Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810590
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'l'ettesdet, 
Teuber. 
I. S. 155 einem G. Tettesclet zu eschricben, und die Bildwerhe, 
welche sie vorstellen, werden (im Adrian de Weez-t beigelegt 
WVir kennen diese Blätter nicht nach eigener Anschauung, und 
bemerken daher nur mulhmasslich, dass der Maler A. de Weenlt 
die Zeichnungen zum Stiche geliefert haben könnte. S. auch 
Tettesdet. 
1) Venus und Amor vom Satyr belauscht, Gruppe von W. Te- 
trodius. 'l'ettcrclil sc., gr. qu. fol.  
2) Xenus, Jupiter und Merkur, Gruppe von W. Tetrodius, 
"ctterdil sc.. s. r. qu. F01. 
 Diese beiden gßlätter sind in Jan Müllex-"s Manier aus- 
geführt, allein unser Künstler ist älter als dieser. 
Tettesclet, G., Iiupferstecher, der schon oben erwähnte Künstler, 
 welcher einem Telterdil gegenüber steht, könnte um 1570 in Cöln 
gearbeitet haben. Die Angaben über diese beiden Iiiinstler sind 
nicht ohne Bedenken hinzunehmen, und wir geben daher diesen 
und den obigen Artikel einer weiteren Berichtigung anheim. Im 
Cataliug Sternberg-Manderscheid I. Nr. 1459  1461 werden ihm 
folgende Blätter beigelegt, angeblich nach Sculpturen voxrAdx-ian 
de VVeerdt, welcher nur alsßleichner und Maler bekannt 1st, und 
um 1570 zu Cöln in jungen Jahren starb. WVir möchten die naqlh 
ebilcletexi plastischen VVerlie dem Willem Danielsz Tetrode bci_ 
äegexl, in dessen Artikel zwei der folgenden Blätter erwähnt simL 
1) Venus, Jupiter und Merkur, grosse Figuren am Hause des 
Peter 'l'herlayn in Cöln, gr. qu. fol. 
2) Venus, Amor und Satyr, ebendaselbst, gr. qu. fol. 
5) lYlcrkur und Minerva, Figuren an der Bibliothek zu Cöln, 
gr. fol. 
Tetzmann , 
Teetzmann. 
Teubel , 
Johann , 
Teufel. 
Tlleuher, der Name einer Iiunstdrechsler Familie von Regensburg_ 
welche in ihrer Art Vurziigliches leistete. Martin Teuber stand 
um 1651; in sulchem Rufe, dass ihn Iiaiser Ferdinand III. oft in 
seiner VVerhstatt besuchte, um sich unter seiner Leitung im Kunst- 
drehen zu üben. Sein Sohn Martin Christoph brachte die 
Iiunst, Portraite zu drehen, zu glücklichem Resultate, und lie- 
ferte auch viele andere künstliche Arbeiten, deren man in der 
Iiunstlaannner zu Wien bewunderte. 
Noch grösseren Ruf erlangte aber sein Sohn Johann Mar- 
tin, welcher in allen Hauptstädten Deutschlands VVerlte llllller- 
liess. Er erfand eine Maschine, mittelst welcher er Purtraite er- 
haben und vertieft, Landschaften, Jagden, Viehstiieke und Schrif. 
ten drehen konnte. Auf einer anderen Maschine verfertigte er 
runde und halberhabene Figuren in verschiedener Stellung, Ball- 
men, Säulen, Gesimse und viele andere architektonische Theile, 
dann künstliche Augen, Ohren, Microscope, Sphären von Elfen- 
bein, astronomische und Erd-Fernröhre u. _s. w. Er druckte auch 
Wappen und Figuren lll Glas, verstand die Kunst in edle Steine 
Figuren und andere Darstellungen zu ätzen, selbe zu schneiden, 
und war überhaupt ein Tausendkünstler seiner Zeit. Er schrieb 
auch ein Werk über Drehliunst, welches Chr. Drexel 1750 zu 
Regensburg herausgab, 4.
        

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