Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809715
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Teuerzmi , 
Pietro 
Cnv. 
renze 1826 ist das Bild von Zignani gestochen. Um diese Zeit fer- 
tigte er auch eine Gruppe, welche Psyche und Venus vorstellt, 
und 1821 eine liegende Venus, welcher Amor den Dorn aus dem 
Fusse zieht, letztere im Museum des Fürsten von Esterhazy, ein 
liebliches Bildvverli in carrarischem Marmor. Dieselbe Darstellung, 
Sehr lleissig in Marmor ausgeführt, ist auch in der Sammlung zu 
Chatswort. Gleichzeitig ist ein schönes Bild aus dem Bacchischen 
Kreise, ein junger Faun, der die Flöte bläst. Im Jahre 1825 fand 
ein Christus am Kreuze allgemeinen Beifall, eine lebensgrosse aus- 
drucksvolle Gestalt, welche nachinals von Giovacchinu Belli als 
Geschenk des Grossherzugs Ferclinandu III. fiir die Kirche des mi- 
litärischen Ordens S. Stefanu zu Pisa in Silber getrieben wurde, 
und daselbst aufgestellt ist. 
Inzwischen arbeitete Tenerani im Atelier Thorwaldserfs an 
Werken dieses Nleisters. Sein Werk sind neben anderen die Ge- 
nien des Todes und der Unsterblichkeit, so wie die Muse der Ge- 
schichte am Monumente des IIei-zogs Engen von Leuehtenberg in 
der St. Michaelsltirchc zu Nliincheu, ausgezeichnet schöne Gestal- 
ten von feinstem Ebenniasse. Ein anderes Grabdenlsmal von Te- 
nerani, welches 1350 die Sieneser setzen liessen, ist jenes des Gou- 
verneurs Giulio Bianchi von Siena. Im Jahre 1834 Vilmlßn ihm 
zwei colossale Statuen zur Austiihrun übertragen. wovon jene 
des Evangelisten Johannes 183g in S. ärancesco di Paula zu Nea- 
pel, und die des heil. Ibigtirius als "Geschenk der ltedemptoristen 
in der Basilica "Vatieana zu Rum aufgestellt wurde. Iin Jahre 1859 
fiihrte er fiir die Basiliea des heil. Paulus daselbst die Statue des 
heil. Benedikt in Marmor aus. Der Heilige ist ebenfalls in colos- 
aalen Verhältnissen und sitzend dargestellt. Im Jahre 1842 vollen- 
dete er eine Statue des heil. Bernhard, deren Standort uns unbe- 
kannt ist. In lYIcssina ist ein _ rosses monumentales VVerk in Erz, 
wozu 'I'enerani 1841 das lYIodell vollendete. Es ist diess die co- 
lossalc Statue des Iiiinigs Ferdinand II. von Neapel, welche in der 
k. Erzgiesserei zu München gegossen, und 131,45 aufgestellt wurde. 
Ein zweites Werk dieser Art ist die Statue Bolivar's, welche 1815 
zum Gusse nach München geschieht wurde, welchen Inspektor 
IYIiller leitete. Diese Statue wurde in Culumbia aufgestellt. In dem- 
selben Jahre fertigte er auch eine lebensgrosse Statue der Gross- 
fiirstin von Leuchtenberg, welche nach St. Petersburg kam, wo 
auch TetieranPs Statue des Grafen von 01'105 sich befindet, wel- 
cher sitzend dargestellt ist. 
Diese-. monumentalen Arbeiten nahmen aber die Zeit des Künst- 
lers nicht allein in Anspruch, er fertigte inzwischen auch viele 
andere Ilildwerke, unter welche wir vornehmlich zwei VVerhe christ- 
licher liiclttung nennen, da sie zu den herrlichsten Erzeugnissen 
Teneranfs gehören. Das eine dieser Werke ist ein grosses Mar- 
morrelief der Iireuzabnahme in der Capelle Torlenia im Late- 
ran, 1842 vollendet, und das andere dient als Grabmal der Her- 
zogin Iiante in St. Maria sopra Nlinerva zu Rom. Der Bote des 
INcltgei-ichtes sitzt mit der Posaune auf dem Schoosse und har- 
rend des Momentes. Das Antlitz ist voll grossartigcr Schönheit, 
Ruhe und IVehmuth zugleich sind ausgegossen iibcr die Majestät 
dieser Zii e. In langen Locken wallt das Haar um die Stirne 
und fällt herab über Nacken und Schulter. Im Iiunstblatt 1843 
Nr. 75 lesen wir, es gebe keine edlere Gestalt, keine wahrere Dar- 
stellung des Gegenstandes, und Tenerani habe kein schöneres 
Werk geschaffen. Im Palaste Torlonia sind mehrere mythologi- 
sche Figuren von, ihm. Dieses Gebäude ist reich an plastischen
        

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