Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1811488
Thomason , 
Edwarcl. 
T homassin , 
PhiliPlW 
369 
ThOIDHSOII, Edward, Bildhauer zu London, ein jetzt lebender 
englischer Künstler, ist durch mehrere schätzbare Werlfe bekannt, 
besonders durch Büsten. Beim Concurse zur Ausschnnickung der 
Parlamentshäuser 1844 brachte er eine Büste Georg IV. zur Aus- 
stellung in Westminster-Hall. 
Thomassen , 
Thomas, 
Thomassen. 
Thomas 
ThOmEISSGI, D116, Stickerin, lebte zu Orbe in der Waat, und 
lieferte Arbeiten, die von allen bewundert wurden. Sie stickte 
nach Vorbildern grosser Meister Bildnisse, Gcnrebilder, Vielistüclie, 
Landschaften u. s. w. in Seicle. Diese Stickereien machten in einer 
gewissen Entfernung die Wirkung von Oelbildern, wie wir in 
MeusePs N. Misc. V. 566 lesen. Diese Stickerin starb 1796. 
Thomassin, Maler, der ältere dieses Namens, aus Lothringen ge- 
bürtig, arbeitete um 1550. Es findet sich {ein seltenes Blatt: 
Christus von den Henkern nach Golgatha geführt, und bezeichnet, 
Thomassin Lothar. pinx. dirav. apprudib.  qu. fol. Es ist im ita- 
lienischen Charakter componirt, und wxrd iwie angegeben in 
FrenzePs Catalug der Sternbergßchen Sammlung IV. 28. beschrie- 
ben. Mit dem folgenden Künstler kann er kaum eine Person seyn. 
TlIOmHSSIII, Philipp, Zeichner und Kupfei-stecher von Troye in 
der Champagne, soll nach Rost um 1556 geboren worden seyn. 
Diese Angabe ist willkurlich, und auch Malpe, welcher die Ge- 
burtszeit dieses Meisters um 1546 setzt, dürfte noch weiter herab- 
rücken, indem Thoinassin noch 1649 gelebt zu haben scheint. 
Auf dem grossen Blatte, welches Christus vor dem hohem Rathe 
vorstellt, steht näinlicli: Ph. Thomassinus sculp. et exc. Romae 1649. 
Thomassin kam in seiner Jugend nach Ruin, und ai-beitete du ei. 
nige Zeit als Qraveur, bis ihm C. Cort in der hohei-en Stich- 
gattung Unterricht gab. Von 1578 an erscheint er in der Reihe 
der italienischent Kupferstecher, und hatte wenige über sich. 
Er lieferte viele Blätter, die zwar in der Zeichnung, etwas ina- 
nierirt, aber bis zu den Extremitäten mit grosser Genauigkeit 
und Sicherheit gestochen sind.. Papillon zählt ihn auch unter 
die Foi-nischneidcr, und stellt ihn init P. Brea, Jakob Franco, 
Matteo Florino, Donato Parigi, IiUClO Cornely, Orazio Bruni u. 
A. zusammen. Er bemerkt  dass sie alle viele schöne Landkarten 
und Städte in Holz geschnitten haben; wenn aber diess von Pli. 
Thomassin seine Richtigkeit hat: so könnte er sich nur in der 
früheren Zeit mit dem Holzschnitte befasst haben, da die Zahl 
seiner Kupferstiche zu gross ist, als dass er auch noch in dieser 
Art Zeit verwendet hätte. Baglione will sogar noch wissen, dass er 
kleine Statuen in Erz gegossen habe, welche Gandelliiii in Gylisar- 
beiten umwandelt. Wenigstens hat Thomassin eine Folge von anti- 
ken Statuen in kleinem Formate gestochen. Die meisten seiner Blät- 
ter sind mit dem Namen bezeichnet, auf anderen steht: Phil. Th., 
Gallus oder Phil. Gallus fec. Baglione sagt, dass dieser Künstler 
ein Alter von ohngetiilir 70 (Jahren erreicht habe. Auch dieses ist 
nicht richtig, wenn er noch 1649 thätig war- 
1) Philippe Emanuel de Lorraine, Duc de Mercoeur, zu Pferd 
in Rüstung. Ph. Thumassin fec. 1595- Schönes und sel- 
 tenes Blatt, fol. 
2) Alphons de Wianacourt. Grossmeister von Malta, fol. 
Naglcfs Künstler-Lax. Bd. XVIII. 24
        

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