Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809792
200 
lbniers , 
David. 
sers ist das Schloss. Dieses Bild erinnert in der Compositioix an 
ein anderes in der Grosvenor-Gallerie. H. 5 F., Br. b F. 
In der Sammlung des Robert Peel sind zwei trelfliche Bil- 
der. Das eine stellt einen bejahrlen Bauer dar, wie er das die 
Schüssel scheuernde Mädchen liebkoset, während seine bejahrte 
Hälfte unerwartet zur Thiire hereintritt. Dieses Bild ist sehr fleis- 
sig und geistreich behandelt. Die Wirkung des einfallenden Lieh- 
tes ist wunderbar hell und doch warm, der Hintergrund von sel- 
tener Iilarheit des Helldunliels. H. 1 F.  Z., Br. 1 F. Das 
zweite Bild stellt einen Zauberer vor, der vor den höllischen Gei- 
stern, die er heraufbeschworen, selbst erschrickt. Dieses Gemälde 
ist reich an abentheuerlichexi Gestalten, von grosser Wirkung, in 
einem kräftigen Goldton meisterlich impastirt. Ein Hauptbild die- 
ser Art auf Holz. H. l F. 5; Z., Br. 2 F. 11'; Z- 
In verschiedenen Manieren lernt man ihn in der Bridge- 
water-Gallerie kennen. 1) Iiegelspiel in einem Hofe, neun 
Figuren voll Leben, aus der früheren Zeit, wie der sehr braune 
Ton der Gesichter beweiset. 2) Der Alchymist bläst das Feuer 
unter dem Schmelztiegel an, neben ihm ein Jüngling und rück- 
wärts zwei Arbeiter, bezeichnet 164g. Dieses höchst geistreiche 
Bild stammt aus der Gallerie Orleans, und ist aus Teniers besster 
Art und Zeit. In der Zusammenstellung der Töne aus der kalten 
Farbenleiter herrscht seltene Klarheit und Feinheit der Abtöming. 
H. 1 F. 4 Z.. Br. 1 F. ßi Z. 5) Spielende Bauern, Hiiehtiger be- 
handelt, doch aus der Zeit des vorigen. 4) Vorn zwei Raucher 
und im Hintergrunde vier Bauern heim Kartenspiel. Dieses nur 
65 Z. hohe und 8 Z. breite Bildchen aus derselben Zeit, ist von 
der seltensten Feinheit des Tons in der kühlen Harmonie. 5) Ein 
Bauer mit einem Iiorbe nähert sich einer Frau vor der Hausthiire. 
Dieses flüchtige Bild zieht ungemein durch eine schlagende Be- 
leuchtung an, und wird irrig dem alten Teniers beigelegt. 6) Eine 
Dorfkirmess, in der Ferne das Landhaus von Teuiers und eine 
Gesellschaft von Herren und Damen. Der lebendige und mannig- 
fache Ausdruck ländlicher Fröhlichkeit, die bequeme Anordnung, 
die feine Touehe, die helle, heitere Harmonie des Ganzen, der 
vortreffliche Luftton in der landschaftlichen Ferne machen dieses 
Hauptbild sehr anziehend. H. 2 F. 1 Z., Br. 2 F. 14g Z. 7) Eine 
Bauernhochzeit, welche von ungefähr 54 Personen in einem Dorfe 
gefeiert wird. Vortrefflieh in den Motiven und sehr fleissig aus- 
"gefiihrt, doch glatter und minder geistreich in der Touehe, und 
etwas schwer in der Farbe, besonders in dem fahlen Himmel und 
der Landschaft. 
In der Sammlung im Staffordhouse zu London ist ein 
ausgezeichnetes Bild, welches eine Hxexe vor dem Zauberkessel die 
Geister beschwörend vorstellt. Ein zweites Gemälde zeigt eine Ge- 
sellschaft von Enten, von grossex" Wahrheit und dabei in einem 
saftigen, kräftigen Ton lleissig ausgeführt. 
In Dulwichcollege bei London ist ein Bild, welches lainen 
Mann vorstellt, der vor dem Bauernhofe Häckel schneidet, ne- 
ben ihm ein Schimmel und Federvieh. Von vieler Wahrheit und 
Haltung. 
Lord Dudley in London besitzt ein besonders reiches und 
fleissiges Bild, welches einen Alchimisten vorstellt. 
In Lutonhouse, dem Sitze des Marquis von Bute, ist ein 
Gemälde von der feinsten Qualität, in einem lichten Goldtun wun- 
derbar klar, harmonisch und fleißig durchgeführt. Drei Karten-
        

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