Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810922
Theo dorich. 
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tius bei Tivuli, links unten bezeichnet: Carl 'l'lnc0dori aqua forti 
1'. l_825, rechts: Nach einer Sepiazeichnuxxg von Vcrschaffelt. Sehr 
schön radxrt, qu. fol. 
Cfhcotlorich , 
Theoderich. 
TÜCOÜOPiCIIS, Leonhard, nennt Fiissly einen Künstler, der ein 
Buch mit Grottesliexl herausgegeben habe. Darunter könnte Leon- 
 hard 'l'hiry verstanden weiden. 
l I  
llhcÜdÜTICl-IS, der dreizehnte Abt des Klosters Notre Dame des 
Dllnes in Flandern, war Architekt. Er vollendete 1262 den Bau 
der Kirche seines Stiftes, welche der Abt Salomon von Gent, 
der zehnte desselben, zu bauen begann. 
Dieses Iilostcr zählte von jeheeviele Künstler. 
TlIGOClOTOS, der Sohn des Bhökos (Potxos) aus Samos , und Bru- 
der des Teleltles, wird bereits von den Alten mit einem späteren 
Cflieorloros, einem Sohne des jüngeren Teleliles verwechselt, so 
dass Ein Theodoros schon lange vor Ol. 50, und "bis O1.  herab 
gearbeitet haben müsste, wozu mehrere Mensehenalter gehörten. 
Diogenes Laertius 2. ä. 103. , welcher zsvanzig berühmte Männer 
dieses Namens kennt, nennt ihn Sohn des Bhökos aus Samos, so 
wie Hesichius Milesius de viris illust. s. v. Gsööopo; älloi, und 
Diodor Siculus I. Q8. neben ihm auch noch den Telecles, beide 
als Söhne des Rhökos. Diese Künstler unterscheiden Thiersch, 
Epochen S. 182, Sillig. Cat. artilicnm vet. p. 45g, 0. Müller, Ar- 
chäologie S. 40. von zwei gleichnamigen jüngeren Künstlern, und 
ersterer führt gegen Hirt, der in der Amalthea I. 266 Hi, in den 
Jahrbüchern der wissenschaftlichen Critik 1827 Nr. 29 HI, und 
dann auch noch in seiner Geschichte d. b. Ii. bei den Alten S. 85. 
sich hartnäckig gegen eine solche Scheidung ausspricht, eine 
scharfe Polemik, da Hirt unbedingt dem Pausanias folgt, welcher 
(Arhadica VIII. 14. 5) sagt, die Sarnier Iihoilaos, Phileos' (Phileas) 
SUllD, und Theodoros, Telehles' Sohn, hätten zuerst das Erz ge- 
schmolzen und Bildsiiulen daraus gegossen. dann Phokica X. 58. 5. 
wiederholt, die genannten Künstler seien die Erfinder der Kunst, 
das Eisen auf das genaueste zu schmelzen und Bilder zu giessen. 
An der ersteren Stelle fügt dann Pansanias noch hinzu, dieser 
'l'heodoros, des Telehles Sohn, habe das Siegel des Polycrates 
aus Smaragd gefertiget. Auch Herodot 5. 42. behauptet dieses, 
und benaehrichtet noch überdiess, dass Theodoros, der Sohn des 
Telehles dem lirösus einen silbernen Mischhrug für den Delphi- 
schen Gott gegossen habe. Alles dieses vereini et Hirt unter Theo- 
der dem Sohne des Rhökos und seinem Brudergfelekles, und dehnt 
die Lebenszeit dieser Künstler auf seine alten Autoritäten hin 
iibermässig aus. 
_A1lein es sind nach Thiersch in jenen Nachrichten olfenbar 
zwei Künstler dieses Namens zu unterscheiden, von denen die 
Nachrichten sich verwirrt haben. Der ältere Theodoros, der Sohn 
des Pihökus, und ein jüngerer, der Sohn des Thelekles. De? 51' 
tere 1st Zögling ägyptischer Meister, dem Dädalus und Epeius 
kunstverwandt, neben welchen ihn Plato (Jon. Opp, I. 555) nennt. 
Der ältere Theodorus besuchte mit seinem Bruder TelelilGS Aegyp- 
ten, wie Diodor versichert. Sie fertigten das Bild des Pythisclien 
Apollo auf Samos von Holz, und wie man glaubt, nach einem 
festen ägyptischen Canon. Diodor erzählt, die eine Iliiltte habe 
'l'clehlcs auf SillllUa, die andere Theudoros in Ephcsus gefcrtiget,
        

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