Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813226
Tolälael , 
Michael. 
Toledu , 
Juzm 
Bantista 
TORRGI, lHlChaCl, Guldschmid, war um 1498 in Breslau thiitig. 
In dem bezeichneten Jahre trug ihm die Bruderschaft zur Maria 
Magdalena auf, ein lxunstreiches Bild der Madonna mit dem liinde 
von Engeln umgeben in Silber zu fertlgen, und zu vergolden. Als 
Prube musste er dasselbe zuerst in Holz geschnitten vorlegen. 
Zum Lohn vnzrden ihm von jeder Mark Silber zwei Gulden zuge- 
sichert. Den Contralil. s. 1Iof1nann's Monatsschrift von und lür 
Schlesien 1829 S. 515. 
Tol oder Toll, Domimcus van, Maler, war schüie, von G_ 
Dow, und ist durch einige Bilder in der Weise desselben bekannt, 
die aber von ungleichein Werthe sind. Auch inider Manier von Q. 
van Brelaelenltamp malte er Bilder. In der Akademie zu Cas5el 
befand sich ein Gemälde von ihin, welches ein Mädchen vorstellt, 
das ein geschlachtetes Huhn in die Höhe hält, während man im 
 Ilintergrunde einen lesenden Mann bemerkt. Aus der Gallerie 
in Salzdahlen stammen zwei Bilder mit halben Figuren, wovon 
das eine einen alten Mann vorstellt, der Broil und einen Hering in 
der Iland hält. Iin Grunde essen andere Personen am Tische. Das 
ziveite Gemälde stellt eine Alle mit der Brille auf der Nase vor, 
wie 5h dem Hunde Flöhe sucht. Hinter ihr arbeitet ein VVeber. 
In der Gallerie zu Dresden ist das Bild einer alten Frau im Fen- 
sterbogeii, welche Garn abwindet, mit D. van Tol bezeichnet. 
In der Sammlung des Herrn van der Mark zu Amsterdam war 
das eigenhändige Bildniss dieses Meisters, welches 1775 bei der 
Versteigerung mit 200 Gulden bezahlt wurde.  
Wir finden auch einen Peter van Tol erwähnt, wclchcm 
ähnliche Darstellungen zugeschrieben werden. In der Gallerie 
des Palais royal war von ihm ein liiichenstucli, wahrscheinlich jenes 
Bild, welches P. G. Langlois 1782 unter dem Titel: La menagere 
Nord-hollantloise gestochen hat. Dieses Blatt zeigt eine Köchin . 
welche am Fenster Rüben rupiitzt, im Charakter von G. Dow 
componirt, gr. fol. Ein zweites Blatt nach diesem _Peter van Tol 
stellt einen Schuster in seiner Werkstatt dar, wie ihn eine Frau 
mit dem liorbe bei der Arbeit. unterbricht. Wantol pinx. P. 
Duflos jun.  fol. im Catalixge der Sammlung von Brandes ist 
ein anonymes Blatt in Zeichnungsinanier angegeben, welches 
nach Peter van Tol "gestochen seyn soll. Es zeigt die Büste einer 
Frau, 4.  
Dann fand R. van Eynden, Geschiedenis der Vaderl. Schil- 
derk. 1.151, auch einen David und Nicolaus van Tol er- 
wähnt, ohne Gewissheit zu haben, dass diese Namen eben so 
vielen Künstlern angehören, oder ob nicht vielmehr ein Einziger 
darunter zu verstehen sei. 
Füssly erwähnt nach einer ihm unsicher scheinenden Quelle 
 auch noch eines C. van Tol, welchem er eine getuschte histo- 
rische Zeichnung zugeschrieben fand. Wenn ein solcher Meister 
wirklich gelebt hat, so könnte Nicolaus (Claas) van Tol mit ihm 
in Beziehung kommen. 
T01; 
David , 
Nicolaus 
und 
Peter 
van: 
den 
Artikel. 
obigen 
TOIBdO, Juan BalltlSta dB, Architekt von Toledo, machte seine 
Studien in Italien, und wurde dann von Don Pedro de Toledo, 
Marquis von Villafranca, nach Neapel berufen, wo er dem Künst- 
ler ginen großen Wirkungskreis eroffuete. Er legte öffentliche
        

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