Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813493
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Torond, 
- Torre 
oder 
Torri , 
Flaminio. 
ris, stand in Diensten des Hofes, und machte sich zu Anfang des 
18. Jahrhunderts bekannt. Er fertigte viele Zeichnungen für Gold- 
schmiede und andere Arbeiter im Fache der Kunst-Industrie. Diese 
Zeichnun en sind in Bister und Tusch ausgeführt, und gewöhn- 
lich mit der Feder umrissen. Eine Folge von sechs Blättern mit 
Cartouchen sind gestochen: Se vend chez Balthazar Papillon. Rue 
des derrieres Baigniers, ä Caix en Provcnc, kl. fol. Dann nennt 
Füssly im Artikel eines Joh. Baptist Thoro eine Folge von Car- 
touchen mit deutschem Text: Neu Buch von Cartouchen, dem Louis 
de Lenfant, Commissair der k. Truppen in der Provence dedi- 
cirt, und von F. de Poilly zu Paris verlegt, kl. fol. Diese Folge 
könnte Copie eines neueren Werkes von Toro seyn. Dieser dürfte 
dann Eine Person seyn mit dem Joh. Baptist Thoro des jüngeren 
Fiissly, welcher ihn Bildhauer und Zeichner für Goldschmiede 
nennt. Er schreibt ihm verschiedene Folgen von Grabmälern, Tro- 
phäen, Vasen, Cartouchen, Araheslsen u. s. w. zu, welche bei 
Gantrot zu Paris in kl. fol. erschienen. Sie sind von C. Cochiu. 
P. de Rochefort und Joullain geätzt. J. Wollt zu Augsburg liess 
diese Folgen copiren. Fiissly sen. sagt, dass die Zahl der Blätter 
J. B. Thoro's sich auf 60 belaufe, schreibt ihm aber irrig die Ra- 
dirung selbst zu. B. Toro fanden wir ihn auf der Zeichnung eines 
Candelabers genannt. 
TQrQnd, A-g Kupferstecher, arbeitete im 18. Jahrhunderte. Basan 
legt ihm Landschaften nach An. Carracci bei, Fiissly hält ihn aber 
für apukryphlsch. Wir fanden von ihm folgende Blätter erwähnt. 
l) E gubbu, nach A. Carracci, aus BuydelPs Verlag. H. ßä Z., 
r. 11' Z. 
2) Landsäiaft nach An. Carracci. Ein solches Blatt war in der 
Sammlung des Kunsthändlers Stück) in Wien. 
TOITB, Andrea (16113, TVlaler, arbeitete zur Zeit des Joseph An- 
tolinez  1676) in Spanien. Seiner erwähnt Fiurillu, C. Bermu- 
dez übergeht ihn. 
TOITG, Antomo, Maler von Verona, wird von Rossetti erwähnt, 
ohne Zeitbestimmung. Im oberen Bathsaale der genannten Stadt 
sind von ihm Bildnissfiguren berühmter Personen in Fresco. 
TOITB, 1331101011160, Maler, ein Edelmann von Arezzo, war Schü- 
ler von A. Lappoli, und stand dann zu Rom unter Leitung des 
Giuliu Clovio. Er malte wie dieser in Miniatur, und sein Lieb- 
lingssmdiilm war die Anatomie. Er zeichnete viel nach dem Cu- 
daver und zog sich zuletzt den Tod zu, wie Vasari sagt. Starb 
1554 im 25. Jahre. 
Sein Bruder Teofilo war ebenfalls Maler. Dieser lebte 
noch 1600. 
TOITB oder TOITi, FIGmiDiO, genannt Flaminio degli Ancinelli, 
Maler von Bologna, war Schüler von-Jacopo Cavedone und Guido 
Boni, und besuchte dann auch die Schule Cantarinfs. Diesen 
letzteren Meister nahm er besonders zum Vosbilde verschmähte 
aber dessen aschäraue Färbung, und genügte demiiach den An- 
forderungen in öherem Grade. Er copirte auch grosse Meister 
mit solcher meisterhaften Leichtigkeit, dass seine Copien in grös- 
serem Werthe standen, als die riginale. Guido, Cantarini und 
die Carracci cfoyirte er häuGg._ TIIorre malte aber auclrnacl-i eige- 
ner Compositioim , meistens religiose Darstellungen, mit kraftiger
        

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