Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812507
Ludwig 
Tiepolo , 
Giov. 
Battista. 
471 
Die Ruinen des Schreckensteins bei Aussig in Böhmen, 
Zingg, gr. qu. ful. 
Die Cascatella von Tivoli, nach Ilackert, qu.  
Ansicht des Dorfes Dorn bei Töplitz, qu. ful. 
nach 
T1611, Ludwlg du, Zeichner, war in der ersten Hälfte des 17. Jahr- 
 hunclerts thätig. Er zeichnete Prospekte, deren in Sandefs Flan- 
dria illustrata. Col. Agrip. 1611  4-1, gestochen sind, gr. ful. 
Ein Wilhelm du Tielt war Iiupferstecher, der um 1614-30 in 
Ypern lebte. Es finden sich Titelblätter von ihm, die aber sehr 
mittelmässig gestochen sind. 
Tienen, COPnBllS van, Iiupferstecher und Verleger, lebte im 17. 
Jahrhunderte, und ist wahrscheinlich jener Vineexiz van Tienen, 
dessen Basan erwähnt, mit der Bemerkung, dass seine ratlirten Blät- 
ter ohne Bedeutung seyen. Fiissly unterscheidet auch einen G. B. 
van Tienen, und schreibt ihm ein Blatt nach Titian zu , welches 
St. Georg den Drachentödter vorstellt, ferner die Copie des heil. 
Christoph nach Rubens, welche von Cornelis herriihrt. Statt drei 
hat vielleicht nur Ein liiinstler des Namens v. Tienen gelebt. 
Folgende Blätter sollen seinen Namen tragen. 
1) Die Anbetung der Heilige. C. van Tienen sc. 4 
2) Der heil. Christoph, nach Rubens, Copie nach R. Eyn- 
huundts. H. g Z., Br. 5 Z. 2 L. 
3) Der heil. Georg mit dem Drachen, nach Titian. 
4) Das Leben eines Menschen von seiner Geburt an bis zum 
Tode, 10 nuxnerirte und fein gestoehene Blätter. C. van 
Tienen exc. 12. 
5) Eine niederländische Kirmess, nach P. van der Borcht, C. 
van Tienen exe. , qu. fol. 
TIBPOlO, Giovanm BüttlSEa, Maler, geboren zu Venedig 1695 
(nach anderen 1697), war Anfangs Schüler von G. Lazarini, schloss 
sich aber dann an Franceschini an, und hatte bereits als Jüng- 
ling von sechzehn Jahsen den Ruf eines reifen Meisters, so wie 
er denn auch in Wahrheit als der letzte venetianische Maler zu 
betrachten ist, der sich einen grossen Namen erworben hat. An- 
fangs schlug er die Richtung Franceschinfs ein, was nach Lanzi 
für ihn von Bedeutung war, da sein feuriges Genie ausserdem 
vielleicht die Grenze überschritten hätte. Hierauf ahmte er einige 
Zeit den Piazctta nach, unterscheidet sich aber durch eine frischere 
Färbung, während jener Meister durch mächtige, ins Bothbraune 
fallende Schatten zu wirken suchte. Die Mittel zur Erreichung 
starker Gegensätze sind daher bei beiden Meistern verschieden. 
In seiner besseren Zeit offenbaret sieh indessen der Einfluss des 
Paolo Veronese, welchem er, wenn nicht im Ausdruck der Köpfe, 
doch im Faltenwurfe und in der Färbung nahe steht. In Götheß 
Winckelmann kommt aber Tiepolo nicht gar gsüidig weg. indem 
er mit Piazetta und anderen Meistern auf dem Irrwege der Zeit 
ergriffen wird. Schwäche ider Gedanken, fehlerhafte Zeichnung, 
Mangel an Charakter und Ausdruck wird ihnen vorävorfen, so 
wie Sucht, durch heftige Gegensätze die mögliehste irkung zu 
erzielen. Darin findet aber Lanzi III. 27g gerade einen Vorzug 
des Meisters, der nach seiner Ansieht durch das Studium der Na- 
tur, bcsonders durch die Beobachtung des Licht- und Schatten- 
spiels in schlagenden Gegensätzen Bewunrlcrungswürdiges geleistet 
hat, und in Plafonds eine Sonne erzielte, die vielleicht ohne Bei-
        

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