Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812475
Tierrk, 
Christian 
Friedrich. 
Meislers eine sorgfältige Durchbildung und eine flelssige Vollen- 
dung eigen. 
Zu den früheren Werken, welche er nach seiner Feststellung 
in Berlin ausführte, gehören die 15 Statuen in halber Lebensgrösse. 
welche das Geschäftszimmer der Kronprinzessin zieren, und die 
132g aufgestellt wurden. Diese Gestalten sind der ersten und dei- 
zweiten Epoche der griechischen Mythe entnommen. Im Giebel- 
felde des neuen Theaters in Berlin ist ein grosses Relief von ihm, 
welches die Niobe und das tragische Ende ihrer Kinder vorstellt. 
wobei sich der Künstler mit wenigen Aenderungen an die berühmte 
Gruppe der Niohe in Florenz hielt. In der Vorhalle des Concei-i- 
saales in diesem Schauspielhause ist die Statue lffland's sein Werk. 
Fiir die in Eisen gegossenen Thiiren der NVcrderschcil Kirche fep- 
tigte er die Modelle zu den zwanzig Engeln in Hochrclief. Prfh 
her als diese Tliiiren ist der Eisenguss der colossalen DlOSCUfQ-n 
auf den Ecken des oberen, die Cuppel einschliessciiclen Quadrals 
des Museum in Berlin. Es sind diess die beiden Fferdebändigcr auf 
Montecavallo, welche er zum Gusse modcllirt hatte. Unter den 13g; 
sten, welche der Künstler vor 1850 ausführte, nennen wir bcsoin 
ders jene der Kronprinzessin, der jetzigen Königin, welche in 
Marmor von Ticclßs Hand, und von Fischer in Erz gegossen vor- 
handen ist. Das Brustbild des Feldmarschals von Giieisenan, 
welches Tieck in jener Zeit fertigte, ist ebenfalls von Fischer in 
Erz gegossen, und mit der Büste der Kronprinzessin ein Mai- 
stcrwerli dieser Art. Dann ist auch noch der grosse und huiisi- 
reiche Leuchter zu nennen, welcher an llauclfs Denkmal der leih- 
nigin Charlotte zu sehen ist, und von Tieck modellirt wurde, 
Die Statue der Hoffnung am Grabmale der Baronin von Humboldt 
im Schlossgarten zu Berlin hat der Künstler nach 'l'horwalilsen 
copirt. Das Original besass bekanntlich diese Dame, wie wir im 
Leben Thorwaldseifs angegeben haben. 
Im Jahre 1830 vollendete Tieck ein monumentales Werk, 
das über sechs Fuss hohe bronzene Standbild des Königs Fl-ie, 
drich Wilhelm II. in Buppin. Der Künstler bewährte hier neu- 
erdings sein Talent für edle und characltterislische Auffassung, 
zu welcher sich der Ausdruck ruhiger Milde gesellt. Ferner fer- 
tigte er im Auftrage des Königs für das Uiiiversitätsgcbäude die 
Büste Niemayeüs. Auch jene von August Wilhelm Schlegel, und 
die des Kaisers Budolph von Habsburg fiihrte er um diese Zeit 
in Marmor aus, letztere im Auftrage des Königs von Bayern für 
die Walhalla. Ein Relief in Gyps stellt die Cliaritas dar, eine 
liebliche Gestalt. Unter den vielen Portraitmedaillons, welche der 
Künstler inzwischen riisseren Arbeiten ausfiihrte, nennen wir 
aus dieser Zeit das Bädniss des Herrn von Knebel in lvlilflngn 
Hierauf schmückte Ticck den Sarkophag des General Scharnhorst 
auf dem Invaliden-Kirchhofe in Berlin mit drei Basreliefs, wei. 
clie sich auf dessen Verdienste um das preussische Kriegswesen 
beziehen. Der bronzene Löwe ist von Rauch, und die Zeichnnn 
zum Monumente fertigte Schinkel. Dieses Werk' erhielt 1332 
seine Vollendung, und im Bunstblatt 1355 S. 75 ist es beschrie- 
ben. Im Jahre 1856 fanden wir die Statue des Heilandes mit der 
YVeltlsugel gcriihmt, eine wiirdevolle Gestalt von mildem Aus. 
drucke, in schön stylisirteiu Gewande. Diese Statueist unter Le- 
bcnsgrösse, und in einer Kirche aufgestellt. Ein Meisterwerk de; 
Plastik wurde in demselben Jahre auch seine Clio mit dem Genius 
der Liehc genannt, welcher in dieser Hinsicht die genannte Cha- 
ritas gleichgestellt wurde. Im Jahre 1837 fertigte er das lYIodell 
zum vergoldeten Adler auf dem Denhmale, welches von den mäh-
        

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