Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810377
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Tesi . 
Blauro. 
die' Figuren, womit seine Arabesken belebt sind. Graf Algaroui 
spricht in seinen Werken bei jederßrelegenheit von M. Tesinund 
nennt ihn geradeweg den Wiederherstel er des edlen untbreinen 
Geschmackes in der Architekturrnalerei und selbst der Architektur, 
auf welche indessen sein Einfluss eben nicht sehr entscheidend 
war, wenn auch ein besseres Streben für seine Zeit volle Alle]; 
kennung verdient. Das erste Werk, welches dem M. Tesi einen 
bedeutenden Ruf erwarb, sind Arabesken an einer Thiire im Hause 
der Familie Savini zu Bologna, welche Algarotti bezaubernd schön 
fand. Mit F. Minozzi malte er das Gewölbe der grossen Capelle 
in la Mascarella, und von ihm allein sind die schönen Decorations- 
arbeiten in der Capelle del Sacraniento in S. Martino Maggiore der- 
genannten Stadt, nach Algarotti das Besste, was Tesi geleistet hat, 
Die Malereien der Mascarella sind neuerlich von Gaetauo Caponm-i 
restaurirt worden. Auch in Palästen hinterlicss er Proben seiner 
Kunst. Besonders geriihmt wurden seine Decorationen 111 der Gallß. 
ric des Marchese Zambeccari zu Bologna, in welcher er Arabesken, 
Figuren, Cameen, Reliefs u. s. w. malte.  Beachtensyverth sind ane], 
seine Malereien am Gewölbe von S. Spirito zu Pistoja, und der 
Bilderschmuck eines Saales des Marchese Gerini zu Florenz. "Ucber- 
diess wurden nach seinen Zeichnungen mehrere Trauergeruste eh 
richtet, worüber jenes der Madonna del Baracano besonders mer-lh 
wiirtlig war. Seine Malereien in Oel scheinen sehr selten zu seym 
Zwei solcher Bilder besass Graf Algarotti. Eines derselben, welches 
Lanzi bei den Erben des Grafen sah, stellte nach Algarottfs Erfiu- 
dung einen Tempel des Serapis mit Basreliefs im ägyptischen Style 
dar, und als weiterer Zugehör dienen Pyramiden und Ruinen. Die 
Figuren hat Zuccharelli gemalt. Algarotti besass auch viele Zeielb 
nungen von Tesi. Das letzte Werk des Künstlers sind die Zeieh- 
nungen zum. Grabmale seines Gönhers im Campo santo zu Pism 
Die Iiosten zu diesem Denkmale deckte Algarotti durch testanien; 
tarische Verfügung. und übertrug den Entwurf unserm Tesi. Spig 
ter übernahm aber Friedrich II. von Preussen die Kosten und 
behielt ebenfalls den Plan Tesi's bei, welcher aber das VVerk nicht 
mehr vollendet sah. Bianconi führte es zu Ende, und modellir-te 
die Statue der Minerva auf dem Sarcophage. M. Tesi starb 1766 
zu Bologna an der Schwindsucht, die er sich durch seinen unen 
miideten F1  und durch die zärtlichste Pflege seines an gleiqhel. 
Krankheit lgnden Giinners zugezogen haben dürfte. Er kam in 
den Bädern u Pisa nicht von der Seite Algarottfs, und nach 
zwei Jahren war er hingewelkt und eine Leiche. Seine Freunde 
setzten ihm in S. Pctronio zu Mailand ein Denkmal und stellten 
an demselben sein Brustbild auf, mit der Inschrift: Mauro Tesi 
elegantiae veteris in pingendo ornatu et architec: 
turae restitutori. 
C. M. Gini stach nach ihm zwei innere Ansichten grössel-er 
Gebäude in Aquatixita, 4. Ein anderes Blatt ohne Namen, ebexb 
falls in Aquatinta, stellt ein reiches Monument dar, unter dem 
Titel: Idea d'une machina Funebre, Mauro Tesi inventore,  
Das Grabmal des Grafen Algarotti hat Volpato gestochen. 
Eigenhändige Piadirunäen. 
DiqAetzarbeiten dieses Meisters fanden grossen Beifall, und 
sie verdienen der geistreichen Behandlung wegen auch wirklich 
das Lob, welch-es ihnen gezollt wurde. "olgende Blätter finden 
wir ihm beigelegt, aber nicht genau beschrieben. 
1) Das Bildniss des Grafen Algarofti, im Proiil, ohne Namen.
        

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