Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809213
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Tauriscus. 
Tavarone , 
Lazaro. 
Taurlscus, Maler. wird von Plinius erwähnt, aber uhne Zeitbcstim- 
mung. Er malte einen Discuswerfer, die Clytcnmestra, einen Pa- 
nisk, und den Pulynices im Momente, wie er-auf sein Reich An- 
spruch macht. 
Dann nennt er auch einen berühmten Ciseleur aus Iiyzikos. 
TilllSCh, ChÜStÜPh, Maler und Architekt, war Schüler von Amd. 
Pozzo, ein Jesuiten Layenlarutler, und in seiner Sphäre ein liiixlst- 
ler von Ruf. Nach seinem Plane wurde das Jesuiten-Celle ium 
in Breslau gebaut. Im Cullegium zu Görtz malte er das I-Ioehziltar- 
blatt in Ocl, und die Architektur des Altares an die Wand. Im 
Jahre 1716 errichtete er in Erlau bei Gelegenheit der Geburt eines 
Prinzen einen Triumphbogen, und verzierte ihn mit Malereien. 
Tausch war damals liircheuhaulneister der österreichischen Provinz 
der Gesellschaft Jcsu. 
Tausendschön , 
Franz 
Scharpf. 
Tautphoeg?   Iillrjsflilelalnqbcrin, ästl (hgph Qinige 
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Tavares, Emallllßl) Zeichner und Gravenr, war in Lissabon Schii- 
ägarilfegä 111131331 EÄEÄLÄrCä-(LlvliälcllißefÜ? ESZlfäiäfrifcäfeilffff Üffd 
ist am naturhisturischcn Museum zu Belem als Zeichner angesLcllt. 
Tavarone, Lazaro, Maler von Genua, war Schüler von L. Cam- 
biasi und begleitete diesen an den Huf Philimfs II. nach Spa- 
nien, wo er mit dem Meister verschiedene NVerhe ausführte. In: 
Jahre 1585 ernannte ihn der Iiünig zum IIofmaler' und. übertrug 
ihm Arbeiten für den Escorial. D. Bermudez nennt die Fireslsen 
des nPaiil) de los Evangelistasda welche er mit P. Tihaldi ausführte, 
ist aber im Irrthume, wenn er sagt, dass Tavarone die unvollen- 
deten Werke des Luea Giordaxio vollendet habe, indem nur jene 
seines Meisters verstanden werden könnten. Im Jahre 1590 kehrte 
er nach Genua zurück, wo ihm jetzt ausserordeutlicher Beifall zu 
Theil wurde. Er führte mehrere Werke in Frescu aus, deren einige 
noch in ursprünglicher Farbenfrische prangen. Lanzi behauptet 
rlesswegen, dass er hierin alle seine Vor änger in der Schule, und 
ausser Carloni auch seine Nachfolger iiiaertrußeil habe. Er sagt, 
dass selbst in weiter Entfernung die Gegenstände in der Nähe 
und wie auf einem gut beleuchteten Theater in der schönsten 
Harmonie erscheinen. Nur etwas mehr [Vliirbiglaeit (murbiilezza) 
h dürfte man bisweilen verlangen, meist aber sind seine Bilder so 
gut, wie in Oel gemalt. Zu seinen Hauptwerken dieser Art zählt 
man die Gemälde am Gewölbe des Chores der Cathedrale in Ge- 
nua, wo er die Schutzheiligen der Stadt und Darstellungen aus 
dem Leben des heil. Lorenz malte, worunter besonders die Marter- 
scene gerühmt wird. Im Palazzu Saluzzi sind ebenfalls Fresken von 
ihm, in denen er nach Lanzi sich selbst übertroffen hat. Er malte 
da die Geschichte des Columbus, die Siege der genuesischen Trup- 
Yen bei Antwerpen, und einige merkwürdige Ereignisse aus dem 
Leben des Giacomo Saluzzi, der als Gesandter an den Hof des 
Königs Mathias ging. Auch die Faqaden der Häuser bemalte er, 
wie jene des Kaufhauses, an welcher er den heil. Georg mit dem 
Drachen, Figuren berühmter Genueser, allegorisehe Gestalten
        

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