Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Surugue, P. L. - Torre, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1807665
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1809174
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Taunay . 
Charles 
Aug. 
Taunay , 
Felix 
Emil. 
litaire dans sa famille. Descourtis stach einige Volksscenen nach 
seinen Gemälden, die schwarz und colorirt erschienen. Auf dem 
Blatte mit dem Titel: Foire de Village, steht: Tannay pinx., statt 
Taunay. 
Dann haben wir auch eine Landschaft mit der Schrift: Tan- 
Ilay PinK-a ohne Nanten des Stechers. Links zeigt sich eine Brü- 
che, über welche das auf dem Pferde sitzende Weib die kleine 
Heerde führt. Auf dem Berge rechts ist eine Windmühle. Im 
Rande steht: l)u Cabinet de Mr. Poullin, qu. 4- 
Tallnay, Charles August, Bildhauer, der Bruder des ohifren 
Künstlers, wurde 1768 zu Paris geboren, und in einer gefahrvollen 
Zeit zum Iiiinstler herangebildet. Er wurde mit dem grossen 
Preise beschenkt, fand aber nicht Gelegenheit, die (lümit verbun- 
dene Pension in Rom zu geniessen. Die Werke dieses Meisters 
beurkunden ein ausgezeichnetes Talent. Am Tüiuinphbogen des 
Carrousclplalzes ist von ihm die Figur eines Cuirassier, und 13m 
führte er mit Gueyrartl eine Gruppe aus, welche unter der Ge- 
 stalt Napoleuifs den Herlsules vorstellt, wie er das Verbrechen 
zu Boden drückt und die Unschuld unter den Schutz des Code 
Napoleon stellt. Im Jahre 1810 fertigte er das Standbild des Ge- 
neral Lasalle für den Punt de la Concorde. Dann nennt man 
unter seinen geschätzten Werken auch eine Büste des Dichters 
und Malers L. Ducis, und das Grabmahl des Sohnes des Mar- 
schal Duroc.  
Im Jahre 1316 begab er sich mit N. A. Taunay nach Rio J'a- 
neiro, wie, wir im Artikel desselben bereits lJOlDCTlälC haben. Iir 
VtilllTlC Professor der Bildhauerei an der daselbst errichteten Alia- 
demie, und führte auch einige V-"erlie aus, die meistens in Biisten 
bestehen. Die Statue des Dichters Camoes gehört zu den bessten 
Arbeiten, welche er in Brasilien hinterlassen hat. Er starb zu llio 
Janeiro 1824. 
Taunay, FGlIX, Maler, der Sohn des N. A. Taunay, wurde um 
1'296 in Paris geboren, und von seinem Vater zum liiinstler her- 
anäebildet. Er wählte die Landschaftsmalerei zu seinem Ilaupt. 
facie, welche in ihm einen der bessten neueren Meister zählt. 
Die Früchte seiner Iiunst erntet aber Brasilien, da er 1816 mit 
seinem Vater nach Rio Janeiro sich begab, wo er durch zahlrei- 
che Bilder einen riihmliehcn Namen sich erwarb. Nach dem Tode 
des Jusö da Silva wurde er Direkter der Akademie jener Stadt, 
welche jetzt, wie iin Artikel des N. A. Taunay bemerkt, in schiL 
ner Blüthe steht, und bereits viele talentvxxlle" Schüler herange. 
zogen hat. Mehrere der von unserm Iiiinstler ausgeführten brasi- 
lianischen Ansichten wurden auch in Frankreich bewundert, da 
Taunay zu Zeiten Werke zur Ausstellung nach Paris sandte. Ei- 
nes seiner neuesten ist die Ansieht des grussen Wasserfalles von 
Tejueo. 
Tallnay, Felix Emll, Bildhauer, der Bruder des (mbigen Iiiinst- 
lers, begann 1820 in Rio Janeiro seine Laufbahn, da er mit sei- 
nem Vater N. A. Taunay nach Brasilien sich begab. Ueber diese 
Verhältnisse haben wir im Artikel desselben benacliriclitet, und 
fügen hier nur bei, dass Emil Taunay von Seinem Unlscl Ch. Au- 
gust Tammy zum Künstler herangebildei wurde. Er fertigte zahl- 
reiche Büsten, worunter aueh jene des Kaisers D911 Pedro und 
der Kaiserin Amalia sich befinden. Dann war er auch bei der 
Ausschmürlnuxg des von Grandjean du llrlonligny erbauten präch-
        

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