Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813149
Toccagno. 
Tocquä , 
Jean 
Louis. 
535 
dem in Kupfer gestochen. Tobrias starb 1677. Der Maler Mel- 
chior Steidl heirathete seine Tochter, und übernahm zuletzt die 
Werkstatt desselben. 
Toccagno , 
Beiname 
V01] 
Piazza. 
TOCGlll, Kupferstecher, arbeitete in der zweiten Hälfte des 18. Jahr- 
hunderts in Florenz. Es finden sich radirte und imitirte Hand- 
zeichnungen von ihm, darunter eine heil. Familie nach S. Can- 
tarini Pesarese. - 
TOCqUä, Jean LOUIS, Bildnissmaler von Paris, war Schiiler von 
N. Bertin und Nattier, und galt in kurzer Zeit als einer der vor- 
ziiglichsten liiinstler seines Faches. Nach dem Tode Rigands und 
Largilliertfs hatte er keinen Nebenbuhler mehr, und man hörte 
ihn allgemein den ersten Portraitisten des Reiches nennen. Allein 
das französische Museum hat dennoch keine Stelle für ihn, so 
wie er denn auch den lluhm nicht verdient, welcher ihm zu Theil 
geworden ist. Als Praktiker steht er freilich hoch, er strebte aber 
nicht nach Wahrheit, konnte das Leben und die Seele nicht er- 
fassen. Im Jahre 1754 zum Mitglied der Akademie in Paris, und 
17144 zum Rath derselben ernannt, begehrte die Haiserin Elisabeth 
von Russland den Künstler, und der Honig von Frankreich schickte 
1756 seinen Hotinaler nach St. Petersburg. Er malte da die Kai- 
serin in Lebensgrösse in vollem Ornate, und viele andere Bildnisse 
von russischen Grossen. Der Künstler erhielt für ein Brustbild 
50 Louis d'or, und die Kaiserin gab ihm ausser den 8000 Silber- 
rubel lleisediiiten noch weitere 18000. Ueberdiess hatte.er in Pe- 
tersburg freien Unterhalt und eine kaiserliche Wohnung, obgleich 
im Ganzen die Kaiserin ihm nicht gnädig stimmte. Er hatte die 
 ihr von der Natur unkaiserlich verliehene etwas aufgestiilpte Stumpf- 
nase in voller Wahrheit gemalt, obgleich die Machthaberin die- 
selbe ungern sah. Da war G. F. Schmidt ein weit gefälligerer 
Mann. Er arbeitete zum Verdrusse des Malers im Stiche die Nase 
zum kaiserlichen Wohlgefallen zu. Sein Aufenthalt im Norden 
dauerte nur anderthalb Jahre, so dass die Zahl der Eortraite, 
welche er nach seiner Rückkehr in Paris ausfiihrte, noch sehr 
ross ist. Er glaubte damit einem van Dyck und Rembrandt an 
die Seite stehen zu dürfen. Viele Bildnisse dieses Meisters sind 
estochen, von den bessten Meistern seiner Zeit. Tocque starb zu 
garis m2 im 16 Jahre. 
Nattier hat sein Bildniss gemalt, und Cathelin es gestochen. 
Oval, fol. 
.Stiche nach Werken dieses Metgters. 
Die nach diesem Meister gestochenen Blätter dürften einen 
Thcil des Besstcn enthalten, was er geliefert hat. 
Elisabeth, Kaiserin von Russland im Krönungs-Ornate, 1758 
gemalt und von G- F. Schmidt 1761 gest. , gr. fol. 
Die Kaiserin Elisabeth stehend im Ornate mit Diadem, gest. 
von Tchemesow, schönes Blatt, an welchem sicher auch G. F. 
Schmidt Antheil hat, gr. fol. 
Dieselbe Kaiserin im. Oval, gest. von Tchemesow unter Bei- 
hiilfe von Schmid , ful. 
Louis Dauphin de Franee in jungen Jahren, stehend, zur 
Seite ein Globus._ Gest. von S. H. Thomassin, s. gr. fgl, 
Louis Dauphtn de France, halbe Figur, ges. von I. Daulld, fol-
        

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