Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812450
Tieck „ 
Christian 
Friedrich. 
Tauris. Admet und Alceste auf dem von Ebern und Löwen gezo- 
genen Wagen, und lrlercules, wie er die Aleeste aus der Unter- 
wclt zurückbringt. Die Gegenstände der vier anderen, schmalen 
Basreliefs waren ebenfalls der alten Mythe entnommen: Oedipus 
von Antigene geführt; Ariadne reicht dem Theseus die Spindel; 
Ilella und Phrixus auf dem goldenen Widder; Omphale, welche 
den Herkules hekränzt. In den vier grösseren Nischen der Treppe 
wurden die acht Fuss hohen Statuen des Baeehus, der Minerva, 
des Merkur und der Diana aufgestellt, und in die Nischen zwi- 
schon den Fenstern Dreifiisse gesetzt. Für den Gesellschaftssaal 
fertigte er vier lebensgrosse Statuen von Musen, wovon zwei Pur- 
traitkiipfe der Schauspielerinnen Unzelmann und Jagemann Sind_ 
In diesen Figuren suchte der Künstler die Musik, den Scherz, 
den Tanz und die Beredsamlieit auszudrücken. Dann "fertigte Tieck 
auch zwei 6 Schuh lange Löwen, die später im Freien zerfielen. 
Ueberdiess führte der Künstler die Büsten des Grossherzogs, des 
Erbprinzen und der Grossfürstin, jene der Dlle. Jagemann, des 
Dichters und Humanisten Her-der, des Philulogen Wolf, des Dich- 
ters Voss, des eheimen Raths Voigt, und seiner Tochter der Frau 
von Seebaeh, der Gräfin Ilheden, der Dichter Clemens Brentanu 
und Stoll aus. Alle diese Büsten sind in Gyps ausgeführt, nur diß 
Büste eines Fürsten von Reuss-Köstriz behandelte er in Marmor, 
Zwei Medaillons im Gesehxnacke des 15. und 16. Jahrhunderts 
wurden in Bronze gegossen, das eine auf die Vollendung des 
Sehlusshaues, das andere auf die Vermählung des Erbprinzeti sich 
beziebend. 
Im Jahre 1805, nach einem kurzen Aufenthalte in Berlin, he- 
gab sich Tieck nach Boni, wo jetzt sein Auge die liunstsohiiytun- 
gen schaute, nach wvelchen er sich längst gesehnt hatte. E,- 
machte reichliche Studien, und ging daher nur nach langen Zwg- 
sehenriiumen an eigene Arbeiten. Ausser seinem eigenen BndnlSSp, 
welches er für einen Freund gemalt hatte, modellirte er die Büste 
des Alexander von Humboldt, und ein Basrelief für Ncckefs Grab- 
mal, welche dessen Tochter, die Frau von Staöl-I-Iolstein setzen 
liess. Der Verstorbene erhebt sich von der Erde, mitleidsvoll nach 
der am Grabe knieenden Tochter getventlet. Die Gattin schwebt; 
schon höher, und winkt dem Gatten. Dieses Basrelief wurde in 
Marmor ausgeführt und in Coppet aufgestellt. Dann fertigte Q,- 
auch die Büste des General-Vicars della Somaglia in hlarmor, so 
wie jene der Erzherzogin Maria Anna von Oesterreieh. Die Büste 
Göthäs bestellte der Kronprinz Ludwig von Bayern colossal in 
Marmor für die Walhalla, und sie wurde 1808 vollendet. Dann 
arbeitete er auch ein grosses Basrelief aus, welches die Heimho- 
lung der Alceste als Braut des Admet vorstellte. Diesen Gegen. 
stand hatte Tieck schon im Schlosse zu VVeilner, aber kleiner und 
etwas anders behandelt, die neue Bearbeitung kam aber nicht zu 
Ende. Guzitani hat die genannten Werke in seiner Zeitschrift für 
liunst und Alterthum mit grossem Lobe erhoben.  
Im Jahre 18m) verliess Tieck auf Einladung der Frau von 
Stuiil-Holstein limn, und begab sich nach der Schweiz. In CQP- 
Pet änderte er jetzt Einiges um Basrelief zum Grabmal des Herrn 
von Neclier, besonders am Kopfe desselben". Dann fertigte er in 
Genf die Büste der Frau von Staöl-Iitilstein, so wie jene des VVi1_ 
helm von Schlegel und des Präfekten der Stadt, des Herrn von 
Barrente. Von Genf aus begab sich der Künstler nach München 
wu ihm mehrere Aufträge zu Theil wurden. Er fertigte die Bü: 
sten des Kronprinzen Ludwig, der Frau von Montgelas, des Prä-
        

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