Apollonia, in kleinen Figuren, und das lebens- 
rosse Iiniestiick der heil. Jungfrau, welches das mit dem Tuche 
gedeckte Iiind dem kleinen Johannes zeigt. Ferner rühmte man 
auch eine Copie des Raubes der Cassandra von Guido. Torri war 
Hofmaler des Herzogs von Mudena, und starb 1661 eines frühzei- 
tigen Todes. Bost lässt ihn willkürlich 1621 in Bologna das Licht 
der Welt erblicken, und Basan setzt sonclerbarer Weise seine Le- 
bensgränzen von 1690 - 1761. 
Stiche nach Werken dieses talentvollen Meisters. 
Maria mit dem Rinde unter einem Zelte, links St. Ambros, 
rechts St. Anton von Padua, radirt von A. Badiale, fnl. 
Die Anbetun der Könige, gest. von Caccioli, qu.  
Dieses Blatt kannte Bartsch nicht. Es ist unter Caccioli näher 
zu beschreiben. Im Catalogc der B. v. Aretin'schen Sammlung ist 
es angegeben. 
Die heil. Familie am Fusne zweier Palmen, radirt von A. 
Badiale. 
Die Iireuzabnehmung, nach dem Bilde in S.:_Giorgio von A. 
Badiale radirt. 
Büste eines Heiligen mit aufwärts gerichtetem Blicke. G. M. f. 
(Mittelli fec.) qu. 3. 
Eigenhändige Badirungen. 
F. Torre hat dinige Blätter radirt, welche in Zeichnung und 
Radirung treFflich sind. In der Manier erinnern sie an Pesarese. 
Bartsch beschreibt deren sieben, P. gr. XIX. pag. 215 E. Der 
Künstler wollte auch die Darstellungen aus der Geschichte des 
Aeneas, von den Carracci im Palalte Fava emalt, in Iiupfer ra- 
diren. Er hatte die Zeichnungen bereits voälendet, als er starb. 
Mitelli kaufte sie von den Erben des Künstlers und brachte sie 
in Kupfer. Dann zeichnete Torre zu diesem Zwecke auch die Ge- 
mälde von L. Carracci in S. Michele in Bosco. Füssly sagt, der 
Künstler habe den auf einem Steine sitzenden bösen Geist auch 
selbst in Kupfer radirt, wir fanden aber anderwärts keine Bestät- 
tigung dieser Angabe. Der ältere Fiissly nennt als von Torre 
selbst radirt auch einen todten Christus, und St. Carolus Borro- 
mäus mit einem Fahnenträgcr, ein grosses Blatt. Diese Blätter 
beschreibt Bartsch nicht. 
i) Samson tödtet die Philister. Er setz-t den Fuss auf einen 
derselben, und hält den Eselskinnbacken in die Höhe, um 
Wasser aus demselben träufeln zu lassen. Guid. Ren. pinx. 
Oben gewölbt. H. 15 Z. 10 L-, Br. lt Z. 2 L. 
2) Die heil. Jungfrau mit dem Kinde und dem kleinen Johan- 
nes in einer Landschaft sitzend. Der Jesusknabe hält einen 
Vogel am Faden. Links unten das Zeichen und die Jahr- 
zah 165g. H. 6 Z., Br. a Z. 5 L. 
5) Die heil. Jungfrau mit dem Iiinde auf dem Halbmonde zwi- 
schen St. Franz und St. Hieronymus. Links unten: Lo- 
douico Carracci l., rechts: Flaminio Torri F. H. 15 Z.6 L., 
Br. 10 Z. 8 L.
        

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