Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1808167
Swan evelt , 
Hcrnum 
37 
Thc happy peasant, Landschaft mit ländlichem Tanz, gest. 
von J. Mason, gr. qu. fol. 
Vier grusse Landschaften, gest. von J. Foucquicres. 
Italienische Landschaft mit Figuren, Imitation einer Tusch- 
zeichnung, von C. Bruuwer, in Plnos van AmstePs Werk, qu. ful. 
Eigenhändige Radirungen. 
Wir verdanken diesem Meister eine bedeutende Anzahl von 
radirten Blättern, die hinsichtlich der NVahl der Gegenden, der 
Grossartiglteit der Bauinformen und ihrer Bcliliittcrnng, der Ab- 
wechslung der Linien, der Verthe-ilung des Hell und Dunliels, Mei- 
sterstüclie sind, und in ihrer Art als wahre Gemälde betrachtet 
werden können. Ssvanevelfs Manier ist cigenthümlich, so dass 
sich seine Blätter leicht von jenen des C. Goyrand unterscheiden 
lassen, der bekanntlich die Zeichnungen dieses Meisters sehr gut 
nachgeahmt hat. Swanevelt drückte das Blätterwerk durch kleine 
horizontale, etwas gebogene Ziige aus, womit er ihre natürliche 
Lage auf dem Aste sehr geschickt xiacihzuahmen wusste. Bestimm- 
tere Umrisse gab er nur dann, wenn eine deutliche Auseinander- 
setzung der Theile es erforderte. Der kalten Nadel und noch mehr 
des Grabstichels bediente er sich, um Harmonie über das Ganze 
zu verbreiten. Er arbeitete aber alles mit Striehelchen und Punk- 
ten, nicht mit eigentlichen Schratfirungen. Sein Vortrag kann da- 
her etwas einförniig genannt werden. Bartsch, P. gr. II. 251 R1, 
beschreibt HÖ Blätter von diesem Meister, und im Anhange zwei 
andere, welche dem Cl. Goyrand angehören. K. VVeigel gab einen 
Suppleinentband zu Bartsch heraus (Suppl. au Peintre graveur I. 
Lpz. 1845), dessen Zusätze p. 85 ff. beginnen. Wir bedienten uns 
hier des Verzeichnisses von Bartsch, und fügten die Nachträge von 
Weigel hinzu, welcher besonders über die Verschiedenheit der Ab- 
driiche wichtige Aufschlüsse gibt. Die römischen Zahlen beziehen 
sich auf Weigel, und wo nothwendig, ist auch auf Bartsch hinge- 
wiesen. Die Angaben der Preise sind grösstentheils aus WeigePs 
Iiunstkatalog genommen, aber noch immer nicht massgebend, da 
frische und scharfe alte Abdrücke, besonders mit breiterem Rande 
als gewöhnlich, noch höher zu stehen kommen. Die Güte der 
Abdriiclte nimmt mit den Adressen von Bonnart, Mondhare und 
Vanheek immer mehr ab, und zuletzt wurden die Platten ganz ab- 
genutzt. Die Abdrücke mit ausgeschliffeiler Adresse sind gar keiner 
Beachtung werth.  
1  24) Variae campestrum Fantasiae, die kleinen 
ovalen Landschaften, in einer Folge von 24 Blättern. H. 1 Z. 
 
R. Weigel wcrthet diese Folge auf 22 Thl. 
1) Der Titel. Links stehen zwei vom Rücken gesehene "Män- 
ner vor dem viereckigen Steine, auf welchem steht: Variae 
campestrum fantasiae a Hermann van Suanevelt inventae et 
in lucem editae. Cum privileg. liegis. 
2) Zwei Männer unter dem grossen Baume links am Hügel. 
In der Ferne sieht man eine Gruppe anderer grossen Bäunie. 
3) Zwei Männer auf dem kahlen Hügel. Links im Mittelgrunde 
sind Bäume und Gesträuche, und in der Ferne erhebt sich 
ein anderer Hügel, auf welchem man eine kleine Figur un- 
terseheidet. 
4) Der runde Thurm mit einer Arkade von zwei Bögen rechts 
auf dem Hügel. Am Fusse des Hügels geht ein Mann und 
hinter ihm ein Weib mit dem Iiinde nach rechts hin.
        

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