Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813267
Schwierigkeiten verbundenen Arbeit war A. von Humboldt an- 
wesend, welcher in seinem Ess-ai politique sur le liuyauxne de In 
Nuuvelle Espagne sagt, dass diese Statue ein Werk sei, welchem 
an Schönheit und Reinheit des Styls alles Aehnliche m Europa, 
die Statue Marc AurePs in Rom ausgenommen, weichen müsse; 
allein ohne die Achtung für diesen grossen Gelehrten zu verlu- 
 wir doch gerne daran zweifeln. Die Figur des 
Königs wurde vergoldet, und das Pferd erhielt einen ulivenfarbi- 
gen Anstrich. 
. 
olstoi, Theodor Graf von, Vice-Präsident der k. Akademie 
in St. Petersburg, und selbst als Iiiixistler ausgezeichnet, wurde 
1785 in St, Petersburg geboren. Zum Kriegsdienst hcrangebildct, 
betrat er seine Bahn als lYIarine-OiTizier, kehrte aber 130i) in tirin 
Privatstand zurück, um sich der von Jugend auf geübten elastischen 
Iiunst ausschliesslich zu widmen. Graf Tolstoi lebte; aber tortdxi 
einige Jahre in Dunkelheit, und nur im engeren lsireise SYXLMSU: 
man seinen Werth zu schätzen. In diese Zeit killt die Anfertig- 
ung einer Reihe von Dlledailltxils, welche in einem Durchznessim 
von Ö Zoll die merkwürdigsten Begebenheiten aus den hriegsjuh- 
ren von 1812, 15 und 14 in allcgorischer Weise, leicht gehoben 
auf blauem Grunde darstellen. Diese Medaillons gehören zu den 
interessantesten Schöplungen der plastischen Kunst, da sie mit 
dichterischetn Geiste und im reinsten Style der Antike eriuntlttn, 
und mit Meisterschalt ausgeführt sind. Die vordere Seite zeigt das 
Bildniss des Iiaisers Alexander unter der Gestalt des liüfiullläyl, 
des Gottes der Tapferkeit, Weisheit und Gerechtigkeit in alten 
slawischen Sagen. lnrßevers dieser lVIedailluns sind dann die 
Hituptmotnente aus den geziannttän tiriegsjnhren (largestclh, 19 an 
der Zahl, beginnend mit der russischen Vclhsbew-afititmg von MHZ, 
und endend mit der F-iitnahnn: von Paris 1814- Diese allegorischen 
Bildwerhe zogen die Aufmerksamkeit des linisers Alcxundci- auf Sivll, 
und dieser vcrgalt dem l'iiinsltei' seine IYliihe mit ansehnliiriiuii 
Summen, du er nicht, begiitert war, und lange Zeit den RViilißiß- 
willen seiner Faunile ertragen musste. Der (iruf gab iliese geist- 
reichen Cinnpositinrxen in Alzbiltlnng mit Text heraus, nnttrr Lltzlil 
Titel: Bnsrelieil; ullegoriques gruves an trnit en lneinoirc des öxc- 
nßllllilliS 110 lü glUIiTC llC 1313, 13. Li. lnventes et executös lmr le 
Comic Theodore Tolstoi. Sie erschienen auch initÜle-utscheivi  
St. Peterburg 1318. Veräriisscrt dienen diese Reliefs als Zierde in 
den Zimmern des li. VViiiterpnlastcs. Lizilitl und liiepilinw ltnlisn 
sie in Bronze copirt. ln neuester Zeit vmrdcn sie in Sinlii gn- 
sehnitten, um sie zu Medaillen zu benutzen. Den Metiailloit auf 
die Betreinug von Berlin 1813 ab Bolzenlhal in seinen Skizzen 
zur Kunstgeschichte S. 327 im iilmrisse.  
Andere Arbeiten dieser Art gehen in charakteristischen Gestalten 
Darstellungen aus der Odyssee in gr. 11, und sie liefern wieder den 
Beweis, wie sehr der Künstler in den Geist der Antike einzudringen 
vermag. Hieraufbeschiilligte ihn ein grosses Werk, wozu ihn das Ge- 
dicht von Bachdannwitsch: die Geschichte Amors und der Psyche in 
russischer Sprache, begeisterte. Er wählte 60 Darstellungen aus der- 
selben, die er in grossein Formate auslührte. Im Jahre 11528 waren 
die Zeichnungen und auch schon einige Reliefs vollendet, imd der 
Graf erndtete neuen Ruhm. Später fertigte er zur Schonung B-Pl- 
ner geschwächten Augen nur Rundbilder von griisscrem Durch- 
niesser, welche HHZlSIOIlS Thiergestxiltcn enthalten, vvelrhe eben so 
schön als chmnlstei-istiscli aufgefasst sind. Zu seinen griissrrini Är- 
bciten gehiireti auch die Mutlellc zu den ßronzethiiren der neuen 
35 "
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.