Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810588
Tettelbach , 
Carl 
Felix , 
Tetterdil. 
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auch das Bildniss des Czars Peter des Grossen, der Kaiserin Catha- 
rina IL, des Kaisers Alexanders I. von Russland, als Cameen von 
beträchtlicher Griisse. Von zwei anderen Cameen in Onyx stellt die 
eine den Merkur, die andere die Minerva dar, in glücklicher 
Nachahmung der Antike. Ein Intaglio in Carneol stellt den Ga- 
nymed vor, wie er den Adler füttert. Die drei Grazien schnitt er 
erhaben in Onyx, so wvie ein Medusenhaupt, beide von trefflicher 
Arbeit. Die Muse Melpomene schnitt er vertieft in Stein. An 
diese zahlreichen Werke in edle Steine reihen sich dann die er- 
habenen Arbeiten in Elfenbein, nach Art der Camcen, sowohl 
Köpfe als einzelne Figuren und griissere Compositiunen. Tettel- 
bach war Mitglied der Akademie in Dresden und St. Petersburg, 
wo er sich einige Jahre aufhielt. 
Tßuißlllacll, Carl FelIX, Eclelsteinsclmeider, geb. zu Dresden 1733, 
war Schüler seines Vaters Gottfried Benjamin, und stand diesem, 
so wie später seinem Bruder Clemens als Gehülfc zur Seite. Er 
hatte ebenfalls den Ruf eines geschickten Künstlers. 
Tettelbach, EPHSIZ MOTIZ GIISIEW, Blumenmaler, der Sohn des 
Edelsteinsehneiders Gottfried Benjamin, wurde 179i zu Dresden 
geboren, und wählte nach dem Beispiele seiner Schwester Augu- 
sta ein Iiunstfach, welches ihm Ruhm erwarb. Er ist durch liebli- 
che Blumen- und Fruchtstücke bekannt, die in aller Farben- 
yracht und in reizender Mannigfaltigkeit dargestellt sind, Sowohl 
III Oel als in Wasserfarben. Seine Gemälde gehören zu den vor- 
züglichsten Leistungen dieses Faches. Er ist Hufinaler in Dresden 
und Mitglied der Akademie daselbst. G. Vogel von Vogelstein hat 
das Bildniss dieses Meisters gezeichnet und dasselbe seiner he- 
kannten Portraitsaminlung einverleibt. 
Tettelbach, AllgllSliü, Blnmenmalerin, die Schwester des obigen 
Künstlers, Wvurde 1785 in Dresden geboren, und von Carulnna 
Friedrich unterrichtet. Sie entwickelte schon in früher Jugend ein 
bedeutendes Talent zur Darstellung der lieblichen Kinder Flurens. 
Später heiratlicte sie den Maler Joh. Guttlieb Larius. 
Tßtlßiill, LOUIS, s. L. Testelin. Letzteres ist der Familiennrune 
des Meisters, er scheint aber die Schreibart Tettelin oder 'I'etclin 
vorgezogen zu habeil, während der jüngere Iiiinsller dieses Na- 
mens vvTcsteiinac schrieb. 
TBHBP, Wilhelm, Furmschneider oder Zeichner, war zu Anfang 
des I7. Jahrhunderts in Holland thätig. Er soll die Bildnisse im 
zweiten Theile von P. Opmeefs Opus chronographicum urhis uni- 
versi. Antverpiac 16H, geschnitten haben. 
Tetterrlxl, Kupferstceher, ist nach seinen Lebensverhältnissen unbe- 
kannt, sehpint aber um 1570 in Göln gearbeitet zu haben. Wir 
finden ihm in dem Verzeichnisse der Iiupferstiehsammlung des 
Hoüathes Böttiger (Dresden 1857l zwei Blätter nach Sculpturen 
des Bildhauers Wilhelm Tetrode oder Tedrodius beigelegt, welche 
wir im Artikel desselben erwähnt haben. Es müssen aber nicht 
alle Abdrücke den Namen des Stechers tragen , denn auf (lGDl er- 
sten Blatte soll man nur lesen: Gul. 'I'etrodius Delfinus Batavns 
SClllPtUf Colonia formulis Petri Conracli Culot 1574- Aug. 24. Al- 
lein wir sind noch keineswegs im Reinen. Die fraglichen Blätter 
werden in [VrcnZCYS Catalug der Sammlung des Grafen Stemhcrg
        

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