Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812692
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Timm , 
Pet. 
Chr. 
Jak. 
Timm , 
tilleristen die Bedienung der Mörser-Batterie beim allenßallsigen 
Bombardement der Stall und dach Beendigung des Krieges si- 
eherte ihm" ein eigenbiinrliges Belobungssclireiben des Köni s Frie- 
drich von 1816 eine Clvilanstellung zu. Als k. dänischer Zoäl-Con- 
troleur in Ulzburg fertigte er einen Distanzinesser für See-Hatte- 
rien gegen Schiffe, welchen er in Ilenclsbur dem König überreichte, 
Im Jahre jßll nahm er auf Befehl des fiöiiigs den von Götrik 
Oder Gßmrled 80-1 erbauten und geschichtlich merkwürdigen Da- 
newerläswall auf, welcher sich von der Sehlei bis zur Treene er- 
streckt. Die Gesellschaft für Sammlung und Erhaltung Vaterlän- 
discher Alterlhiiiner in Kiel ernannte ihn dafür zum Mitgliede, 
und besorgte die Abbildung und den Druck dieses Werkes. Bei 
dieser Arbeit hatte auch der Major von Iiindt Theil. In der letz- 
teren Zeit lebte er auf dem Schlusse Ploen in Holstein. 
 P. v. Tiinm besitzt auch eine vortreffliche Sammlung von Ge- 
Iiialden, liupferstichen und Münzen. Ueberdiess verdanken wir 
diesem Hunstler mehrere schön radirte Blätter. 
I) Die liirehe zu Gientofte auf Secland, nach Juel, kl. ful. 
 2) Ansicht eines Theiles von Flensburg, nach Eckersbei-g ra- 
dirt und in Aquatinta, qu. ful. 
3) Das Fischerdorf Skovshuved am Sunde, zwischen Copen- 
hagen und Helsingoer, nach H. A. F. Timin, lil. qu. lul. 
4) Pas Innere eines VValdes. Im Vorgrunde die grosse Eiche 
iin Windebycr-Walde bei Eckernförde, nach eigener Zcicli- 
nung, 1856, fol. 
Eines der Hauptblätter des Meisters. 
5)  äiuse, nach Jak. Jul. Timin, raclirt und in Aquntinta, 
c U  
Ö) Vier Blätter mit Blumen, im _Umriss raclirt, lal. ful. 
7) Sieben Blätter mit Früchten, nach eigenen Zclüllllllllgvll li- 
thographirt, hl. ful. 
8) Zwvei Blätter mit 40 Münzen, für den Jahresbericht der A]. 
terthums Jfiesellschaft in Kiel 1844.  
Q) Eine Elektrisirniascliine zu einer Schrift des llufiiiurscliiills 
von Hauch, qu. fol. 
Tnnm, Hermann Anton Friedrich, Maler, Rmlirer und ne. 
staurateur. der Bruder des Obigen, wurde 1791 zu Eckernförde 
ehoren, wo sein Vater Daniel G. H. Timm Schlossermeister wer, 
Er begann seine liunststudien an der Akademie in Copcnhagen 
unter Leitung des Hofklecorateurs Heinrich Calwi, und erstand 
seinen Lehrliurs im Landschafts- und Decorationsfaehe. Nachdem 
Timm während des Bombardement von Copenhagexi grosse Gefah- 
ren überstanden hatte, ging er nach Holstein zurück, wo er jetzt 
bei dem Landgrafen Prinzen Carl zu Hessen auf Panclser, und bei 
dem Grafen von Ilolstein zu Water-Ncversdorf" Beschäftigung fand, 
Er malte in den Schlössern dieser Ilerren, und letzterer übertrug 
ihm auch die Restauration alter Gemälde, von welchen einige 
vierzig auf dem Schlossboclen durch Schmutz und Staub unkennt- 
lich waren. Er reiste mit diesen Bildern nach Copenhagen zu- 
rück, und begann da die Wiederherstellung mit solchem Glüclae, 
dass unter seinen Händen viele dieser vergessenen liuilstschiitze 
in neuer Frische ans Licht traten. Darunter war ein Dianenbad 
von Dominichino , die halbe Figur einer Lucreliu von Giorgiung, 
ein treFflicher Poussin, ein Orizonte u. s. w. Zwei meisterhafte 
grosse Seestiieke von Baclshuyzen kamen alurch liauf an einen rei- 
senden Portraitrnaler, der sie später in Hamburg für hohe Preise
        

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