Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812528
Tiepolo , 
Giovanni Battista. 
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die Belehnnng desselben mit dem Herzogthume Franken. In den 
kleineren Räumen sind einzelne Personen aus dem Gefolge des 
Kaisers dargestellt. Dann sind auch drei Cfhierstücke in diesem 
Saale von Tiepolo in Oel gemalt. In der Schlosshirche sind die 
Bilder der beiden Seitenaltäre scin Werk, die Himmelfahrt Mariii 
und den Engelsturz vorstellend. Für die Oclgeiniilde erhielt der 
liiinstler 5000 Gulden, und als er 1753 die Arbeit vollendet hatte, 
noch weitere 2000 Gulden für die Reise. 
Von Würzburg aus begab sich der Künstler wieder nach Ita- 
lien, wo er jetzt wahrscheinlich das grosse Gemälde ausführte, 
welches das Gastmahl des Antonius und der Cleopatra vorstellt. 
liiorillo II. 187 behauptet, Algarotli hahe dieses Bild für den säch- 
sischsen Hof erstanden; allein es kam in den Besitz des Grafen 
von Brühl. Algarotti hält es eines Paulo Veronese würdig, und 
weiss nicht genug liiihmens. Später wurde es nach St. Peters- 
burg verkauft, wo es einige Zeit am Plafond des Saales im 
lVIiehailoxVschen Palast befestiget war. Nach der llmwandlung 
des Gebäudes wurde es wieder eingerahmt. Ein zweites Gemälde, 
welches Fiorillo ebenfalls am Hofe in Dresden sucht, ßlßllli den 
Julius Cäsar auf dem Markte in Alexandrien dar, wie ihm der 
Iiopf und der Ring des Pornpeius dargereicht wird. Ans dieser 
Zeit könnte auch ein grosses Bild in der Gallerie zu Sßhlcissheim 
stammen, welches die Anbetung der Könige vorstelll- Dasclbßt 
ist auch die Skizze zu einer Kaiserkrönung, und ein lilßillßS Bild 
des Opfers der Iphigenia. 
Im Jahre 1765 berief ihn König Carl III. nach Madrid, um 
den neuen Palast mit Gemälden zu verzieren. Das Deckenstück 
im Saal der Garde stellt Vulkan dar, wie er auf Bitten der Venus 
die YVaFfcn des Aeneas schmiedet, und im Vurzinnner des Königs 
malte er das allegurische Bild der spanischen Monarchie auf den 
Löwen gestützt, Apollo und andere Gottheiten zur Seite. Die Me- 
daillons sind grau in grau behandelt. Sein Ilauptiwerk ist aber im 
Salon de los lieyes. Hier schilderte er unter allegorischen Gestal- 
ten alle spanischen Provinzen mit reichen Beiwerlten und in glän- 
zcntlcln Farbenschmilclie. "Auf der anderen Seite stehen die Bilder 
der Religion, der Macht und der spanischen Grösse. Die Supra- 
porteix führte er in Helldunkel ans. In der Kirche des Klosters 
St. Pascal in Aranjuez sind Altarbilder von 'l'iepulu. lAuf dem 
Hauptaltare sieht man die Anbetung der Könige, und auf den 
Scitcnaltärcil die Empfängniss Maria, St. Joseph, St. Franz, St. 
Carl, St. Anton von Padua und St. Peter von Alcantara. Tiepolo 
starb zu Nladrid 1770. A. Longhi malte und stach sein Bildniss. 
Cattiixi stach sein Bildniss nach einem Gemälde von B. Nazzari. 
Stiche nach diesem Meister. 
Die Blätter, welche Gio. Dom. Tiepolo nach ihm geliefert hat, 
folgen im Artikel desselben. 
Die Flucht in Aegypten, mit einer Erscheinung von Engeln, 
gest. von F. Berardi lür Wagner-ß Verlag, gr. fol. 
Zwei Engel ermahnen den Joseph an die Rückkehr nach Ju- 
dilßa, gest. von Berardi, gr. fol.  
Christus im Oelgarten, gest. von P. Scataglia, für P. Mo- 
naco's Storie saere etc., gr. qu. fol. 
Die Iiireuztragung, gest. von Scataglia für dasselbe Werk, 
"r. 1 u. fo  
b iChristus nach {Gralgatha geführtf, gest. van G. Giampicoli, 
qu. fol.
        

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