Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1811904
Thorwaldscn , 
Bertel- 
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hohe Statue des Ganymed als Jupiters Wluntlscltellli. wie 01' mii 
der liechten die Vase emporhebt, um den lNehtar in die Patera 
zu giessen. Schon im Jahre 1805 war dieser Giinstling Jupiter-s ein 
Gegenstand seiner liunst, diese neue Statue ist aber von jener 
ganz verschieden. ln Marmor führte er sie für den Cvrlslll von 
liraure in St. Petersburg aus. Oder befindet sie sich unter den 
Wiederholungen des Ganylnedes, deren wir oben erwähnt ha- 
ben? Bei Thiele Nr. 92. Eine andere Arbeit ist das Grabmal 
der (iräfin von ljerliowslty, mit einem ljasrelicf, welches 
den Genius des Todes vorstellt. der die Verstorbene zur Melü 
tiihrl, wiihrcnd der [unterlassene Sohn im Schmerze der Mutter 
folgt. Dieses Basrelief bestellte ein polnischer Graf Berkowsliy in 
DLITIIIUP. (519. 5 Z.; 2 F. 5 Z.) Bei Thiele Nr. Q5. Am 5. July 
1th? vollendete er das iVlodell einer Tänzerin, eines belcränzteti 
lYlädchens, welches mit der Linken das Oberlaleid in die Höhe hält. 
Diese sehiine Statue liihrte er für den Fürsten Esterhazy in lYIarmor 
aus. Bei Thiele Nr. Q4. Dann modellirte er die Büste des Malers 
liclsersberg. welche er, später in Marmor ausgeführt, diesem sei- 
nein Freunde zum Geschenke machte. Eine andere Büste aus die- 
scr Zeit ist jene des Dichters Lord Byron. der im Frühling 
1817 nach Rom kam. Thorwaldsen führte nach dem Modelle meh- 
rere Exemplare in Marmor aus. Hierauf begann der Künstler die 
Ausführung des Gmbmales der Gräfin von Pore, welches in einem 
Basrelief besteht. (3 17.; 2 F. 10 Z.) Der Gatte erscheint sitzend 
mit der Urne auf dem Schoosse, welche der linabc umfasst. Hinter 
dem Vater steht die erwachsene Tochter, eine Wiederholung der 
einen weiblichen Figur auf dem Seitenbasrelief des Grabmales von 
Philipp Bethinann-Hollweg. Bei Thiele Nr. 95. Jetzt entstand die 
schöne Gruppe des Ganymedes mit dem Adler, wie er die- 
sem hnieend aus der Schale zu trinkengibt, ein Werk von an- 
spruchltiser Natürlichkeit und Anmuth. Zum erstenmale wurde 
diese Gruppe für den Lord Gowes ausgeführt, und später ungefähr 
eine halbe Elle hoch wiederholt. (5 F. [tZq 2F. 7Z.) Bei Thiele 
Nr. gQ. Während ildiorivaldsen an" dieser Composition arbeitete, 
hatte er eines Tages einen schönen Knaben als DIodell vor sich, 
welcher ihn in einem Momente der l-iuhe auf die Darstellung seines 
llirtenhnaben brachte. Dieser sitzt aufi einem Widclerfelle, 
welches über ein Felsenstück ausgebreitet ist. Den linken Arm 
stützt er auf den umgekehrten Hirtenstab und mit der Rechten 
hiilt er das gebogene Hnie unter sich in die Hohe. Neben ihm 
sitzt der Hund, nach Thorwaldserfs Lielrlingshuntl Teverino mo- 
dellirt. Das erste marmorne Exemplar dieser 4F. 5 Z. hohen Sta- 
tue bestellte der Amerikaner Diwett, es wurde aber 1820 beim 
Einsturz des kleinen Studio beschädiget. Die Statue verlor den 
Iiopf und einen Arm, und es wurde das eine Ohr des Hundes 
abgeschlagen. Bei der Restauration nahm aber der Künstler auch 
das zweite Ohr weg, was ausser der Restauration der übrigen 
Theile ein Kennzeichen dieses Exemplares ist. Nach dem Tledc 
Diwetfs kaufte es Herr von Krause auf VVeis-sdrul? bei Dresden. 
Ein zweites Exemplar führte er für den Lord Crantley aus, ein 
drittes für den Lord Alteman, ein viertes, dessen Kennzeichen die 
7,11 den Füssen liegende Syrinx ist, tür den Grafen von Schönborn, 
(188 liiiülllß 1825 für den Etatsrath Donner in Altona. Von Jallagc 
und Ilopfgarten in Bronze ausgeführt besitzt der Iiiinig von Preos- 
scn ein sechstes Exemplar. Ein anderes wurde 1828 zu Paris in 
Bronze gegossen, aber ohne Veranlassung 'l'horwahlseti's. 
1m September des Jahres 1317 erhielt 'l'horwaldßen das Diplom 
eines ACIRlCUIlCK) di meritt) della Perugiana aeadetnia delle helle arti,
        

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