Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807900
Sustris , 
Johann. 
Sutat. 
H 
P. 53) nennt indessen den Meister desselben Lamberto Lombardo 
(Suterman) von Lüttich, und sagt von diesem dasjenige, was wir 
oben von unserm L. Sustris bemerkten, nämlich dass er in Titian's 
und Tint0rettu's Bilder die Landschaften gemalt habe. Es wird 
indessen diese Angabe von mehreren Schriftstellern wiederholt. 
Allein es ist noch nicht ausgemacht, dass diess volle Richtigkeit 
habe. Die italienischen Schriftsteller sind selbst nicht einig; so 
vereinigt Guarienti in Lamberto Loinhardo, Lamberto Suster und 
Laniberto Teclesco die eine und dieselbe Person. Er hatte also von 
einem L. Suster Hunde, wenn auch eine uu enügende. Der Lam- 
berto Tedesco könnte der jüngere Künstler dieses Namens seyn. 
Von dem älteren Lambert Sustris, in Italien auch gcradeweg 
Lamberto genannt, worunter wir nicht Lambert Lombardus ver- 
stehen, muss demnach ein jüngerer Künstler unterschieden werden, 
der Bruder des Friedrich Sustris. Sandrart nennt beide Schüler 
des Christoph Schwarz in München, und ist in so ferne mit beiden 
im Irrthum. Friedrich ist älter als Schwarz, und war schon in Italien, 
als letzterer kaum die Lehre erstanden hatte. Den Lambert lässt 
Sandrart als Jüngling mit-Ch. Schwarz nach Italien reisen, und 
beide in Titian's Schule treten. Allein wenn selbst Schwarz erst 
gegen das Ende der Lebenszeit Titian's (starb 1576) nach Venedig 
gekommen seyn kann, so wird jener berühmte Meister wohl kaum 
einem Schüler desselben die landschaftlichen Parthien in seinen Ge- 
mälden anvertraut haben. Es muss daher ein älterer Lambert Sustris 
angenommen werden, der oben genannte Lamberto Padoano, ode 
der Lamberto d'Amsterdam des Vasari. Dass Friedrich Sustris von 
dem jüngern Lambert den Namen Federigo di Lamberto gehabt 
habe, ist nicht zu denken, wenigstens müsste er der ältere, schon 
bekannte Bruder desselben gewesen seyn. Sandrart sagt, dass 
Lainhert Sustris in München wohlgeordnete und geistreiche Hi- 
storien gemalt habe; allein wir fanden in den uns zustehenden 
Münchner Quellen keine Spur von ihm, glauben im Gegentheile, 
dass er in Italien geblieben und der von Guarienti erwähnte Lam- 
berto Tedesco sey. Friedrich und Johann Sustris, letzterer der 
dritte Bruder nach Sandrart, alle Schüler des Ch. Schwarz, sollen 
ihre eigenen Erfindungen in Miniaturgemälde gebracht haben. Al- 
lein nur Friedrich kommt 1571 in den Papieren der Zunft von 
München vor. Er war als Hofarchitekt nicht davon befreit. 
Von einem Lambert Sustris oder Suster w-ahrscheinlich dem 
älteren ist im französischen Museum ein schönes Bild, welches 
Venus und Amor auf dem Ruhebette vorstellt, wie erstere mit Tau- 
ben spielt. Dieses Gemälde erinnert an die venetianische Schule. 
Der Verfasser der Notice des tahleaux exposös dans 'le Musöe royal 
nennt den Meister einen Schüler von Ch. Schwarz und von Titian, 
und lässt ihn um 1600 in München sterben. Dieses Gemälde hat 
Devilier radirt und Romanet es gestochen. In der Gallerie des Pa- 
lais royal ist von L. Suster ein zweites Gemälde, welches den Raub 
der Proserpina vorstellt. I. L. Delignon hat dieses Bild gestochen, 
Henriquez hat dasselbe nach B0rel's Zeichnung für die Gallerie 
du Palais royal gestochen. 
Sustris , 
Johann, 
obigen Artikel. 
den 
5111811, Maler, lag in Paris seiner Ausbildung ob, und concurrirte 
1359 um den grossen Preis der Malerei. Die Aufgabe war der 
Bibel entnommen. Es mussten die Söhne Jakolfs vor Joseph in 
Aegyyten dargestellt werden, wie der Becher in ßcnjamixfs Sack
        

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