Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809206
Tauriscus. 
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kennen, wie er den marathoniselien Stier erlegt. Vasari, irn Le- 
ben des Miehel Angele Yl. 26h belllerkt, (1415 Werk 5c) m" 
einem Bleche und ohne Stücke (un sasso solo e senza pßlll) S? 
arbeitet. Diese Stelle gab zu der DTeinungYeranlassung, C1385: die 
in den Bädern gefundene Marmurgruppe eine anderescyn 11111859, 
als jene 3115 (19111 Hause Farnesc, weil diese in dein ]et1.igen Zu- 
stande aus mehreren Stücken besteht; allein Vasari hatte wahr- 
schcinlich dem älinius xisaeliicschriebeix, Ollälß zudßetleinlieäjlflaatiä 
das {drei-k durc neue tuc e erganz fvor en sei, uie' 
das Bildwerh genommen, wie er es in der alten Anlage sah. 
Es laöiinte indessen schon zur Zeit des. Caracalla ueestaurirt Wur- 
den seyxi, denn die Köpfe der Briitler sind naelneincr Bvuste die- 
ses Kaisers ergänzt. Ini 10. Jahrhunderte restaurirte es (ruglielmo 
dena Form, und später fügte G10. IBat. llianchi einige Theile hinzu. 
Diesm-  wegen jviirtle fruhei" das Werlt missachtet, 
und dasselbe als eines griechischen Iiunstlers unwurtlig befunden. 
An der Figur der Dirke sind nach Winclielmanxi der Kopf und die 
Brust bis auf den Nabel und die beiden {311110 110113), fowlß de!" 
Iiopf und die Arme der Antiupe, welche indessen O. Mullcr (Ar- 
chäologie S. 155) als ungeliiirige Figur erliliirt. Yen den Sta- 
tuen des Ainlihirin und Zcthus ist bloss der Ruiupl alt, und an 
beiden nur ein Bein. Am Stiere erliliirt der genannte beliriltstel- 
ler nur die Beine und den Strick als neue Arbeit. Alt ist auch. 
der sitzende Knabe, welcher über den Vorgang in Schreclienust, 
und der mit Epheu umgebene DQCI-ißllitlllbhwßltlllßr unter der Dirhe 
steht, um sie als Bacchantin zu kennzeichnen. Der Styl dieser 
antiken 'l"heilc, sowie die schöne und luihne Behandlung dersel- 
ben erinnert an das griechische Alterthuin, und VVinclielmann tritt 
daher denjenigen entgegen, wvelche diese Gruppe als ein Werk 
der römischen Schule erklären. Die Darstellung der Scene war 
damals in lileinasien beliebt, und genau (licsellme, wie am Tem- 
pel der Apullunis zu liyzilios, "welchen Atalos ll. Ol. 125. I. er- 
baute. Sie erscheint auf einer DIIIIIZB von ThyateiralEclihel 15- 1-) 
Dieselbe beschreiben die Epigi-ammeil auf den Iiyzikenischeu B131 
liels. (Anthol. Pal. III.) Die Rhodische Schule: welche von der 
Lysimiischen zu Siliyon ausging, hatte ihre Bliithc von der Zeit 
der Belagerung duncli Denietrios (Ol. H9- I-l P15 Zur Verheerung 
durch Cassius, der 42 Jahre v. Ch. seinen Tod fand. In die Bluthe- 
zeit der Ilhodisehen Iiunst gehört wohl auch die Gruppe der Dirce. 
Näher lässt sich die Zeit ihrer Entstehung nicht bestimmen. Ueber 
die ältere Literatur dieses WVerlies s. Heynds antiquarische A sä- 
tzc 11, 132 d". Neuer ist das Werk von  Paganuzzi, Sopra la Eule 
Jrcnltoria volg. den. il toro Farnese. 
Im Jahre 1786 wurde dieses Denkmal der Pietät der Söhne 
gegen ihre Mutter von Iloin nach Neapel gebracht, und daselbst 
auf einem öffentliclieirPlatz aufgestellt. Jetzt ist es im konigl. 
Museum. Es ist von alten anonymen Meistern gestochen, gr. 8 
und 101., dann von Diana Ghisilhlantuänant5553, gr. ffolL, von ä. 
Perrier ful. von Gas ar Ileirertinus ( . -  "r.  yon . 
v. Audenaeril (Maffeil: llaec. 48) gr. fol., von öius. Vasi 1'272. 
gr, fuL, vun Piranesi (Statue etc.), gr. foh, von Collin (Sandrarts 
Akademie), ful. 
 
w 
Sn sagt er in der neuen Ausgabe seiner Kunstgeschichte, 
in der ersten Ausgabe dehnt er die Ergänzung bis _auf die 
Schenkel aus. Auch den liopf des Stieres erklärt er für neu.
        

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