Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812496
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P'riedrich 
Carl. 
1 
Tielker , 
10h. 
Tielker, Friedrich Carl, Maler und Iiupfersteeher von Braun. 
schweig, wurde um 1705 geboren. Er malte Bildnisse in Oel, 
zeichnete aber noch mehr mit dem Silherstifte, und in einer ganz 
eigenen Manier, welche grossen Beifall fand. Diese Bildnisse 
sind schwarz gewischt, und mit Licht gohüht, so dass sie Blätter 
 in schwarzer Manier gleichen. "Piellier hielt sich einige Zeit in 
Berlin auf, ging dann nach Cassel. wo er um 1811 für den Hof 
 malte, und liess sich nach der Restauration in Frankfurt am Main 
Ilißdßr- Um 1824 starb dieser Iiiinstler. 
Wir haben von ihm auch Blätter in schwarzer Manier. 
1 ) Arthur Herzog von VVellingtuxi, Biiste nach VV. Beschey, f'ol_ 
2) Jacuhsoxl, ConsistorialJlriisicient und Mitglied der West- 
phiiliseheu Reiehstiixirle, Brustbild in ovaler Einfassung. 
Schöner pinxit. F. Ii. Tiellier sculp, fol,  
5) Professor Fessler, nach Darbes, fel. 
Tielker, JOlIEHII Friedrich, Maler und liupferstecher, der Bru. 
der des Obigen, wurde um 1702 in Braunschweig geboren, und 
übte Anfangs die Silhouettirluxnst, welche er dann mit der Minia- 
turmalerei vertausehte. Er malte und zeichnete viele Bildnisse, 
besonders in Darmstadt, wohin er zu einer Zeit kam, in wel- 
eher die Prinzessin Louise Braut des Königs von Prenssen war, 
TlOlliGY malte mehrere Bildnisse dieser Fürstin, und alle anderen 
Mitglieder des Hofes. Später berief ihn die Königin nach Berlin, 
wo der Iiiinstler ebenfalls mehrere Mitglieder des Hofes malte, 
so wie andere Personen. Darunter sind auch dramatische Hiinsr- 
ler. IFfland und Dlle. Diibblin malte er in ganzen Figuren in 
ihren Rollen. und stach diese Bilder in Aquatinta. Später befasste 
sich der Künstler mit der Landschaftsmalerei, worauf ihn die 
Stiche in Aquatinta brachten, welche er nach Zingg, Schiitz n. a, 
ausfiihrte. In der letzteren Zeit seines Aufenthaltes in Berlin 
führte der Künstler mit anderen Panoramen aus, welche er auf 
Beißen sehen liess. Bei dieser Gelegenheit kam er nach Russland, 
wo er die Reihe seiner Ansichten vermehrte. Sein Panorama von 
St. Petersburg fand grossen Beifall, und liaiser Alexander bezahltg 
ihm 6000 Rubel dafür, Der Selbstherrscher bestimmte es als Ge. 
schenk für den Iiaiser von China, und der Künstler selbst war 1305 
als Zeichner im Gefolge des (irafen Golloflain, welcher die Gesandt. 
schaft nach China übernahm. Allein diese wurde nicht angenom. 
Inen, und so kam das Panorama wieder nach Petersburg. 'I'ielkep 
verweilte viele Jahre in Ilusslanil, und nahm mehrere Städte auf. 
Das Panorama von Moskau fand überall, wo er es zeigte grossen 
Beifall, und wäre auch jetzt noch von Interesse, da später diese 
alte Stadt ein Raub der Flammen wurde, welche der schreckliche 
Patriotismus Rostopschilfs anfaehte. Tielker starb 1850. 
F. Bolt stach nach ihm das Bildniss des verstorbenen König; 
von Preussen. Dann stach er selbst mehrere Blätter in Aquatinta. 
i) Louise Königin von Preussen, Büste im Profil. Tilker pinx. 
et fec. Aquatinta, gr. fol. 
2) Napoleon Bonaparte, nach Appiani, für die chalkographi- 
sehe (iesellsehaft in Dessau, fol. 
5) IHlaml als Essighändler im ersten Aht, 4. 
4) Iffland als Essirhändler im zweiten Akt, 4. 
5) Il-"fland und Dllje. Döbblin als Graf und Gräfin in der Co- 
medic aus dem Stegreife, 2 Blätter, 4. 
Ü) Das Bombardement von Mainz, nach Schütz, gr. qu. fol.
        

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