Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810998
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Theoplnanes. 
Theopixilus. 
lygnot stellte denselben in der Lesche zu Delphi dar. Eiu (lflttps 
Gemälde des Theon beschreibt Aelian. Es stellt CIIIOII lirieger in 
Rüstung dar, wie er im schnellsten Schritte zu Hülle eilt. Auch 
Aelian nennt dieses Bild eixv-raciq. 
Zur Zeit dieses Künstlers blühte im Pelopunnes die Sikyun; 
sehe Schule, deren Hauptauszeichnung wissenschaftliche Bildung,- 
künstlerisches Bevvusstseyn, und die höchste Geuauigkeitumd Leiehi- 
tigkeit in der Zeichnung war. Auch Theon gehört der Sikyoniselmn 
Schule an. Seine Bilder zeichneten sich wahrscheinlich durch L9. 
bendigkeit der Phantasie aus. 
ThBOPlIaIIGS, Maler, ein Grieche aus Constantinopel, liess sich in 
Venedig nieder, und gründete daselbst um 1200 eine Schule, WQL 
ehe von einheimischen Schülern zahlreich besucht wurde. Die 
Nachrichten über die Verpflanzung griechischer Iiiinstler nach 
Italien sind mangelhaft, offenbar ist aber, dass die ältesten italie. 
nischen Meister von griechischen Iiiinstlern gelernt haben, S0 
dass eine lebendige Mittheilung griechischer liunst stattgefundm, 
haben muss. Die italienischen Malereien des 15. Jahrhunderts zu; 
gen nicht bloss den Ausdruck griechischer Vorbilder, sondern auch 
Vortheile und Handgriffe, welche friiherhin nur bei den Grieche" 
üblich waren. Venedig bot den griechischen Meistern vor 3110" 
anderen Staaten Schutz, und somit mögen sie schon in jener ("fit 
hen Zeit eine Schule gegründet haben, deren Existenz aber noch 
 auf schwachen historischen Beweisen ruht. Die Geschichte vom 
Meister Theophanes, welchen Fiorillo Theophilos nennt, gibt 
die Historia almi Ferrariensis gymnasii. Ferrara 1755, und [ab 
netti, Della Pittura di Venezia, Ibiden 1771, p. 2, bringt sie Wim 
der. Auch Fiorillo stützt sich auf das erstere dieser Werke. 
Sicher ist, dass sich in den Gegenden. wo byzantinische Cu]_ 
tur vorhcrrschte, Werke finden, welche entweder von Griechen 
oder von deren Schülern herrühren. Sie bestehen ziemlich aus: 
schliesslich aus Mosaiken. Man sieht solche in S. Mai-eo zu Vc_ 
nedig, in den normämiischeix Basililien Siciiiens, und in einigen 
Orten Italiens. Andrea TuIi bringt mit Apollonius die byzanti- 
nische Kunstweise nach 'l'uscanzi, Solsernus erscheint in Spulen) 
u. s. w. Wir finden bei mehreren alten Meistern angegeben 
dass sie Schüler von Griechen gewesen seyen. Als einer der Trü: 
ger der byzantinischen Iiunst wird Theoyhanes genannt. 
ThOOPhllOS, Toreut, ist aus Plutarch 32. bekannt. Er fertigte küngb 
liche Waffenstiiclie, wahrscheinlich mit Reliefs und Ornamenten 
Alexander der Grosse hatte vun ihm einen Helm von Eisen de. 
wie Silber gläutzle. i r 
Theophxlus, Priester und Möneh, auch Rugerus genannt, war Q1- 
ner jener Männer des zwölften oder dreizehnten Jahrhunderts, 
welche in ihrer stillen Iilosterccile der Kunst in ausgedehnte;- 
"Weise ihr Leben weihten, und neben der Ausübung derselben 
namentlich im technischen Theile für damalige Zeit Bewunclerungg- 
würdiges geleistet haben. Man weiss aber nicht woher (iiesgl- 
Mönch stammt, "und wo er gelebt hat. Aus seinem Werke, des- 
sen wir unten näher erwäihnen, sollte man sehliessen, er habe 
die griechischen Iiunstverlialtnlsse unmittelbar in Constantmopcl 
erforscht, oder sei wenigstens in .Venedxg oder in Sicihen damit 
vertraut geworden. Er scheint mit der Feder in der Hand alle 
"Werkstätten des Continents besucht zu haben. Er kennt die deut-
        

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