Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810579
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T eltelbach , 
Paul 
Clcmcns 
Alexander. 
(1771) begab er sich nach Berlin, wohin seine meisten Arbeiten 
gekommen waren, allein Tettelbach fand keine Anlträge und 
kehrte daher wieder nach Dresden zuruckz wo er sieben Jahre 
fur Goldarbeiter und Galaiiteriehandler arbeitete , sowie Wappen 
und Petschatten schnitt. Endlich wurde er mit dein Professor Lip- 
pert bekannt, dessen Daktiliothek ihn mit den Werken des Alter- 
thurns bekannt machte, und wenn er sich_ des Taäes miide gßap- 
heitet hatte, war des Nachts die Lekture seine Idrho ung. Von die- 
ser Zeit an ahinte er die ikntike nach! und lieferte Werke, die 
_an_ Geschmack und Reinheit des Styls sich vo_r vielen anderen Ar- 
beiten bGkKIIIIIlLCIBTUMGISCBF auszeichnen. Ein Stein, womit ein 
Bracelet der Chui-fnrstin von Sachsen geschniuckt wurde, erregte 
endlich Aufmerksamkeit, und man entdeckte den Namen des Van 
iertigers (laraut. "Jetzt erhielt er_ von Standespersoneii Auftrage, 
 esonders vom Fiirsteiußeloselski, welcher mehrere (remmen vun 
ih_iii hesass, deren einige den Antiken gleich geachtet wurden, 
Ein boliniischer Graf bot dem Fürsten für eine Mäinade vier schöne 
alte Steine. Den Namen setzte er selten aut'_ seine Werke, und 
daher wurden mehrere von Händlern fur antik Yerkautt: Er  
hcitete vertieft und erhaben, naclnArt altgriechischer (Jeninien, 
und tulirte auch schone Basrehels in Edelsteine aus. in 581119" 
bessten Werken sind die Figuren sehr eorrekt und init grosser 
Weichheit behandelt. Auch die hohe Politur der Alten wusste Q1. 
zu geben, wenn man eine so zarte Vollendung verlangte. Daher 
nun mag es gekommen seyn, dass sich einige liuiisttreundmtiin- 
scheu liessei-i. Zu seinen Vflrlügliühstßll. Geinnien gehort eine C„_ 
yiedes beruhmteii Siegelring-es des Michelangelo, der lange für 
antik gehalten wurde, aber von Gio. Maria da Peseia herruliret, 
Ein Opfer der Flora in_ sieben Figuren bezeichnete ei- init dem 
Namen AGHZlLQN. Ein (Bzfer der Ycsta in acht Figuren hat 
gien Ndllltillt QJIA Ol-IPIAir-a. Auch diese Stamme gelläirtdzu de!) 
     
stein, Herkules den Cierberus erwiirgend Thetis und Peldng- 
Hcrliules wie er dem Admet die Alceste ziiriicls ibt in Car um 
.1 ,    P g  neogv 
eine ltluse in Chalcedonnbeide mit den Namen des Ifunstlers m 
giiegliisclier Schritt, ein Iiopf des Achilles, Achilles mit der Leger 
es 72911801], Melpornene als Intaglio, u: S. w. Die Werke die- 
ses hunstlers konnten auch mit jenen seines Sohnes verwechselt 
werden. Irrig ist es, wenn wir angegeben {inden,_ dass er auch 
in Glas _uiid Schmelzwerk gearbeitet habe: Er bediente sich zur 
lläisarbeitung immer nur edler Steine, nie des Stahls oder des 
cssin s. 
Teilelbach sen. wurde 1795 an Klettfs Stelle churfiirstlicher 
Hof: und Cabmetssteinschneider, 1800 Mitglied der Akademie in 
Berlin, und starb zu Dresden 1815. 
Tettelbach, Paul Clemens Alexander, Edeisieinschnsider, geh 
zu Dresden 1776, war Schüler seines oben erwähnten Vaters, und 
trat mit Ruhm in dessen Fussstapfen. Er folgte der Richtung deg 
klassischen Alterthums, und fand mit seinen Werken die vollste 
Anerkennung, besonders in Russland, wo viele schöne Callleen 
und Inlüglius von ihm zu finden sind. ErsIei-e wurden 11961) hÖhor 
geachtet als die Arbeiten in der Tiefe, obgleich er aueh hierin Vor- 
zügliches leistete. Dann gravii-te Tettelbach auch in Metall und 
lieferte erhobene Bildwerke in Elfenbein. Wir verdanken diesem 
Künstler mehrere Bildnisse in Edelsteine und Elfenbßlll, Z1l_ wie- 
clei-lmlten Malen jenes des Königs von Sachsen. Dann schnitt ei-
        

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