Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813024
Tischbeixl , 
Joh. 
Jak. 
Tischbein , 
Ludw, 
523 
donner une Idee exacte de leurs charatceres pur Guillaume 
'l'ischbein. Naples 1790, gr. fol._ 
Dieses Werk enthält 15 radirte Blätter. Das erste ist 
der bekannte Thier-Laokooxi, welcher in friihen einzelnen 
Abdrückeu ohne Schrift vorkommt. Dann folgt der Stier- 
lwpf, der Liiwenkopf, die Familie der I-"iichse, (las Pferd, 
der Hund und die Katze. lauter Thierportraite. Dann fol- 
gen acht charakteristische Miinncr- und Gütterhöpfe: Cor- 
reggio, Salvator liosa,Michel Angele, Rafael Sanzio, Scipio 
Alrieanus, Caracalla, Jupiter und Apollo. 
Alle diese Blätter kommen einzeln vor. 
Eine Fvlgß von 17 Darstellun en auf 4 Folioblätlern: land- 
schaftliche Composilionen, mythologische Compositionen nach 
der Antike, Clfhiergruppen, Vignetten u. A. ln verschie- 
dener Grbsse radirt, und bezeichnet: W. Tisclibeiu inv. 
et fecit. 
Tlschbeln! Johann Jaküb, Maler, der sechste Sohn des Bä- 
chers Johann Heinrich von Hayna, wurde 1725 daselbst geboren. 
Er lernte bei Zimmermann in Cassel die Tapetenmalerei, elangte 
aber in der Folge zum Rufe eines geschickten Malers in gel. An- 
fangs war er in Hamburg thätig, wo der Künstler viele Portraite 
malte. deren mehrere durch den Iiupferstich bekannt sind. Ei- 
nige seiner Plirlraite sollen in der Weise Dennefs, und sehr 
weich behandelt seyn. Später liess sich Tischbein in Lübeck nie- 
 der, wo er meistens Landschaften malte. Diese Bilder sind mit Iiii- 
hen und Schafen staifirt, und im Style Berghcnfs behandelt. Wenn 
er Pferde anbrachte, nahm er Wouvermans zum Vurbilde. Die 
Thierstiicke dieses Meisters fanden grossen Beifall. Er starb zu 
Liibeeh 1791. In MeusePs Museum XVI. ist ein Nelirolug des- 
selben, in welchem seinen Werken eine ehrenyolle Zukunft pro- 
phezeit wird. 
Tischbein, Ludwig Philipp, Architekt und Maler, der ältere 
Sohn des Juh. Valentin Tischbein, wurde 1115 zu Cassel geboren, 
und von seinem Vater in den Anfangsgründen der Malerei 111'1- 
teriichtet. Dieser arbeitete im Decorationsfache, welches auch das 
Studium der Architektur bedingte, worin Tischbeiti zuletzt grosse 
Einsicht erlangte. Er widmete sich fünf Jahre in Rom den Stu- 
dien, und fertigte eine giosse Anzahl von architektonischen Zeich- 
nungen, die er währenäbeines späteren Aufenthaltes in Paris noch 
vermehrte. Auch die Decorationsinalerei übte er nebenbei, ohne 
jedoch dieselbe zur Hauptaufgabe zu machen. Im Jahre 1779 
wurde er endlich nach St. Petersburg berufen, um neue Decora- 
tionen filr die kaiserliche Bühne zu malen, welche so wohl ge- 
fielen, dass der Kaiser beschloss, ein neues Theater zu bauen, 
um dein Künstler weitere Gelegenheit zur Ausübung seiner Kunst 
zu verschaffen. 'l'ischbeii1 erhielt aber auch zugleich den Auftrag, 
den Plan zum Theater zu fertigen, _welcher genehmiget wurde. 
Nach Vollendung des Baues malte er Decorationen und den Vor- 
hang, hatte aber an Gonzaga einen gefährlichen Nebenliuhler e- 
fumlßll. der ihn verdrängte. Mehrere seiner Deeomtirmtm wurrfei; 
mit jenen Gunzagzüs vertauscht, und auch einen neuen Vorhang 
malte dieser Künstler. Bald darauf wvurde das Theater durch den 
Architekten Th. de '.l'huln0n vergrüsscrt und fast umgebaut, wo- 
durch sich Tischbein tief gekränkt fühlte. Auch wurden alle De- 
eurationen von Scutti und Gonzaga neu gemalt. Allein auch in
        

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