Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1812094
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Thorwaldsenl, 
Bertel 
Die allegorischen Basreliefs hatte er schon in Rom- entworfen, 
und die colossale Büste fiihrte er in Copenhagen in Gjyps aus 
Diese, so wie die Gypsinodelle zu den Basreliefs, schickte er im 
äiiägerkiitillllivxnlagllrlioini"liini sie durch (leg däniächän llililtlhallef 
o ec. - aus u iren zu assen. s wur e ase st wiih- 
rend seinenAbwesenhcit überhaupt riistig fortgearheitet. So gilh 
gen die beiden letzten Apostclstatiieii fiir die Frauenkirche der 
Vollendung in llrlarmor entgegen , und auch die schon vor vielen 
Jahren von dein Kronprinzen Maximilian von Bayern fiir Neapel 
bestellte Statue des Conradin von Schwaben wurde in Mm, 
nior ausgeiulirt, aber erst nach dem Tode des Dileisters von Pet. 
Schopf vollendet. Ueberlebcnsgross gebildet steht der von Jugend 
und Schonlieit strahlende Sohn Coiirad's IV. und der Elisabeth 
von Bayern da, wie er die Linke auf das Schwert stützt- Vvßlllgg 
monumentale Werke 'l'horwalilsen's stehen als verkörperte Kunst- 
ideen mit diesem auf gleicher I-liihe, in wenigen anderen ist das 
volle Leben einer fernen Vergangenheit durch die Zauberinaeh; 
des Gedankens wieder geschallen worden. Die Statue Wlllftlß 135i 
in St Maria del Carinine zu Neapel wo Conniliifs Gebeine i 5 
.  1' ,     r 1 I  '11- 
hen_, aufgestellt. _In der Heiinath beschaltigte sich_ lliorwaldsen im 
Aprikßlifi. mit einem neuen allegorischen B_HSl'(3llCfz welches (Im, 
genliluf des Frlietlelils KlEIIäSIGlIä, 61er, e_incnMOliil'eiliklraäiz um 
en e m tragen , in nieen er te iing eine uscie ia t, Wu- 
raus iin friedlichen Vereine Löwe und Adler trinken. 
Endlich dachte der [iünstler mit Ernst an die versprochene 
 nach Boni, hdie sicllg widflr seiniäi fruherendinäsxtlzhläiss in, 
ie ange gezogen atte. _r wo te_in oiii an einige er iO die 
letzte Ijlancl legen, namentlich an die Apostelstatueii iiiid an das 
Standbild des unglücklichen Cunradin, so wie an die Basi-elieis 
am Iiiiiiigsiiionunieiile. Allein der Itathschlvuss des Ewigen laiitgie 
anders. Der nochavon den schönsten Hodnuiigen beseelte rüstige 
Greis starb den 2 . März 1844 unerwartet schnell iii Folge eines 
Schlaganfalles, in einem Alter von _75 Jahren und vier Monaten. 
Er war bis zuin Ende in voller Thgtlgäicltölldlß- colossalen Statuen 
des Herkules und Aesculap fur cie nlflälililllßbllfg und ineli- 
rere Basreliefs gehören zu seinen letzten, zum Tlheil unvollende- 
ten Arbeiten. Herkules wurde noch fertig, Aescu ap nicht. Noch 
an seinem Todestagchatte er den ganzen Vormittag an einer Bii- 
ste Luther's gearbeitet, die eine Vorarbeit tur oben genannte 
grosse Statue seyn sollte, welche er tu_r die Frauenkirche _auszu_ 
iuhren lgedarclüte. dSie Willi bisAaiit einäerglnvilesäiliglilelläiechlgleinig- 
eiten (er _o en lufig naöe. T1 50. glichen wurde Die E. (wir, 
so wie nie eine so c ie in open iagen  - eic ie 
wurde aus dem Antiltensaaleaiach dergFrauenhirche getragen, In 
dieser nahm sie der [innig in Einnlanga und auch dielhonigin 
und die k. Faniilie wohnten der Feier bßl: Seine Iluhestiitte fand 
er in lVäitte SBIIIC? yuäiifrrns, und lzämt Üfabtiillällle lifttti er seine 
eigene tatue, au ie 0 nung ge e n , m0 e iirt r . n seinem 
Testamente vom 5. Dec. 1353 schenkte er alle seine Iiuiistgizgen. 
Stände der Stadt Copeiihagen, unter der Betlingniss,_dass sie ein 
Museum zu ihrer Auhiahine errichten lasse. Diess ist auch ge- 
schehen. Der liuristler selbst unterzeichnete zu dem Baue 52000 
Thaler. In kurzer Zeit waren 00900 Thl. beisammen, und was 
noch fehlte, trug die Stadt bei. Anfangs wollte man die sogenannte 
  
 Uebcr die Leichenfeier s. Altpnaer Merkur, und Iiunsthlatg 
1341;, Nr. 42. Auch der Scctmnsbericht ist da zu lesen.
        

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