Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1811793
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Thorwaldsen , 
Bertel- 
gen, aber erst 1328 sandte "Phorvvaldscn das Wei-h nach England, 
zugleich mit den Basreliefs: A genio Lumen, und Anakreon und 
Amor, dann mit den Busten der Mme. Hupe und ihrer drei Töeh- 
ter, Alles von Mürmvr und Geschenke des Iiünstlers an seinen 
Wohlthäter Hupe. Der Jasnn ist SF. 10 Z. hoch. Thiele Nr. 16, 
Während der Marmorblock zum Jason vorbereitet wurde, im 
Frühlinge 1303, nlodellirte der Künstler eines seiner berühmtesten 
Basreliefs: Achilles und Briseis (7 F. 10 Z.; 5 F. 7  
nach dem ersten Buche der Ilizis V. 545  49. Patrokles liefert 
die liebliche Beute den beiden Herolden Agamemnoms aus, und 
Achilles gibt sich dein wüthcnden Schinerze über seinen Verlust 
hin. Diess ist TlIOPWZIklSCIIS erstes Basreliet" in Rom. Er hatte 
sich schon durch seinen Jason zur Vergleichung mit Cauova er- 
hoben, durch dieses Basrelief zeigte er sich aber als den ersten 
in diesem Genre, worin ihm Canova nie den Bang streitig machen 
konnte. Das erste Exemplar in Marmor kaufte Herr von Ropp 
in lVIitau, ein zweites bestellte 1816 der Herzog von Bedford und 
dieses wurde 1820 vollendet. Es ist kleiner als das Original, und 
Gegenstück zum gleichzeitig bestellten Basrelief mit P r i amu s und 
Achilles. Beide sind jetzt zu Woburu Abbcy. Bei 'l'hiele Nr. 
11g, und Outlines engravings of the Woburn Abbey IWIarbles 133g 
r. 51. 
Noch während der Ausführung dieses Basreliefs nahm Thor- 
waldsen's Krankheit in dem Masse zu, dass man für das Leben 
des Künstlers befürchtete, und er beschloss daher, von dein 
milden neapolitanischen Himmel ilasjeiiige zu erwarten, was die 
Heilkunst vergebens versucht hatte. Thorwaldsen unternahm da- 
her 1804 mit dem Grafen Adam von Moltke eine kleine Reisg 
nach Neapel, und von da nach Pästum, allein ohne Besser- 
urig seiner Gesuiidheitsuinstände. Er folgte daher dem Baron 
von Schubart nach Montenero bei Livorno, wo er die liebevoll- 
ste Pflege genoss, und durch die Bäder von Liiforno sich end- 
lieh wieder so gestärkt fühlte, dass auch die Liebe zur Kunst 
erwachte. Das Sonimerleben an diesem Orte spiegelt sich noch 
in seinen Basrelieis: Sommer und Herbst. Thiele vermuthet 
aber nur, dass der Künstler damals diese Bilder modellirt habe, 
Andersen spricht es aber gewiss aus, was wohl Richtigkeit haben 
wird, da er behauptet, vieles aus dem Munde des Meisters Vef- 
nommen zu haben. Wenigstens führte er diese Basreliefs bei 
einem späteren Besuche auf Montenero aus. Auch unternahm er 
hier eine Arbeit, womit er im September 1804 seine gastfreie Wir- 
thin an ihrem Geburtstage überraschte. Es ist diess ein in neun 
Tagen Vollendetes Basrelief: der Tanz der Musen auf dem 
Ilelikon (5 F. ä Z.; 2 F. 4 Z.  _Naehd.em dieses Basrelief ab- 
gegossen worden war, stand es so hin his 1807; in diesem Jahre 
führte er es zum ersten Male in Marmor aus, und brachte einige 
Veränderungen an. Diese werden vorzüglich an dem Schwan be- 
merkt, der anfangs im ilintergrunde angebracht, jetzt im Vor- 
grunde erscheint, wie auch an Apollo's und Thalia's Köpfen. 
Die frühere Composition ist in den Statue e Bassorilievi von Rie- 
penhausen und Mori tav. 12. gestochen, die spätere bei Thiele 
Nr. 18.  
Jetzt war auch der Termin des dänischen Stipendiums abge- 
laufen und man erwartete in Copenhagen die Rückkehr des Künst- 
lers, allein statt seiner kam die erfreuliche Nachricht, dass sich 
der Künstler in Rom durch seinen Jason eine ruhinrolle Bahn 
gebrochen habe. Die dänische Regierung war so wenig geneigt,
        

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