Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810209
Terburg , 
Gerhard. 
241 
bei Marquis von Fange 1781, 5855 Frs., bei Herzog von Praslin 
1808, 15000 l"rs., bei von Sereville 1812, 15000 Frs., bei Fürst 
Galitziii 1825, 24500 Frs., und der jetzige Besitzer bezahlte 6000 
ltthl. Terburg starb zu Deventer 168i im 71. oder 75. Jahre. G. 
Dow, Mieris und Netscher verehrten ihn als ihren Meister. M. 
Sweerts hat sein Bildniss radirt, wobei wir auf Nr. 2 des Werkes 
1116505 Meisters verweisen. Auch A. Bartsch hat es radirt. Ferner 
lioiiimt das Bildniss Terburrjs bei G. Weyerman, Houbraclien, d'Ar- 
gcnsville und Descainps vor. Ein eigenhändiges Gemälde ist im 
Museum im Haag. 
Gemälde und Zeichnungen dieses Meisters. 
Die vorzüglichsten Bilder dieses Meisters sind jetzt grössten- 
theils in ständigen Gallerien. Die wenigsten findet man in seinem 
Vaterlande. Auch Zeichnungen finden sich von diesem Meister, 
Sie sind mit rothcr und schwarzer Kreide ausgeführt, weiss ge- 
höht oder mit Tusch vollendet. Andere sind "mit der Feder ent- 
worfen und aquarellirt. Ein Verzeichniss solcher Zeichnungen 
können wir nicht geben. Einige sind in B. WeigePs Kunslhata- 
log angezeigt. Eine grössere Anzahl sind im Catalogc der Samm- 
lung des B. v. Runiolir Nr. 759  777 beschrieben. 
Im Museum zu Amsterdam ist das Bild der Friedensbe- 
scliwiirung in Dliinster (Skizze  dessen wir schon oben im Leben 
des Meisters erwähnt haben. Ein zweites Bild ist unter dem Namen 
der väterlichen Ermahnung bekannt, ähnlich dem Gemälde im Mu- 
seum zu Berlin, aber mit einem Hunde, ehedem in Loriniefs Sammlung. 
Das Museum im Haag bewahrt das eigenhiinilige B-ildniss 
des Meisters, in der Tracht eines Bürgermeisters. Ein anderes 
Gemälde stellt einen Offizier dar, wie er einer Daiue den Brief 
verliest, welchen ein "Trompeter gebracht" 
Eini e der schönsten Bilder 'l'erburg's findet man jetzt in En g- 
la n d, äieilweise aus holländischen Sammlungen stammend. Waa- 
gen gibt in seinem Werke über Kunstwerke und Künstler Englands 
Nachricht darüber, was um so interessanter ist, da man über die 
Iiuiistschätze jenes Landes lange keine eniigende Auskunft hatte. 
In der Sammlun im Staffordliguse zu Lenden ist ein 
Bild jener beliebten glondine im weissen Atlasskleide, wie ihrcin 
Herr seine Verben urig macht. Im Hiiitergrunde sind drei Perso- 
nen init inusilsaliscäien Instrumenten. H. 2x1". Ö Z., Br. 2 F. 2 Z. 
Lord Ashburton in London besitzt ebenfalls ein Mädchen 
in gelbscidener, mit Hermelin verbriiiiitei- Jacke und weifsseidencm 
Iileide, sitzend mit der Laute. Gegenüber am Tische betrachtet 
sie ein Herr mit Wohlgefallen, und ein anderer steht hinter ihm. 
Zu Descamps Zeit war dieses herrliche Bild in der Sammlung Lor- 
niier im Haag, und zuletzt besass es Fürst Tallcyrand. H. 1 F. 
10 Z., Br. 1 F. 6 Z. 
Herr H. T. Hope in London besitzt das Bild einer Dame in 
rother, mit Hermeliii verbriiniter Pelzjacke, wie sie zur Laute singt, 
wozu der Musilimeister mit der Hand den Takt angibt. Das Maid- 
clien ist von seltener Schönheit für Tcrburg, alles vom gewählte- 
sten Geschniacke und der zartesten Vollendung. Das Monogramm 
ist verwaschen. H. 2 F. 2 Z„ Br. 1 F. Q Z. Ein anderes sehr ge- 
wähltes Exemplar dieses Bildes sah Waagen beim Bilderhäiidlm- 
Peacocli in London. Dann besitzt Herr Hupe auch das Bild 
eines Iiriegsmannes, gemächlich neben dem Kamin sitzend, wie 
er ein Glas Champagner leert. Neben ih_in versucht sich ein inn- 
ger Trompeter auf seinem Instrument, worauf ein dritter Soldat 
zu hiiren scheint. In Composition, Tüchtigkeit und Lebendigvlseit 
Näglcr": Künstler-Iran. Hd. XVIII. 16
        

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