Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1810141
Teodono , 
Mantuano. 
Tcoscopoli , 
Domenico. 
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gchullz, welche bereits in Rom begonnen, naclxveiirlg vqn lc l'autre 
vollendet wurde. Tcodon war Miwlied der Aliatlüllllß in Paris und 
starb daselbst, nach einigen um 1380, nach andercn 1713. 
Teodoro , 
Mantuano , 
Ghisi. 
Teodoro , 
Monsu , 
T. Helmbrccker und Theodore. 
Tcoscopoli oder Theotocopuli, Domenico , genannt i! 
Greco, Maler, Bildhauer und Architekt, soll nach der gewöhn- 
tchen Angabe 1548 in Griechenland geboren. und von Titian un- 
terrichtet werden seyn, während es in den Lettere pittoriche VI. 
311i heisst, dss Dornenico von liindheit auf in Spanien erzogen 
wurde, so dass der Künstler vielleicht nur durch die griechische 
Ableitung seines Familiennamens, oder durch eine willkürlich 
angenommene griechische Tracht den Beinamen wel Griegoe er- 
halten haben konnte. Dass auf einer satyrischen Darstellung im 
spanischen Museum zu Paris griechische lnschriften stehen, wird 
wohl nicht so hoch anzuschlagen seyn, um die griechische Ab- 
hunft des Künstlers heraus zu demonstriren. Auch sein Aufent- 
halt bei Titian in Venedig ist nicht streng nachzuweisen, und 
die Sage könnte vielleicht auf der Verwechslung mit dem Vene- 
tianer Domenico dalle Greche bestehen, der von mehreren 
Schriftstellern mit Teoscnpoli für Eine Person gehalten wurde, 
wnrauf wir unten bei der Erwähnung eines Formschnittiverhes zu- 
rücltkommen. In jedem Falle hatte Teoscopoli die Werke Titian's 
studirt, und sich die WVeise desselben so zu eigen gemacht. dass 
seine Arbeiten mit jenen dieses Meisters verwechselt wurden. Viele 
seiner Bilder haben die Vorzüge der Titiarfschen Schule, bis er 
endlich in einem missverstandenen Streben nach Originalität in 
eine ausschweifende Manier verfiel, und. lcaum mehr dem Scheine- 
nach den Principien ächter Iiunst entsprach. Diess ist um so auf- 
fallender von einem Manne, der über das Wesen derselben so fleis- 
sig nachgedacht, und durch Wort und Schrift in wahrem Sinne sich 
ausgesprochen hatteHSeine Liebe zur liunst. und die grosse Ach- 
tung für ihre Heiligkeit verwickelte ihn in viele Streitigkeiten, in 
welchen er jedoch immer den Sieg behauptet haben soll. Seine 
spätere Kunstrichtung dürfte ihn aber in manchen Widerstreit ge- 
bracht haben, der nicht immer zu seinen Gunsten ausfiel. Er war 
bis in sein hohes Alter thäti . Pacheco sagt, dass er 161i bei ei- 
nem Besuche imyHause des giinstlers einen grossen Saal voll Ent- 
würfe zu Gemälden und eine zahllose Menge von Thenmodcllen 
gefunden habe. Teoscopoli starb aber erst 1625 in Toledo. Die 
ierühxnteslen Schriftsteller und Dichter der Zeit ergosseu sich jetzt 
in Lobeserbebun en. Seine vorzü lichsten Schüler sind J. B. Maynu, 
L. Tristan, P. ärrente und J.  Teuscopoli, der Sohn unsere 
Künstlers. 
Die Werke dieses Meisters sind in Spanien sehr zahlreich, in 
den letzten Jahren dürften aber mehrere verschwunden seyn. du 
französische und englische Iiunstliebhaber einen Titianlfeoscopoli 
nicht verschmähten. Mehrere Bilder erwarb 1857 der König Louis 
PllllfPP, und darunter sind auch die schon von Oberst Scheppeler 
(Beiträge zur spanischen Kunstgeschichte. Aachen 1823, S. 113) 
erwällllfßfl Meisterwerke. Das eine stellt die Tochter des Meisters 
dar, eine abgemagerte, krankhafte Gestalt,' das andere ist eine 
Skizze zu einem {igurcnreiehen satyrischen Gemälde auf Carl V. 
mit griechischen Unterschriften. In Deutschland sind die Werke dic-
        

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