Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807926
bedeutende Anzahl von Copien und Zeichnungen nach der Natur, 
die meistens in Bildnissen und Costülnfiguren bestehen. Doch ist 
Suter auch in eigener Cmnposition tüchtig, seine Bilder ent- 
halten aber nur wenige Figuren. Eine Anzahl von Mailonneim 
und Heiligen ist theils gestochen, theils litho raghirt. J. Lßüdllül" 
stach 1844 nach ihm die Engelweihe der Capeäle in Einsiedeln, mit 
der Legende des heil. lVleinracl in der Einfassung, ful. Die mei- 
sten dieser Blätter erschienen in der liunsthandlung der Gebrüder 
Benziger in Einsieclelti, wo der Künstler gegenwärtig lebt. 
Suter, Vvllllßlm, Iiupfersteclier zu Prag, machte seine Studien an 
der Akademie daselbst, ging dann zur weitern Ausbildung xiacli 
Dresden , und liess sich zuletzt in Prag nieder, wo der Künstler 
mehrere schöne Blätter aiisfiihrte. Darunter sind auch Stalilsticlie 
nach Bildern der religiösen Schule Deutschlands, wie nach J. Füh- 
rich u. a. 
1) Der Tod, die Himmelfahrt und die Krönung Mariü, nach 
dem grossen Plafonilgexniilile von C. Vogel von Vogelsteixl 
in der Selilosskapelle zu Pillnitz, 1350. Imp. Pol. 
2) Der Gruss des Engels an Maria, nach C. Vogel von V0- 
gelstein, 4. 
5) Die Taufe Christi, nach demselben, 4. 
4) Religiöse Bilder nach J. Fiiricli, Stahlstiehe,  
Suterman, Lambert, genannt Lombardus, Zeichner und Maler, 
einer der vorziiglichsten niederländischen Meister des 16. Jahr- 
hunderts, der in Italien seine heimische Bichtungniit 50lchcn1 
GlüChß verliess, dass sich seine VVerke von nun an durch eine 
schlichte und edle Sinnesweisc auszeichnen, und wenige andere 
seiner Landsleute ein so reines Gepräge der römischen Schule tra- 
gen. Allein die Nachrichten über diesen Meister sind etwas ver- 
worren, wenn man sich nicht streng an Lanipsonius halten will. 
Auch wir haben uns im Artikel wvLambert Lonibardusn durch Vasari 
und Sandrart zu Annahmen verleiten lassen, welche wir jetzt da- 
hingestellt wissen xniichten, da sich der Knoten auf einfachere VVeise 
lösen kann. Vasari kennt einen Larnherto rfAlnsterdani und einen 
Lamberto Suave da Liege, zwei verschiedene" Personen, welche 
Sandrart in Eine vereinigt. Den Laxnberto dükmsterdam hielt man 
für L. Snterman, genannt Lombardus, welcher in Tiliaifs und 
Tintorettds Schule verweilt, und diesen Meistern landschaftliche 
Parthien in ihre Bilder gemalt habe; allein Vasari versteht unter 
seinem Lainberto rVAmsterdam eher den Lainbert Sustris sen., und 
seinen Laniberto Suave de Liege scheint er mit L. Lonihardus 
aufzufassen, da er den Iiupferstecher L. Suavius auch als treffli- 
chen Architekten bezeichnet, während nur Lanihert Lomhardus 
Sutermaia sich mit der Baukunst befasst zu haben scheint. Uni 
L. Suavius mit L. Lombardus zu vereinigen, musste dann letzterer 
auf Iiupfcrstichen seinen Namen Suternian in Suaviils latinisirt 
haben, wogegen schon Hcineelae Zweifel erhob. VVir nehmen 
daher nicht ohne Grund den Lambert Lomhardus Suterman, den 
Lambert Suavius und den Lambert Sustris für eben so viele Per- 
sonen. Die Werke des letzteren tragen das Gepräge der venetia- 
nischen Schule, und er ist wahrscheinlich der Lamberto d'Amster- 
dem des Vasari, und jener Lamherto, welcher in Bildern Ti- 
tialfs und 'I'intoretto's Landschaften gemalt hat, und iiberdiess ein 
tüchtiger l-Iisturienmaler war. Lambert Suavius ist der Zeit- und 
Stadtigenosse des Lmnhert Sutermzm, dessen Iiunstweise von jener 
Suterznznfs verschieden ist, die zwar Vasari schön fand, aber sie
        

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